Fußball
Vorfälle beim Afrika-Cup: Marokko wehrt sich gegen Strafen
Gut zwei Wochen nach dem chaotischen Finale beim Afrika-Cup hat der marokkanische Fußballverband FRMF einen Einspruch gegen die verhängten Sanktionen angekündigt. Die FRMF war vom Kontinentalverband CAF zu Geldstrafen in Höhe von insgesamt 315.000 US-Dollar (ca. 265.000 Euro) verurteilt worden - wegen "Nichtübereinstimmung dieser Sanktionen mit dem Ausmaß und der Schwere der Vorfälle" werden die Marokkaner nun in Berufung gehen. Das teilte der Verband mit. Auch der Senegalesische Verband FSF war bestraft worden und kündigte bereits sein Vorgehen dagegen an.
Von der gegen die Marokkaner verhängten Strafe entfallen 200.000 Dollar (170.000 Euro) auf "unangemessenes Verhalten der Balljungen im Stadion". Weitere 100.000 Dollar (85.000 Euro) soll der Verband für das "unangemessene Verhalten" von Spielern und Stab zahlen, die restlichen 15.000 Dollar (13.000 Euro) wurden aufgrund der Nutzung von Laserpointern durch Fans verhängt. Wegen "unsportlichen Verhaltens" verhängte die CAF zudem Sperren gegen die marokkanischen Nationalspieler Ismael Saibari (drei Spiele) und Achraf Hakimi (zwei Spiele).
Beim Finale hatte es skandalöse Szenen gegeben, es stand kurz vor dem Abbruch. Marokko hatte unmittelbar vor Schluss einen Elfmeter zugesprochen bekommen, wegen der Entscheidung verließen einige Spieler Senegals den Platz. Erst nach langer Unterbrechung ging es weiter - und Brahim Diaz verschoss den Elfmeter. In der Verlängerung traf Senegals Pape Gueye zum 1:0-Sieg.