Wintersport
Samuelsson über Doping im Biathlon: "Bin überzeugt"
Der Schwede Sebastian Samuelsson glaubt an Doping in der Biathlon-Weltelite. "Ich bin überzeugt, dass ich gegen gedopte Athleten antrete", sagte der 28-Jährige dem schwedischen Sender SVT Sport.
Samuelsson bezog sich dabei auf die Ergebnisse einer Umfrage der Sender NRK aus Norwegen, YLE aus Finnland, DR aus Dänemark sowie SVT, in der ihre nationalen Athletinnen und Athleten, die in den olympischen Wintersportarten antreten, befragt wurden. Ausnahme waren dabei die schwedischen und finnischen Eishockeyspieler, da in der NHL andere Dopingregeln greifen. Aus der Umfrage geht hervor, dass mit 49,2 Prozent fast die Hälfte dieser Sportlerinnen und Sportler zwischen dem 1. September 2024 und 1. September 2025 nicht außerhalb von Wettkämpfen auf Doping getestet wurde.
Die Umfrage war an 413 Personen verschickt worden, 45 Prozent antworteten darauf. Samuelsson, der bei den bevorstehenden Wettkämpfen in Antholz (ab 8. Februar) als große Medaillenhoffnung der Schweden an den Start geht, sieht die veröffentlichten Ergebnisse problematisch. "Das ist schlecht, und man sollte mehr testen. Gleichzeitig ist das ein Trend, der seit einigen Jahren anhält, und ich habe gefragt, warum das so ist", sagte er.
Er bekomme darauf die Antwort, "dass es sehr teuer ist, Tests durchzuführen, und fast alle Tests fallen negativ aus", sagte Samuelsson: "Da fragt man sich: Wenn man Betrüger überführen will, sind dann viele Dopingkontrollen ein wirksames Mittel, um Betrüger zu überführen?" 35,5 Prozent aller Befragten gaben zudem an, im besagten Zeitraum auch nie im Rahmen eines Wettkampfes getestet worden zu sein.