Wintersport
Odermatt gewinnt Olympia-Revanche auf der Kandahar
Die Olympischen Spiele sind vorbei, und Marco Odermatt kann wieder gewinnen. Bei der Abfahrt auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen feierte der Schweizer bereits seinen neunten Weltcup-Sieg in dieser Saison. "Sehr, sehr cool", sagte der 28-Jährige, dem bei den olympischen Rennen in Bormio zweimal Silber und einmal Bronze geblieben war. In der Abfahrt, der Team-Kombination und im Super-G hatte jeweils Teamkollege Franjo von Allmen triumphiert.
Bei frühlingshaften Temperaturen im Schatten der Zugspitze gelang Odermatt zunächst die Revanche für die Olympia-Abfahrt, bei der er als Vierter das Podest verpasst hatte, nur knapp vor seinem Landsmann Alexis Monney (+0,04 Sekunden), Rang drei belegte in Stefan Rogentin (+0.98) ein weiterer Schweizer. Der dreifache Olympiasieger von Allmen wurde Sechster. Lokalmatador Simon Jocher und Routinier Romed Baumann kamen nicht unter die ersten 30.
"Unglaublich, was wir heute wieder zeigen durften, das ganze Team hat super gearbeitet", sagte Odermatt über die Schweizer Dominanz. Er ließ es sich auch nicht nehmen, in der ARD ein "großes Kompliment" an die Organisatoren zu richten: In der Tat präsentierte sich die Kandahar, auf der witterungsbedingt zuletzt 2021 eine Abfahrt möglich gewesen war, trotz der T-Shirt-Temperaturen in einem hervorragenden Zustand - und damit gewohnt herausfordernd.
Als "Trostpreise" für die verpassten Goldmedaillen bei Olympia werden Odermatt wieder mehrere Kristallkugeln bleiben. Den Abfahrtsweltcup hat er bei 175 Punkten Vorsprung auf von Allmen und nur noch zwei ausstehenden Rennen praktisch sicher. Im Kampf um die große Kristallkugel liegt er bei noch neun ausstehenden Wettbewerben, darunter der Super-G in "Gap" am Sonntag, 687 Punkte vor Lucas Pinheiro Braathen, Olympiasieger im Riesenslalom - vor Odermatt.