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Hanning über Gislason-Kritik: "Das war bewusst ein Weckruf"

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© IMAGO/IPA Sport/SID/ABACA

Der italienische Handball-Nationaltrainer Bob Hanning hat seine öffentliche Kritik an Bundestrainer Alfred Gislason verteidigt. "Ja, das war ganz bewusst ein Weckruf. Es ging dabei nie um Personen, sondern um den Sport", sagte Hanning bei WEB.DE News.

Hanning, im Hauptberuf Geschäftsführer der Füchse Berlin, betonte, dass es ihm nicht um persönliche Auseinandersetzungen gehe. "Wir alle tragen Verantwortung für unseren Handball und verfolgen dasselbe Ziel: dass unsere Sportart erfolgreich ist und sich weiterentwickelt." Einen grundsätzlichen Konflikt mit dem Bundestrainer wies er zurück: "Ich habe keinen wirklichen Disput mit dem Bundestrainer, der wird nur künstlich hergestellt."

Nach der überraschenden deutschen Niederlage gegen Serbien (27:30) hatte Hanning in einer "Bild"-Kolumne geschrieben: "Es geht um die Zukunft dieser Mannschaft, es geht um die Zukunft des Bundestrainers und es geht um nicht weniger als die Zukunft unserer Sportart." Gislason hatte zurückgestichelt: "Vielleicht hätte er sich lieber ein bisschen mehr auf die Italiener konzentrieren sollen" Hannings Italiener schieden bereits in der Vorrunde aus.

Nun äußerte sich Hanning anerkennend über die Leistungen der deutschen Mannschaft im Turnierverlauf. Mit Blick auf den Vorrunden-Sieg gegen Spanien (34:32) lobte Hanning: "Die deutsche Mannschaft hat alles umgesetzt, was sie nach dem Serbien-Spiel ändern musste."

Auch für anstehende Hauptrunde zeigte sich Hanning optimistisch: "Für den weiteren Turnierverlauf traue ich der Mannschaft sehr viel zu. Alles ist möglich – auch Siege gegen Favoriten wie Dänemark oder Frankreich." Das erste Hauptrundenspiel gegen Portugal gewannen die Deutschen am Donnerstag mit 32:30 (11:11).

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