Wintersport Paralympics
Heim-Weltcup am Feldberg: Forster gewinnt auch zweiten Slalom
Anna-Lena Forster hat beim alpinen Heim-Weltcup am Feldberg nachhaltig ihre Gold-Ambitionen für die Paralympics untermauert. Die Monoskifahrerin sicherte sich in ihrer Paradedisziplin Slalom auch im zweiten Rennen im heimischen Schwarzwald souverän den Sieg und setzte mit einem Vorsprung von 10,52 Sekunden auf die zweitplatzierte Finnin Nelle Kiviranta ein deutliches Zeichen für die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 15. März).
"Ich mag den Hang. Der taugt mir, weil er sehr schwierig ist", sagte Forster. Daheim zu gewinnen sei "ein wunderschönes Gefühl. Letztes Jahr habe ich mir hier noch großen Druck gemacht, dieses Jahr konnte ich es mehr genießen."
Im vorherigen Slalom kurz vor Weihnachten im schweizerischen St. Moritz war Forster "nur" auf Rang zwei gefahren - und hatte sich damit erstmals seit acht Jahren in ihrer Lieblingsdisziplin geschlagen geben müssen. Die damals siegreiche Chinesin Zhang Wenjing ging am Feldberg nicht an den Start. Mit Audrey Pascual Seco schied eine weitere Hauptkonkurrentin am Freitag im ersten Lauf aus, hatte aber zu diesem Zeitpunkt ohnehin bereits großen Rückstand.
In der stehenden Startklasse fuhr Anna-Maria Rieder erneut knapp an ihrem ersten Saisonsieg vorbei. Die Paralympics-Dritte von Peking führte wie am Vortag nach dem ersten Lauf, musste sich aber letztlich wieder der Russin Warwara Worontschichina geschlagen geben. Dahinter landete Andrea Rothfuss erneut auf Platz drei. Die 17-jährige Maya Fügenschuh stellte in der Klasse der Sehbehinderten mit Rang vier ihr bestes Weltcupergebnis ein.
Bei den Männern fuhr Christoph Glötzner in der stehenden Klasse als Fünfter sein bestes Saisonergebnis ein und wurde damit bester Einbeiner. Alexander Rauen kam in der Klasse der Sehbehinderten nicht ins Ziel.
Weiter geht es auf dem Weg zu den Paralympics ab Dienstag mit dem Weltcup im französischen Meribel, wo ein Slalom und zwei Riesenslaloms auf dem Programm stehen. Forster, Rieder, Rothfuss und Glötzner haben die Qualifikationsleistung für die Winterspiele bereits erbracht.