Wintersport
"Saucool": Abfahrer brennen auf Heim-Rennen in "GAP"
Fünf Jahre des Wartens sind vorbei, am Samstag (11.45 Uhr/ARD und Eurosport) haben die deutschen Speed-Spezialisten "endlich wieder" eine Abfahrt auf der heimischen Kandahar, wie Romed Baumann in froher Erwartung betonte. "Saucool", sagte der Routinier über die Rückkehr nach Garmisch-Partenkirchen, wo am Sonntag (11.45 Uhr) auch noch ein Super-G stattfindet.
"Starthang, Felsenkurve, Tröglhang", die Kandahar sei "sehr anspruchsvoll, du hast keine Zeit zum Durchschnaufen", meinte Baumann: "Dann das lange Gleitstück, wo man die km/h verwalten muss, unten nochmal Action mit Eishang und Einfahrt in die Hölle - es wird dir nicht fad."
Luis Vogt findet sogar, die Kandahar, auf der Thomas Dreßen 2020 der letzte deutsche Sieger war, werde "unterschätzt. Es ist oben brutal steil und im technischen Stück schwierig, schnell zu sein. Eishang, Hölle - da geht es auch nochmal zur Sache. Zudem ist alles im Schatten, das macht es von der Sicht her schwierig", sagte der 24-Jährige, der wie Simon Jocher für den SC Garmisch fährt.
Vogt erwartet angesichts der hohen Temperaturen, die der eigentlich sehr gut präparierten Piste zusetzen, "ein unruhiges Rennen". Im Team haben sie laut Baumann noch mal die "alten Videos" von der bislang letzten Weltcup-Abfahrt in "GAP" 2021 angeschaut. Damals gewann Dominik Paris (Italien) vor Beat Feuz (Schweiz) und Matthias Mayer (Österreich).
Dominik Schwaiger war als Zwölfter bester Deutscher gewesen. Baumann fuhr auf Rang 14, Jocher war 25. direkt hinter Andreas Sander. Er freue sich "wie ein Schnitzel" auf die Rückkehr, bekannte Jocher und betonte: "Den Heimvorteil nutzen wir gerne."