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Snowboard-Pleite auf der Simonhöhe
Die deutschen Snowboarder haben zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele empfindliche Niederlagen hinnehmen müssen. Beim Weltcup auf der Simonhöhe in Österreich verpassten Ramona Hofmeister und Co. im Parallel-Riesenslalom durchweg das Viertelfinale.
"Das war nicht das Ergebnis, das wir erhofft haben, vielleicht war Olympia schon zu sehr im Hinterkopf", sagte Cheftrainer Christian Hupfauer in der ARD und ergänzte: "Das frustriert, aber vielleicht motiviert das auch. Man hat gesehen, dass wir im Flachen noch Probleme haben. Jetzt wissen wir, was wir machen müssen."
Medaillenhoffnung Hofmeister wurde beim 26. Weltcup-Erfolg der zweimaligen Snowboard-Olympiasiegerin Ester Ledecka (Tschechien) Elfte. Stefan Baumeister und Elias Huber kamen beim 26. Erfolg des italienischen Routiniers Roland Fischnaller auf die Ränge elf und 15.
"Ich bin einfach nicht gut gefahren", sagte Hofmeister, "der flache Hang ist sehr technisch, da muss es vom Druck her perfekt passen, sonst ist es leider vorbei." Baumeister ergänzte: "Dieser Hang ist fast zu einfach, da ist jeder schnell, deshalb muss man viel riskieren." Dabei sei ihm "ein kleinerer Fehler" unterlaufen, "das ist hier leider einer zu viel".
Allrounderin Ledecka, die zuletzt bei den Skirennläuferinnen aktiv war, startete erstmals seit Dezember 2024 in ihrer eigentlichen Sportart - und schwang sich sofort wieder zur Goldfavoritin auf. Im Finale setzte sie sich mit 0,43 Sekunden Vorsprung souverän gegen Michelle Dekker (Niederlande) durch.
Nach dem Teamwettbewerb auf der Simonhöhe am Samstag steigt am 31. Januar die Olympia-Generalprobe: Im slowenischen Rogla hat Hofmeister schon dreimal gewonnen.