Fußball
Voss-Tecklenburg wirbt für Trainerinnen im Männerfußball
Geht es nach Ex-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, ist die Besetzung eines Cheftrainer-Postens mit einer Frau im deutschen Männer-Fußball überfällig. "Man müsste die Frage stellen, ob sich der Männerfußball endlich zutraut, qualifizierte Frauen anzusprechen und sich ernsthaft mit diesen Personalien zu beschäftigen", sagte die 58-Jährige im Interview mit Sport1. Letztlich sei es stets "keine Frage des Geschlechts, sondern der Qualität".
Voss-Tecklenburg selbst sei einer Anstellung im Männer-Fußball zudem nicht abgeneigt. "Mit meiner Vita, meinen nachgewiesenen Erfolgen und meiner Expertise hätte ich – wäre ich ein Mann – vermutlich mehr Angebote bekommen", vermutete die Duisburgerin, die einst bereits über zwei Jahre den SV Straelen in der Oberliga trainierte. "Nach zwei Wochen war es für die Spieler kein Thema mehr, ob dort eine Frau oder ein Mann steht. Entscheidend war nur: Bist du gut? Hast du Inhalte? Bringst du uns weiter?"
Auch abseits des Herrenbereiches liebäugelt sie mit einer Rückkehr ins Fußballgeschäft - bei passendem Angebot. "Ich bin absolut bereit für etwas Neues. Ich bin gesund, belastbar und stabil – auch nach der WM 2023. Das ist kein Thema mehr. Vor allem habe ich aus Dingen gelernt. Ich weiß heute besser, worauf ich als Mensch achten muss, damit mir so etwas nicht noch einmal passiert", so die 58-Jährige.