Sport Allgemein Handball
Handball: Weller beendet Karriere - und wird Präsident
Von der Platte in den Präsidentenstuhl: Handball-Profi Niklas Weller wird seine Karriere im Sommer nach über einem Jahrzehnt im Trikot des HSV Hamburg beenden, seinem Verein jedoch auch darüber hinaus weiter die Treue halten. Wie der Bundesligist am Donnerstag mitteilte, wird der langjährige Kapitän und Führungsspieler nach dem Ende seiner aktiven Spielerlaufbahn das Amt des Präsidenten im Verein ausüben.
Es werde "das Ende einer unglaublichen sportlichen Reise" sein, erklärte der 32-Jährige: "Mein Körper und Kopf geben mir eindeutige Zeichen, dass dies meine letzte Saison als Spieler des HSVH sein sollte."
Der Kreisläufer wechselte 2015 zunächst zur U23 der Hamburger in die Oberliga. Nach der Insolvenz des damaligen HSV Handball im selben Jahr und dem damit einhergehenden Verlust der Erstligalizenz spielten sich Weller und Co. über mehrere Jahre hinweg von der Viertklassigkeit bis zurück in die nationale Spitze. 2020/2021 feierte Weller als Kapitän und Zweitliga-MVP die Rückkehr in das Handball-Oberhaus, wo er in der laufenden Spielzeit der einzige verbliebene Spieler aus dem damaligen Oberliga-Kader ist.
Weller sei "in den letzten 10 Jahren zweifelsohne einer der prägendsten Spieler des HSVH" gewesen, sagte Sportdirektor Johannes Bitter. "Seine Bedeutung als Spieler, Kapitän und Unterstützender in allen Belangen war und ist unglaublich hoch." Der Verein freue sich nun auf die verbleibenden Spiele der Rückrunde und "alles, was danach mit Niklas noch kommt." In Hamburg folgt Weller auf den amtierenden Präsidenten Kay Spanger.