Wintersport Olympia
US-Skeletoni Uhlaender bittet Vance um Hilfe
Skeletoni Katie Uhlaender will im Kampf um ihre Olympia-Teilnahme nicht klein beigeben und hat US-Vizepräsident JD Vance um Hilfe gebeten. "Er ist unser Olympia-Delegierter und genießt meines Wissens einen guten internationalen Ruf. Ich hielt das für eine gute Gelegenheit, auf die größte Bedrohung für den Sport aufmerksam zu machen: Wettbewerbsmanipulation", sagte Uhlaender der schwedischen Tageszeitung Expressen.
"Ich hatte immer geglaubt, Doping sei die größte Bedrohung für den Sport, aber es ist das hier", ergänzte Uhlaender. Die zweimalige Weltmeisterin aus den USA fühlt sich vom kanadischen Team um einen Platz bei den Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo betrogen.
Uhlaender hatte zuletzt vor der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs CAS eine Abfuhr kassiert. Diese erklärte sich für ihren Fall als nicht zuständig, weil er zu lange zurückliege.
Die 41-Jährige beklagt "offensichtliche Wettbewerbsmanipulation" der Kanadier durch den Rückzug von vier Starterinnen bei einem Rennen in Lake Placid. Uhlaender hatte im Januar auf ihrer Heimstrecke gesiegt, durch das kurzfristige Fehlen der Konkurrenz aber nicht die nötigen Qualifikationspunkte für Olympia sammeln können.
Kanada hätte einen seiner eigenen Olympia-Startplätze verlieren können, wäre das Quartett angetreten. Der Verband wies die Vorwürfe der Manipulation zurück, Grund für den Rückzug sei ein anstrengender Zeitplan gewesen. Eine Untersuchung des Internationalen Bob- und Skeletonverbandes sowie ein anschließender Einspruch von Uhlaender blieben ergebnislos.
Am vergangenen Samstag beantragte das US-Olympiakomitee, unterstützt von acht weiteren Ländern, die Schaffung einer Wildcard. Das Schreiben ging auch an IOC-Präsidentin Kirsty Coventry.