Wintersport Olympia
Loch mit Medaillenambitionen - Langenhan hadert
Felix Loch gibt sich "ganz entspannt", Max Langenhan klagt über "viele Probleme": Die deutschen Rennrodler gehen nach einer durchwachsenen Trainingswoche mit unterschiedlichen Ambitionen ins olympische Einsitzer-Rennen in Cortina d'Ampezzo am Samstag und Sonntag. "Es ist ja ganz klar: Das Ziel ist eine Medaille. Sonst brauche ich hier nicht anzutreten", sagte Loch nach dem Abschlusstraining dem SID.
Für den Altmeister (36) aus Berchtesgaden sind es bereits die fünften Olympischen Winterspiele, den Trainingsläufen will er aus Erfahrung nicht zu viel Bedeutung beimessen. "Training ist immer Training. Das ist das Schöne. Beim Rennen schaut es dann wieder anders aus. Deswegen bin ich ganz entspannt", sagte Loch, der am Freitag auf den Rängen drei und vier landete.
Weltmeister Langenhan (26) hat seine Hoffnungen auf Edelmetall nach einer mäßigen Saison und einigen Schwierigkeiten in Cortina gedämpft - auch wenn er im Abschlusstraining auf Platz eins raste. "Ich habe noch so viele Probleme überall. Also gilt es für mich, einfach ordentliche Läufe zu zeigen. Wenn ich am Ende 30. werde, bin ich happy", sagte Langenhan, auf den am Freitagnachmittag noch eine Videoanalyse wartete: "Da wird einem dann auch noch mal schön gezeigt, wie scheiße man ist."
Am Samstag (17.00/18.32 Uhr) stehen für die Männer die Läufe eins und zwei im neu gebauten Cortina Sliding Centre an, die Entscheidung fällt am Sonntagabend (17.00/18.34). Der wiedererstarkte Loch peilt nach seinen Triumphen in Vancouver 2010 und Sotschi 2014 seinen dritten Olympiasieg im Einsitzer an. Für Langenhan sind es die zweiten Winterspiele. Mit Timon Grancagnolo (22) geht ein dritter deutscher Rodler in Norditalien an den Start.