Wintersport Olympia
Jocher will bei Team-Kombi "auf schnellen Schwüngen aufbauen"
Lange überlegen, was er sich für die olympische Team-Kombination vornehme, musste Simon Jocher nicht: "Auf den schnelle Schwüngen, die ich heute auch schon drin hatte, aufbauen und mehr davon produzieren", sagte der 29-Jährige am nach einem 21. Rang in der Abfahrt von Bormio, der ihn ernüchtert zurückließ.
Bei der erstmals olympischen Team-Kombination am Montag (Abfahrt 10.30 Uhr, Slalom 14.00 Uhr/ARD und Eurosport) bietet sich dem einzigen deutschen Abfahrer gemeinsam mit Slalom-Spezialist Linus Straßer eine neue Chance. Bei der WM vor einem Jahr hatte beide Rang acht belegt.
Er wolle "dem Linus weniger Penalty mitgeben für den Slalom", sagte Jocher. Ein konkretes Ziel nannte er jedoch nicht, "das können wir, glaube ich, offen halten". Man wisse nie, wie sich im Slalom die Piste entwickelt, "lassen wir uns überraschen".
Beim Triumph des Schweizers Franjo von Allmen hatte Jocher am Samstag 2,40 Sekunden Rückstand auf den neuen Olympiasieger. "Ein bisschen weiter vorne zu liegen hätte ich mir schon gewünscht", resümierte der Garmischer. Dennoch seien "ein, zwei gute Teilabschnitte" dabei gewesen, "darauf muss ich aufbauen."
Anschauungsunterricht erhielt Jocher am Samstag vom Sieger von Allmen: "Ich habe mir schon davor gedacht, dass der Franjo sicher ein heißer Kandidat heute ist", sagte er, der "wilde und entschlossene" Fahrstil des Schweizers sei "extrem beeindruckend".