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Wintersport Olympia

"Kartenhaus zusammengefallen": Preuß muss weiter warten

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© AFP/SID/FRANCK FIFE

Zumindest ihren Sinn für Humor hatte Franziska Preuß nach dem Drama im Einzel nicht verloren. Und so reagierte Deutschlands Sportlerin des Jahres bei Instagram auf einen scherzhaften Beitrag zu ihrer Schießleistung lediglich mit drei Emojis, die wenig Spielraum für große Interpretationen übrig ließen: Scheiße gelaufen!

"Vor dem letzten Schießen war ich noch optimistisch, danach natürlich nicht mehr", sagte die Biathlon-Gesamtweltcupsiegerin. Hatte sie lange Zeit nach ihrer so ersehnten ersten Medaille in einem olympischen Einzelrennen gegriffen, waren nach zwei Patzern beim letzten Stehendschießen schlagartig alle Träume von Edelmetall geplatzt. Am Ende blieb nur Rang zehn - und das Warten geht weiter.

"Ich war bis zum ersten Schuss im Plan. Dann passiert der Fehler und das Kartenhaus ist in sich zusammengefallen", sagte die Bayerin. Es sei "schade, aber man kann die Zeit nicht zurückdrehen". Schließlich habe Preuß, die sich zum Auftakt Bronze mit der Mixed-Staffel gesichert hatte, "gesehen, dass ich dabei bin, wenn alles passt. Das nehme ich mit."

Im Gegensatz zu Preuß blieb Teamkollegin Vanessa Voigt am Schießstand zwar fehlerfrei, benötigte dabei aber im Kampf um die Medaillen einmal mehr zu viel Zeit und wurde deshalb nur undankbare Vierte. "Klar, ich weiß jetzt schon wieder, dass lauter Kommentare kommen werden zu meiner Laufzeit, zu meiner Schießzeit", sagte die Thüringerin: "Im Einzel zählt jeder Treffer, ich wollte mir da nichts vorwerfen, wollte sauber die Null schießen. Das habe ich geschafft."

Bei Felix Bitterling überwog trotz des bitteren Ausgangs der Stolz. "So abzuliefern beim Saisonhöhepunkt, das muss man erstmal machen", sagte der DSV-Sportdirektor. Das Team sei "auf einem guten Weg. Es gibt auch keinen Grund, irgendwie den Kopf jetzt in den Sand zu stecken."

Und so bleiben den DSV-Athletinnen um Preuß noch drei Möglichkeiten in Südtirol, um in einem Individualrennen auf das Podest zu springen. Am Samstag (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) geht es mit dem Sprint weiter.

Im Vergleich zum Einzel über 15 Kilometer sei die Distanz dabei "nur halb so lang, da kann man ein Stück weit mehr Risiko gehen und vielleicht schneller angehen", sagte Preuß: "Ich schaue mal, wie ich mich erhole. Ich glaube, grundsätzlich passt die Form."

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