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Sport Allgemein Handball

DHB-Außenseiterrolle als Vorteil? Dänen sollen "Druck spüren"

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© IMAGO/SID/Marco Wolf

Deutschlands Handballer sehen ihre Rolle als Außenseiter im EM-Finale gegen Dänemark als Vorteil. "Wir wollen gucken, ob wir es schaffen, dass sie mal Druck spüren in ihrem Leben. Hier zu Hause, wenn alle erwarten, dass sie gewinnen, und dieses Final-Wochenende gefühlt schon vor der Auslosung ausverkauft war. Vielleicht sind sie dieses Jahr auch nicht ganz so geflogen von Anfang an – da können wir angreifen", sagte Linksaußen Rune Dahmke am Samstag bei einem Medientermin in Herning.

Im ersten EM-Endspiel seit zehn Jahren kann sich die DHB-Auswahl vor den Augen von Bundeskanzler Friedrich Merz am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF) zum dritten Mal nach 2004 und 2016 zum Europameister krönen. "Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir in fünf, sechs Spielen wahrscheinlich nur eins gewinnen können. Aber manchmal kann man vielleicht kleine bis mittelgroße Wunder erzwingen – und morgen wäre so ein Tag", sagte Dahmke, neben Andreas Wolff und Jannik Kohlbacher einer von drei verbliebenen 2016er-Europameistern im deutschen Team.

Deutschland hat seit zehn Jahren kein Pflichtspiel mehr gegen Dänemark gewonnen - der Trend zeigt aber in die richtige Richtung. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 setzte es eine klare Niederlage (26:39), in der WM-Hauptrunde 2025 stand am Ende eine Zehn-Tore-Pleite (30:40), am vergangenen Montag verlor Deutschland im Rahmen der Hauptrunde "nur" mit fünf Treffern - 26:31. Man robbe sich etwa in "Fünf-Toren-Schritten" heran, sagte Dahmke schmunzelnd.

Kohlbacher stellt sich auf ein hartes Stück Arbeit ein - und setzt auch auf den dänischen EM-Fluch. "Olympiasieger, Weltmeister, aber bei Europameisterschaften haben sie sich in den vergangenen Jahren nicht mit Ruhm bekleckert. Von daher wollen wir da natürlich direkt noch mal draufschlagen", sagte der Mannheimer. Die Dänen warten seit 14 Jahren auf ihren insgesamt dritten EM-Triumph.

Bundestrainer Alfred Gislason forderte, man müsse sich gegenüber des Hauptrunden-Duells sowohl in der Abwehr steigern als auch im Angriff die Zahl an Fehlwürfen reduzieren. Um den Favoriten, der sich in der Vorrunde gegen Portugal bei seiner ersten Niederlage in der Jyske Bank Boxen seit zwölf Jahren verwundbar zeigte, zu schlagen, brauche es ein "so gut wie perfektes" Spiel.

Das glaubt auch Johannes Golla. "Die Dänen haben individuell die besten Spieler des Planeten. Sie wollen den Bock unbedingt umstoßen", sagte der Kapitän: "Wir sind aber auch nicht zum Spaß hier. Ich spüre einen großen Fokus auf das Spiel."

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