Olympia 2026: Die kuriosesten Momente - Wutausbruch im Wald und "n Hund beim Langlauf?!"
Olympische Spiele 2026: Die kuriosesten Szenen
Die Olympischen Spiele sind vorbei. Nicht nur sportlich sorgten sie für unvergessliche Momente. ran blickt zurück auf kuriose und peinliche Aktionen rund um Olympia 2026 - von Frustabbau im Wald über schlüpfrige Probleme bis zu einem Rekordmann mit akutem Gaming-Notstand.
Mariah Carey singt "Voh-Lah-reh"
Der Auftritt von Mariah Carey war einer der Höhepunkte der Eröffnungsfeier der Spiele in Mailand. Unter anderem sang sie (vom Band) den italienischen Klassiker "Nel blu, dipinto di blu". In den TV-Bildern zu sehen: Der Teleprompter, der Carey den Liedtext in Lautschrift zeigte. So wurde aus "Volare" "Voh-Lah-reh" und aus "Infinito" "Een-Fee-Nee-Toe".
Eröffnungsfeier wird für RAI-Sportchef zum Fiasko
Richtig bitter lief die Eröffnungsfeier für Paolo Petrecca, Sportchef des italienischen Fernsehsenders RAI. Bei der TV-Übertragung unterliefen ihm zahlreiche Fehler. So hielt er IOC-Präsidentin Kirsty Coventry für die Tochter des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella. Auch Carey und eine italienische Schauspielerin brachte er durcheinander. Wenig später reichte der 61-Jährige seinen Rücktritt ein.
Sturla Holm Laegreid: Erst Medaille, dann Fremdgeh-Beichte
Der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid nutzte ein Interview nach dem Gewinn der Bronze-Medaille für ein ungewöhnliches Statement. Er gab öffentlich zu, seiner ehemaligen Freundin fremdgegangen zu sein und bat sie um eine erneute Chance. Mit der Aktion stellte er das Gold von Landsmann Johan-Olav Botn in den Schatten. Wenig später entschuldigte sich Laegreid erneut. Diesmal bei seinem Team: "Man könnte sagen, ich habe die Party ruiniert."
Gratis-Kondome im Olympischen Dorf schnell vergriffen
Die Gratis-Kondome für die Athletinnen und Athleten bei den Spielen waren bereits vor der letzten Wettkampfwoche vergriffen. "10.000 wurden benutzt, 2800 Athleten - man kann es sich ausrechnen", sagte Mark Adams, Sprecher des IOC. Immerhin: Die Organisatoren reagierten und sorgten für Nachschub. An die Sommerspiele von Paris dürften sie aber nicht herangekommen sein: Dort sollen es 300.000 Stück gewesen sein. Erstmals gab es Gratis-Kondome bei den Sommerspielen 1988 in Seoul.
Die Dating-Queen der Spiele: 2.500 Anfragen, aber kein neuer Freund
Schon vor Beginn der Spiele verkündete US-Rodlerin Sophia Kirkby, dass sie auf ihren Social-Kanälen Einblicke über das Dating während der Spiele geben wolle und sie die "begehrteste Junggesellin" des olympischen Dorfs sein werde. Und während der Spiele? Da bekam sie "schätzungsweise 15 bis 30 Anfragen pro Stunde", wie sie der "Bild" berichtete. Insgesamt sollen es über 2.500 gewesen. Zum Abschluss der Spiele postete sie dann: "Ich verlasse das Olympische Dorf ohne einen neuen Freund, aber ich bin stolz, dass ich mich gezeigt habe und gehe mit ein paar Telefonnummern und vielleicht zukünftigen Dates."
Penis-Trick beim Skispringen?
Schlüpfrig wurde es auch beim Skispringen. Denn zum Start der Spiele rückte eine kuriose Methodik in den Fokus, mit der Springer die Größe ihres Anzugs und damit die potenzielle Sprungweite erhöhen konnten: Durch eine Injektion von Hyaluronsäure können Springer ihren Penis vorübergehend vergrößern und sich so einen um ein paar Millimeter größeren Anzug erschleichen. Ein italienischer Chirurg bestätigte US-Medien, eine solche Vergrößerung bei einem Sportler durchgeführt zu haben. Der Weltskiverband FIS kündigte an, zur kommenden Saison eine neue Messmethode zur Ermittlung der Anzuggröße zu erarbeiten.
'n Hund beim Langlauf?!
Beim Teamsprint der Frauen im Langlauf sorgte auf einmal ein Hund für Aufsehen: Bei der Qualifikation tauchte im Zielbereich hinter der Kroatin Tina Hadzic und der Griechin Konstantina Charalampidou auf einmal der tschechoslowakische Wolfsbund Nazgul auf und lief bis ins Ziel. Die Besitzer erklärten später, der Hund sei wohl aus dem heimischen Garten ausgebüxt und auf die Langlaufstrecke gelaufen. FIS-Streckenchef Michel Rainer nahm Nazgul im Ziel in Empfang und sorgte dafür, dass er wohlbehalten wieder nach Hause kam.
Schummel-Eklat beim Curling
Das hat es bei den olympischen Curling-Wettbewerben noch nicht gegeben: Beim Vorrundenspiel zwischen Kanada und Schweden gerieten die beiden Teams in einen handfesten Streit. Schwedens Oskar Eriksson war dem Kanadier Marc Kennedy vor, den Stein illegal noch hinter der "Hog Line" berührt zu haben. Der wehrte sich und blaffte den Skandinavier mit "Verpiss dich", an. Im Nutz kursierende Videos gaben dem Schweden allerdings recht. Am Spielverlauf änderte das nicht, weil die Schiedsrichter vor Ort kein Fehlverhalten sahen. Am Ende holten Kanadas Männer übrigens Curling-Gold.
Jutta Leerdam im Luxus-Jet nach Mailand und zurück
Die niederländische Eisschnellläuferin Jutta Leerdam ist ein Social-Media-Phänomen mit 6,5 Millionen Followern allein auf Instagram. Entsprechend luxuriös war ihre Anreise zu den Spielen. Sie postete Fotos aus einem Luxus-Jet inklusive feinstem Essen. Und auch bei der Abreise ließ sie sich ein Posting nicht entgehen. Neu darauf: Ihre beiden Olympia-Medaillen.
Der Mann der Tausend Jacken
Wer die Eiskunstlauf-Wettbewerbe geschaut hat, wird wahrscheinlich bis in seine Träume von Benoit Richaud (r.) verfolgt. Denn der französische Choreograph betreut hleich 16 Athleten gleichzeitig und war entsprechend immer wieder bei den Punktevergaben der unterschiedlichsten Athleten dabei - und das in immer wieder wechselnden Jacken je nach Land der Athleten. Ein gefragter Mann.
Medaillen mit Konstruktionsfehler
Schon früh bei den Spielen wurde klar: Mit den Medaillen sollte man lieber vorsichtig umgehen. Bei mehreren Athleten rissen die Medaillen während des Jubels vom Band. Luca Casassa, Kommunikationschef der Spiele hab zu: "Bei einer begrenzten Zahl von Medaillen sind verschiedene Probleme aufgetreten." Nach einigen Tagen soll eine Lösung gefunden worden sein. Dann gab es auch keine kaputten Medaillen mehr zu sehen.
Von der Piste direkt in den Wald
Unvergessliche Szene beim Slalom der Männer: Nach Bestzeit im ersten Lauf fädelte Atle Lie McGrath im zweiten Lauf ein und schied aus. Seine Reaktion: Der Norweger warf seine Skistöcke weg, schnallte die Skier ab und stapfte frustriert in Richtung des nächsten Waldes, wo er sich in den Schnee warf und minutenlang seinen Frust verarbeitete. Erst mit Verspätung fuhr er noch in den Zielbereich. "Ich wollte Zeit für mich alleine haben", sagte McGrath danach.
Ski-Klau mitten im Rennen
Am letzten Wettkampftag erlebte die deutsche Langläuferin Katharina Henning Dotzler einen (unabsichtlichen) Ski-Klau. Beim Skiwechsel fuhr die russische, unter neutraler Flagge startende Darja Neprjajewa versehentlich in Henning Dotzlers Box und übernahm deren Skier. Immerhin: Das deutsche Betreuerteam reagierte in Windeseile und stellte noch rechtzeitig einen neuen Satz Skier bereit. Dennoch war der Ärger groß. DSV-Bundestrainer Peter Schlickenrieder forderte die Disqualifikation der Russin und sagte: "Das geht einfach nicht. Es ist so, als wenn man beim Formel 1 in die falsche Boxengasse reinfährt. Als wenn Ferrari zum McLaren fährt."
Wirbel um Maskottchen Tina
Bei den Medaillenzeremonien bekamen alle Athleten auch eine Plüschversion des Maskottchens. Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin verloren ihre jedoch noch an Ort und Stelle, wie Hase verriet. Im Trubel rund um die Siegerfotos seien ihre Maskottchen verschwunden. Vielleicht bekommt sie die Plüschtiere der kanadischen Eishockey-Spielerinnen als Ersatz. Ihre wenig begeisterten Gesichter beim Empfang der Maskottchen nach der Finalniederlage gegen die USA sprachen Bände und wurden in den sozialen Medien zum Meme.
Schneebläser vs. Skispringer
Bei der nordischen Kombination kam es zu einem kuriosen Unfall, der glücklicherweise glimpflich verlief. Der US-Amerikaner Benjamin Loomis wurde während seiner Anfahrt von einem Schneebläser getroffen, der die Spur schneefrei halten sollte. "Ich hatte Glück, dass es nur meine Schulter traf. Hätte es mich im Gesicht getroffen, wäre es ganz anders ausgegangen", so Loomis. Am Ende landete er bei 116 Metern.
Max Langenhan drückt den Kanzler weg
Wenn Carmen und Robert Geiss gratulieren, muss der Kanzler warten. So handhabte es jedenfalls Rodel-Olympiasieger Max Langehan. Der schaute sich nämlich nach seinem Sieg im Einsitzer ein Gratulationsvideo der Reality-Stars an, als der Kanzler anrief. Langenhan drückte den Anruf der unbekannten Nummer weg. Später kam es dann doch noch zur Aussprache. "Ich habe mich zehnmal voller Hochachtung entschuldigt", so Langenhan.
Gold nach zwölf Jahren Warten
Für die deutschen Biathleten lief es bei den Spielen mit nur einer Bronze-Medaille nicht wirklich gut. Da war sogar die Bilanz eines Quartetts besser, das seine Karriere längst beendet hatte. Die Männer-Staffel von 2014 erhielt in einer Medaillenzeremonie nachträglich Gold, nachdem den damaligen Siegern aus Russland wegen Dopings nachträglich Gold aberkannt wurde.
Gaming-Probleme beim Rekord-Olympioniken
Für Johannes Hösflot Kläbo lief in Italien fast alles rund: Er gewann alle sechs Rennen, an denen er teilnahm und ist nun mit elf olympischen Goldmedaillen der erfolgreichste Winter-Olympionike der Geschichte. Dabei ging es abseits der Loipe rumpelig los: Der bekennende Gamer haderte nämlich mit dem Internet in seinem Hotelzimmer: "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Verbindung wirklich schlecht war." Daraufhin zog Kläbo inklusive seines "Gaming-Koffers" aus Bildschirm und Konsole in die Unterkunft des norwegischen Trainers Arild Monsen um.