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Wellinger muss bei Skiflug-WM zuschauen
Vor zwei Jahren noch Silber, jetzt nur Zuschauer: Andreas Wellinger hat nach einem engen Training den Sprung in das deutsche Team bei der Skiflug-WM in Oberstdorf verpasst. Der zweimalige Olympiasieger musste im Kampf um einen Startplatz sowohl Karl Geiger als auch Pius Paschke den Vortritt lassen. Philipp Raimund und Felix Hoffmann waren aufgrund ihrer starken Vorleistungen für den Einzelwettkampf gesetzt.
Alle vier überstanden am Abend auch die Qualifikation für den am Freitag beginnenden Wettkampf der besten 40 Flieger. Den besten Eindruck hinterließ überraschend Geiger als Zehnter, gefolgt von Raimund (15.), Hoffmann (26.) und Paschke (28.). Überragender Mann war Vierschanzentournee-Gewinner Domen Prevc (Slowenien), der den Vorausscheid mit einem Flug auf 228,5 klar gewann und als Favorit in den Kampf um Gold geht.
Fehlen wird dann Wellinger. "Leider hat es Andi Wellinger nicht geschafft, im Team mit dabei zu sein. Die Jungs sind sehr, sehr eng beieinander gewesen. Es hat in letzter Konsequenz einfach die Sprungqualität entschieden", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher: "Es war sehr, sehr eng. Wir haben im Trainerteam lange beraten und sind zu der Entscheidung gekommen."
Wellinger hatte bei der WM 2024 am Kulm Silber hinter Stefan Kraft (Österreich) sowie Bronze mit der Mannschaft gewonnen. Auf der Heini-Klopfer-Schanze flog er am Donnerstag zweimal auf 200,0 m - zu wenig. Freuen durfte sich Geiger: Der Weltmeister von 2020 hatte am vergangenen Wochenende die Qualifikation für Olympia verpasst, schaffte es nun aber ins vierköpfige WM-Team.
Der neue Skiflug-Weltmeister wird am Freitag (16.00 Uhr) und Samstag (16.30 Uhr) in insgesamt vier Durchgängen ermittelt. Am Sonntag (16.15 Uhr/jeweils ARD und Eurosport) folgt zum Abschluss die Entscheidung im Teamwettkampf. Über die Besetzung des deutschen Quartetts wird dann neu entschieden.