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Tennis

Privatsphäre-Debatte bei Australian Open: "Eine Gratwanderung"

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© AFP/SID/MARTIN KEEP

Australian-Open-Chef Craig Tiley hat sich nach Kritik von Tennnisstars wie Coco Gauff und Iga Swiatek in die Debatte um Privatsphäre bei dem Turnier in Melbourne eingeschaltet. "Wir möchten den Spielern zuhören, wir möchten wirklich verstehen, was ihre Bedürfnisse und Wünsche sind", sagte Tiley dem Tennis Channel, "das ist also die erste Frage, die wir stellen werden."

"Wir haben euch gehört und werden alle notwendigen Anpassungen vornehmen", erklärte Tiley, wies aber auch darauf hin, dass sich zwar unter anderem im Fitnessraum Fernsehkameras befänden, andere Orte jedoch tabu seien – darunter die Umkleidekabinen, der Trainerraum und die Erholungsräume.

"Es ist ein schmaler Grat zwischen der Werbung für die Spieler und der Werbung für die Veranstaltung und der Platzierung der Kameras", sagte Tiley: "Wir werden dies weiterhin überprüfen und sicherstellen, dass die Spieler damit einverstanden sind." Gleichzeitig wolle man aber auch Fans und Sportler näher zusammenbringen, "da wir glauben, dass wir als Tennisspieler wirklich dazu beitragen können, ihren Wert und auch die Liebe der Fans zu ihnen zu steigern". Es sei "eine Gratwanderung, die wir weiterhin gehen müssen".

Die Debatte über Privatsphäre war ausgelöst worden, als French-Open-Siegerin Gauff nach ihrer Viertelfinalniederlage gegen Elina Switolina (1:6, 2:6) ihren Schläger im Innenraum zertrümmert hatte und dabei von Kameras eingefangen worden war. Im Anschluss hatte Gauff ihren Unmut darüber geäußert, dass ein privater Moment, in dem sie ihrer Frustration Luft machte, weltweit ausgestrahlt worden war.

Mehrere Spielerinnen waren Gauff zur Seite gesprungen. Unter anderem hatte die Weltranglistenzweite Swiatek ihr den Rücken gestärkt: "Die Frage ist: Sind wir Tennisspieler oder sind wir Tiere im Zoo, die sogar beim Kacken beobachtet werden?"

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