Sport Allgemein Handball
Handball-EM: Island und Kroatien im Halbfinale
Die kroatische Handball-Nationalmannschaft ist Island in der Hauptrundengruppe II ins Halbfinale der EM gefolgt. Der Vizeweltmeister sicherte sich das Ticket für die Runde der letzten Vier mit einem 27:25 (13:15) gegen Ungarn im schwedischen Malmö. Damit gehen die Kroaten als Gruppensieger ins Halbfinale gegen Deutschland oder Dänemark am Freitag.
Gegen die bereits ausgeschiedenen Ungarn musste das Team von Trainer Dagur Sigurdsson, Trainer beim deutschen EM-Erfolg 2016, allerdings gehörig zittern. Erst in Spielminute 46 ging die Mannschaft erstmals in Führung, zwischenzeitlich lagen sie sogar mit vier Toren zurück. Am Mittwochabend erzielte dabei kein Kroate mehr als vier Treffer, auf der Gegenseite überzeugte Bence Imre mit sieben Toren als erfolgreichster Werfer.
Co-Gastgeber Schweden ist damit bereits vor seinem Hauptrundenabschluss gegen die Schweiz (20.30 Uhr) ausgeschieden, das Platzierungsspiel um Platz fünf hat der Rekord-Europameister als Tabellendritter allerdings bereits sicher.
Zuvor hatte sich bereits Island als zweite Nation in Gruppe II das Ticket fürs Halbfinale gesichert. Zum Auftakt in den letzten Spieltag setzte sich das Team von Trainer Snorri Steinn Gudjonsson mit 39:31 (18:16) gegen Slowenien durch und sicherte sich so die erste Halbfinalteilnahme seit 2010.
Deutlich klarer ging es in der Gruppe I zu. Zum Auftakt des Hauptrundenabschlusses im dänischen Herning bezwang Portugal zunächst Spanien deutlich mit 35:27 (16:12). Bester Werfer war Francisco Costa mit sieben Treffern, für Spanien trafen auf der Gegenseite Jan Gurri und Aleix Gomez am besten.
Chancen auf die Runde der letzten Vier hatten beide Nationen bereits im Vorhinein nicht mehr, das zweite Ticket der Gruppe ging neben den bereits vorzeitig qualifizierten Dänen an die deutsche Auswahl.
Zum Tagesabschluss fällt somit zwischen Olympiasieger Dänemark und Norwegen (20.30 Uhr) lediglich noch um die Entscheidung über den Gruppensieg. Norwegen könnte sich dabei mit einem Sieg mit ausreichend Tordifferenz noch auf Platz drei an Portugal vorbeischieben.