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Wintersport

Skispringen: Nach Penis-Wirbel - Weltverband überprüft neue Messtechnik

  • Veröffentlicht: 20.02.2026
  • 00:05 Uhr
  • ran.de

Nach dem Wirbel um Penis-Manipulationen überprüft der Skisprung-Weltverband mögliche neue Messmethoden.

Seit dem Anzug-Betrugsskandal bei der Skisprung-WM in der vergangenen Saison steht die Körpervermessung und die Materialkontrolle bei der Wintersportart vermehrt im Fokus. Und trotz schärferer Regeln besteht immer noch Handlungsbedarf.

Anfang Januar berichtete die "Bild", dass bei der einmaligen Körpervermessung mit einem 3-D-Scan zu Beginn der Saison durch einen vergrößerten Penis mehr Anzugstoff und damit aerodynamische Vorteile in der Luft erschummelt werden können.

"Wir haben uns im Nachgang dieses Berichts auch mit unseren Ärzten unterhalten, ganz seriös. Sie haben gesagt, dass man durch eine Hyaluron-Spritze oder andere Maßnahmen etwas verändern könnte", äußerte DSV-Sportboss Horst Hüttel.

Die Messmethode im Hinblick auf die Weichteile muss also verändert werden, wie aber kann dies geschehen?

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Skispringen: Fis arbeitet an neuer Messmethode

"Wir arbeiten im Hintergrund bereits an Methoden, dass das schwierige Thema verbessert wird. Wir favorisieren eine Knochenmessung, auch eine manuelle. Sprich, dass man ganz wie in alten Zeiten markante Körperpunkte festlegt, wie zum Beispiel der Hüftknochen, und dann mit einem Maßband arbeitet. Auch eine Messung an der Außenseite ist möglich und der Schritt wird dann prozentual dazugerechnet", so der Chef-Materialkontrolleur der Fis, Mathias Hafele.

In diesem Fall würde es sich nicht mehr lohnen, den Penis zu vergrößern.

"Wir möchten bereits bis zur neuen Saison eine neue Messmethode eingeführt haben. Wir, die Fis, arbeiten eng mit den Nationen zusammen. Wir stimmen uns auch mit dem medizinischen Komitee ab", so Hafele.

Und weiter: "Ich analysiere gerade sämtliche Möglichkeiten, die auf dem Markt sind. Doch es braucht eben Zeit. Das erste Meeting für die kommende Saison wird im März beim Weltcup-Abschluss stattfinden. In der Fis-Vollversammlung im Sommer wird dann abgestimmt."

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Röntgen bei den Skispringern als Lösung?

Laut dem Bericht wird zudem über eine Röntgen-Methode nachgedacht. So wäre wohl die DEXA-Methode, welche zur Messung von Knochendichte, Körperfettanteil und Muskelmassen verwendet wird, eine Möglichkeit. "Da wird im Liegen gemessen. Auch das wäre möglich. Wir prüfen alle Optionen."

Dazu kommt: Einige Nationen sollen bereits vorgeschlagen haben, dass nach jedem Springen alle Anzüge eingesammelt, abgeschlossen und erst für den nächsten Wettkampf wieder zur Verfügung gestellt werden sollen.

Manipulationen wären damit wohl ausgeschlossen, aus versicherungstechnischen Gründen dürfte dies aber wohl schwierig werden.

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