Wintersport Olympia
"Glück im Unglück": Rodel-Legende Hackl gestürzt
Deutschlands Rodel-Legende Georg Hackl (59) hat wenige Stunden vor der ersten Medaillen-Entscheidung im olympischen Eiskanal bei einem Sturz eine Schulterverletzung erlitten. Das bestätigte der Österreichische Rodelverband ÖRV, für den Hackl als Trainer tätig ist, am Sonntagmittag.
"Ich habe am Weg zu meinem Beobachtungsplatz am Steg neben der Rodelbahn Hindernisse überwinden müssen, bin in eine Lücke dieses Steges geraten und in einen Schacht knapp zwei Meter in die Tiefe gestürzt", wird Hackl in der Mitteilung zu dem Vorfall am Morgen zitiert: "So gesehen hatte ich noch Glück im Unglück."
Im örtlichen Krankenhaus sei eine ausgekugelte Schulter diagnostiziert worden, eine Operation war allerdings nicht nötig. Die Schulter "konnte problemlos reponiert werden", teilte der Verband mit. "Die Schulter wurde fixiert, Georg hat schmerzmildernde Medikamente bekommen und ist bereits wieder bei der Mannschaft", sagte ÖRV-Teamarzt Dr. Stefan Neuhüttler.
Am Abend geht es im Cortina Sliding Centre um den Olympiasieg bei den Männern. Der deutsche Weltmeister Max Langenhan geht als Führender in die entscheidenden Durchgänge, Hackls Schützling Jonas Müller aus Österreich hat als Zweiter 0,162 Sekunden Rückstand. Die Läufe drei und vier werden ab 17.00 Uhr ausgetragen.
Hackl gehört zu den erfolgreichsten Rodlern der olympischen Geschichte, gewann 1992, 1994 und 1998 jeweils Gold im Einzel für Deutschland. Nach vielen Jahren als Trainer im deutsche Team betreut er seit 2022 die Österreicher.