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Nord-Derby der European League: Kiel bezwingt Flensburg
Der THW Kiel hat das erste Nord-Derby auf internationalem Parkett seit acht Jahren für sich entschieden. In der Gruppenphase der European League lieferte sich der deutsche Handball-Rekordmeister mit dem ewigen Rivalen SG Flensburg-Handewitt einen spektakulären Kampf und drehte einen Rückstand zur Halbzeit in ein 32:30 (13:15).
In der "Hölle Nord" war Rückraumspieler Mykola Bilyk der überragende Mann aufseiten der Kieler. Seinen sieben Treffern stand Emil Jacobsen (10) gegenüber.
Während die SG in den letzten fünf Derbys als Sieger vom Platz ging, kamen die Zebras mit dem Rückwind des 31:29-Überraschungserfolgs gegen die fast ein Jahr ungeschlagenen Magdeburger ins Spiel. Nationaltorhüter Andreas Wolff trotzte einer Kopfverletzung aus dem Spiel: Deutschlands Handballer des Jahres biss auf die Zähne, zeichnete sich vor allem im zweiten Durchgang aus - und hielt den ersten Kieler Sieg in Flensburg seit Mai 2022 fest.
Dank des Sieges in der 114. Auflage des Klassikers springt das Team von Trainer Filip Jicha mit sechs Punkten an die Spitze der Gruppe - zwei Punkte vor Titelverteidiger Flensburg. Sowohl für den THW als auch für die SG ist die European League die einzig verbleibende Titelchance.
Neben Kiel verlebten auch die übrigen deutschen European-League-Vertreter einen erfolgreichen Abend: Die TSV Hannover-Burgdorf bezwang RK Nexe Nasice 34:28 (18:11), während die MT Melsungen dank eines 33:29 (17:18) gegen den IFK Kristianstad in ihrer Gruppe weiter ungeschlagen ist.