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"Noch nie so nah dran": Lüneburg selbstbewusst vor Spitzenspiel
Dass die Volleyballer der SVG Lüneburg Langzeitdominator BR Volleys ein Schnippchen schlagen, ist längst nichts Neues mehr. Aller Erfolge zum Trotz sei es dennoch "ein ungewohntes Gefühl, als Spitzenreiter in dieses Duell zu gehen", sagte Cheftrainer Stefan Hübner vor dem Aufeinandertreffen mit den Berlinern in der Bundesliga am Samstagabend (19.00 Uhr/Dyn).
Denn das über Jahre so ungleiche Duell ist inzwischen offen: Zwar schob sich Doublesieger Berlin in den zurückliegenden Wochen wieder auf Tabellenplatz zwei vor, im Lot ist damit in der Hauptstadt aber nicht alles. Die Entlassung von Cheftrainer Joel Banks vor erst gut einer Woche zumindest sprach Bände.
Für Vizemeister Lüneburg, der nahtlos an seine Erfolge des Vorjahres anknüpft, geht es dagegen längst nicht nur um den nächsten Push für das Selbstbewusstsein. Denn in diesem Jahr schielt man im Norden auch auf andere Dinge - einen Titel hat die Mannschaft auch aufgrund der bislang unbrechbaren Dominanz des Serienmeisters noch nicht gewonnen. "Gefühlt waren wir noch nie so dran wie jetzt", sagte Hübner zwar, aber: "Dadurch haben wir noch nichts gewonnen."
Ein Finale hat die SVG immerhin bereits erreicht, im Februar spielt die Mannschaft um den Pokalsieg. Und Hübner, nach zwölf Jahren an der Seitenlinie der SVG noch immer der Erfolgsgarant, will noch mehr - ganz entscheidend sei schließlich, "was am Ende in den Play-offs passiert". Auf die Tabellenführung gibt er wenig, wichtiger sei es stattdessen "weiter Gas zu geben und sich nicht auf diesem ersten Platz auszuruhen".
Der Berliner Krise der letzten Wochen will der Coach daher keine zu große Bedeutung zumessen, zusätzlich könne auch der Trainerwechsel der "Mannschaft schon einen kleinen Energieschub geben". Die Volleys haben sich stabilisiert, warnte Hübner: "Das wird jetzt ein ganz anderes Spiel."