umwelt Olympia
Weikert: Aufregung um Olympia-Wege wird sich legen
DOSB-Präsident Thomas Weikert glaubt, dass sich "die Aufregung um die Entfernungen" bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo bald "legen wird". Im Münchner Merkur/tz sagte Weikert: "Mir ist es auch nicht recht, dass ich von Cortina drei Stunden nach Predazzo brauche. Aber es ist, wie es ist."
Die Aussage des Alpinchefs Wolfgang Maier vom Deutschen Skiverband (DSV) von "Spielen zweiter Klasse" kann Weikert "überhaupt nicht" nachvollziehen. "Es gibt zwar kein kompaktes Dorf für alle, das ist im Winter allerdings auch etwas schwieriger", sagte er: "Den einen Ort, der die Traum-Infrastruktur, den Schnee und vorhandene Anlagen hat, den wird es in Zukunft nicht mehr geben."
Die Spiele von Mailand/Cortina (6. bis 22. Februar) finden großteils in bestehenden Anlagen statt. Diese aber erstrecken sich über 22.000 Quadratkilometer, von den Dolomiten bis zur Poebene. Maier stört sich vor allem an der Aufsplitterung der Alpinwettbewerbe: Die Frauen fahren in Cortina d'Ampezzo, die Männer im Stunden entfernten Bormio.
Eine Lösung für die Zukunft der Winterspiele könnte für Weikert ein "rollierendes System" mit festen Ausrichtern sein, für das sich auch Maier einsetzte. "Es wird aufgrund des Klimawandels zukünftig nicht mehr 15 Städte oder Regionen geben, die für Winterspiele infrage kommen. Da halte ich diese Idee für eine Alternative, über die es nachzudenken lohnt", sagte er.