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Vorwurf: Racial Profiling

AC Mailand: Polizei wegen Kontrolle von Tiemoue Bakayoko in der Kritik

  • Aktualisiert: 18.07.2022
  • 19:51 Uhr
  • ran.de
Article Image Media
© bakayoko_official14@instagram/twitter@NAK_Sports
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In Italien sorgt die Art und Weise einer Polizei-Kontrolle bei Milan-Star Tiemoue Bakayoko inklusive Leibesvisitation für Diskussionen.

München - Gut zwei Wochen nach einer Verkehrskontrolle der italienischen Polizei sorgen Videos davon für Aufsehen.

Tiemoue Bakayoko von der AC Mailand ist zu sehen, er wird von den Beamten unter anderem einer Leibesvisitation unterzogen.

Die Polizisten erkannten den Fußballstar, der im Rahmen einer Verkehrskontrolle am 3. Juli mit seinem Luxuswagen angehalten und durchsucht wurde, nicht auf Anhieb.

Während Bakayoko von Polizisten abgetastet und seine Taschen durchsucht wurden, hielt eine Beamtin ihre gezogene Dienstwaffe in den Wagen von Bakayoko. Dies belegen die Videos eindeutig.

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Grünes T-Shirt und SUV - Leibesvisitation bei Bakayoko

Die Polizia di Stato in Mailand bestätigte den Vorfall mittlerweile auf Nachfrage, gab zu den Hintergründen der Kontrolle an, dass sich in den frühen Morgenstunden des 3. Juli in der Nähe eine Konfrontation zwischen mehreren Männern abgespielt haben soll, bei der einige Personen vermeintlich bewaffnet gewesen seien.

Einer der von Zeugen beschriebenen Männer, die an der Konfrontation beteiligt gewesen sein sollen, trug ein grünes T-Shirt - wie auch Bakayoko an besagtem Tag.

Zudem sollen die vermeintlichen Täter mit einem SUV geflohen sein - auch Bakayoko war an dem Tag mit einem stark motorisierten Luxuswagen unterwegs, laut Polizei neben dem grünen Shirt ein weiterer Grund für die Verkehrskontrolle.

Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe, die von Zeugen gesehen wurde, lediglich um eine Spielzeug-Pistole handelte.

Vorwurf des Racial Profilings

Als die Beamten nach einiger Zeit merkten, dass sie es mit Milan-Star Bakayoko zu tun hatten, beendeten sie ihre polizeiliche Maßnahme sofort. Die Gesetzeshüter wirkten nach der offensichtlichen Verwechslung durchaus peinlich berührt.

Das Vorgehen der Beamten erntete nun heftige Kritik, nicht nur in den sozialen Netzwerken, in denen sich das Video rasend schnell verbreitete.

So wird den an der Kontrolle beteiligten Polizisten sogenanntes Racial Profiling vorgeworfen. Damit bezeichnet man das auf Stereotypen und äußeren Merkmalen basierende Verhalten von Polizei- und Sicherheitskräften.

Dieser aus der US-amerikanischen Kriminalistik stammende Begriff bezeichnet den Vorgang, bei dem Personen allein wegen ihrer Rasse, ethnischen Zugehörigkeit, Religion oder nationaler Herkunft als verdächtig eingestuft werden, auch wenn kein dem Gesetz entsprechender Verdachtsmoment vorliegt.

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