Wintersport Olympia
Am 35. Geburtstag: Lollobrigida holt erstes italienisches Gold
Francesca Lollobrigida hielt sich ungläubig die Hand vor den Mund, dann rannte sie mit Italien-Flagge durch den Athletentunnel und in die Arme ihres kleinen Sohnes: An ihrem 35. Geburtstag hat die Eisschnellläuferin Italien das erste Gold bei den Olympischen Winterspielen in Mailand beschert und früh eine der emotionalsten Geschichten für die Gastgeber geschrieben.
"Das ist der beste Tag meines Lebens, ein perfekter Tag. Vor allem, weil mein Sohn Tommaso, mein Mann und meine Familie hier waren und mir zugesehen haben", sagte Lollobrigida: "Es ist unglaublich, wir sind in Italien. Die Olympischen Spiele finden in Italien statt. Mein größter Traum ist wahr geworden."
Die Olympia-Zweite von Peking wuchs am Samstag über 3000 m über sich hinaus und lief in persönlicher Bestzeit und olympischem Rekord von 3:54,28 Minuten zu Gold. Lollobrigida verwies Ragne Wiklund (Norwegen/3:56,54) und Valerie Maltais (Kanada/3:56,93) auf die Plätze.
Enttäuschend verlief der Auftakt für die Oranje-Stars: Die mit großen Erwartungen gestartete Dreifach-Weltmeisterin Joy Beune (3:58,12) wurde Vierte. Die deutsche Starterin Josie Hofmann (4:06,54) verpasste auf dem 14. Platz die Top 10.
In der ersten Entscheidung der Winterspiele hatten am Samstag zuvor Giovanni Franzoni (Silber) und Dominik Paris (Bronze) in der Männer-Abfahrt in Bormio für die ersten italienischen Medaillen gesorgt.