Olympia
Alleine in Antholz: Biathletinnen zwiegespalten
Janina Hettich-Walz ist zwiegespalten. "Klar ist es schade, dass man nicht dieses klassische Olympische Dorf hat", sagte die Biathletin zu den etwas anderen Rahmenbedingungen bei den Winterspielen in Norditalien: "Auf der anderen Seite sage ich, dass es mir so lieber ist, als wenn man auf Teufel komm raus alles an einen Ort baut. Dann verzichte ich lieber auf das olympische Feeling."
In Antholz sind die Biathletinnen und Biathleten unter sich, die Strecken zu allen anderen Sportstätten sind lang. Und so müssen gewisse Hilfsmittel her, um die vielen spannenden Wettkämpfe zu verfolgen. Im Fernsehen schaue sie sich "alles an, was geht", sagte Hettich-Walz: "Wir sind hier aber schon ein bisschen weit weg von allen anderen." Und so glaube sie nicht, "dass es möglich ist, andere Sportarten anzuschauen".
Auch DSV-Teamkollegin Selina Grotian "vermisst ein bisschen das Olympische Dorf und das Feeling, wie es gewesen wäre, wenn wir alle zusammen gewesen wären". Dennoch komme "schon ein Vibe auf". Und so ist die Vorfreude im deutschen Lager vor dem Auftakt der Medaillenrennen am Sonntag mit der Mixed-Staffel (14.05 Uhr/ZDF und Eurosport) dennoch groß. "Ich kann es kaum erwarten, bis es losgeht", sagte Grotian.