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Platz zwei in St. Moritz: Loch hat Gesamtweltcup fast sicher
Rodel-Rekordweltmeister Felix Loch hat die Führung im Gesamtweltcup eine Woche vor dem Saisonfinale erfolgreich verteidigt und seine achte Kristallkugel quasi sicher. Der Berchtesgadener fuhr beim Erfolg von Olympiasieger Max Langenhan in einem packenden vorletzten Weltcuprennen der Saison in St. Moritz auf Rang zwei und reist nun 16 Punkte vor dem Österreicher Jonas Müller zur Entscheidung in Altenberg.
Der Olympiazweite Müller wird allerdings auf einen Start beim Saisonfinale verzichten, da ihm das Risiko auf der von ihm ungeliebten Bahn zu hoch ist. In St. Moritz wurde er mit einer Sektdusche aus der Saison verabschiedet. Der drittplatzierte Langenhan könnte bei 96 Punkten Rückstand rein theoretisch noch an Loch vorbeiziehen. Dazu müsste Langenhan in Altenberg gewinnen, Loch dürfte maximal fünf Punkte holen - das ist aber nur möglich, wenn er nicht ins Ziel kommt.
Müller hatte nach dem ersten Lauf noch vor Langenhan (Friedrichroda) und Loch geführt, patzte dann aber in der entscheidenden Phase und fiel noch hinter die beiden Deutschen zurück. Langenhan lag bei seinem ersten Weltcupsieg seit mehr als einem Jahr 0,347 Sekunden vor Loch, Müller hatte 0,758 Sekunden Rückstand. David Nößler (Schmalkalden) wurde Neunter, der Chemnitzer Timon Grancagnolo fuhr auf Rang 13.
Der in diesem Winter überraschend wiedererstarkte Loch, der in Cortina seine dritte Einzelmedaille nach Gold 2010 und 2014 verpasst hatte, war mit einem Punkt Vorsprung in die Schweiz gereist. Loch hatte sich zuletzt die Kristallkugel 2021 gesichert. In den vergangenen beiden Saisons hatte jeweils Langenhan triumphiert. Bevor er sich bei den Winterspielen Gold sicherte, hatte der Weltmeister aber Probleme.
Bereits am Samstag hatten sich Deutschlands Rekordrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt vorzeitig den Gesamtsieg gesichert. Den Doppelsitzern reichte kurz nach ihren letzten Olympischen Winterspielen Platz drei. Bei den Frauen sicherten sich die Österreicherinnen Selina Egle/Lara Kipp die Krone.
Im Einsitzer übernahm Olympiasiegerin Julia Taubitz die Spitzenposition von der Österreicherin Lisa Schulte. Die Oberwiesenthalerin führt mit 19 Punkten vor Merle Fräbel (Suhl) und steht damit unmittelbar vor ihrem sechsten Triumph im Gesamtweltcup und ihrem fünften in Folge.