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Block-Boss Fischer beeindruckt Gislason: "Das ist unglaublich"
Die spektakuläre Abwehrshow von "Block-Boss" Justus Fischer beeindruckte auch Alfred Gislason. "Ich glaube, das ist Turnierrekord: Drei Bälle geblockt in einem Angriff – das ist ja unglaublich", sagte der Handball-Bundestrainer nach dem EM-Halbfinale gegen Kroatien (31:28), als er im ARD-Interview Fischers verrückte Aktionen in der Wiederholung ansah.
Fischer hatte beim Stand von 19:16 (34.) gleich dreimal innerhalb eines kroatischen Angriffs und innerhalb von 65 Sekunden den Ball mit ausgestreckten Armen vom deutschen Tor ferngehalten. "Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert hat. Aber es hat funktioniert", sagte Fischer mit einem breiten Grinsen zu seiner Aktion. Das Team habe sich "in einen Flow verteidigt, geblockt". Insgesamt blockte Deutschland im Spiel sechsmal den Ball - ein sehr guter Wert.
Die Fischer-Szene kurz nach Wiederbeginn nach der Halbzeitpause war der Auslöser für den am Ende entscheidenden Zwischensprint der DHB-Auswahl: Deutschland setzte sich in der Folge bis auf 24:17 (40.) ab - und zehrte in einer wackligen Schlussphase von diesem Polster. "Da haben wir das Spiel beinahe endgültig gewonnen", sagte Gislason.
Die Abwehr soll auch am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF) im Endspiel gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark zum entscheidenden Trumpf werden. "Wir werden unser Leben auf dieser Platte lassen und hoffen, dass wir dann Gold kriegen", versprach Kreisläufer Fischer. Wenn man über 60 Minuten so verteidige, könne Deutschland auch die Weltmacht Dänemark schlagen: "Und ich bin mir sicher, dass das am Sonntag passieren wird."