Die Tennis-Ikonen Novak Djokovic und Rafael Nadal - Bildquelle: AFP/SID/MARTIN BUREAUDie Tennis-Ikonen Novak Djokovic und Rafael Nadal © AFP/SID/MARTIN BUREAU

Paris (SID) - Für Alexander Zverev bleiben Rafael Nadal und Novak Djokovic die "Favoriten Nummer eins und zwei" für die am Sonntag beginnenden French Open - trotz des kometenhaften Aufstiegs des spanischen Jungstars Carlos Alcaraz. "Es braucht mehr, um ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen, als nur gut Tennis zu spielen", sagte Zverev am Freitag in Paris.

Er habe sich gemeinsam mit seinem Vater Alexander senior und Trainer Sergi Bruguera das Training von Rekordsieger Nadal (Spanien) angeschaut. "Es ist schon lustig", sagte Zverev: "Plötzlich ist seine Vorhand 20 Meilen schneller, und er bewegt sich leichtfüßiger. Da gibt es etwas auf diesem Platz, das ihn um 30 Prozent besser macht."

Auch der Weltranglistenerste Djokovic (Serbien) finde wieder zu seiner Form. "Er wird von Tag zu Tag auf Sand besser, und er hat fantastisch in Rom gespielt", sagte Zverev, der aber auch bei sich selbst eine Leistungssteigerung ausgemacht hat: "Ich glaube, ich habe mein Level mit jedem Sandplatzturnier gesteigert, daher hoffe ich, mein echtes Tennis hier zu spielen."

Bisher ist der Olympiasieger im Jahr 2022 noch ohne Turniersieg, das sei "natürlich ein bisschen enttäuschend", gab Zverev (25) zu, aber "wenn ich hier den Titel gewinne, bin ich mehr als glücklich mit meiner Sandplatzsaison".

Zum Auftakt trifft der Hamburger auf einen Qualifikanten, ansonsten hielt die Auslosung am Donnerstagabend weniger gute Nachrichten für Zverev bereit. In der oberen Hälfte tummeln sich mit ihm alle Favoriten: Nadal, Djokovic und Alcaraz, der sich zuletzt mit den Triumphen in Barcelona und Madrid in den Kreis der Mitfavoriten gespielt hatte. "Wahrscheinlich", vermutete Zverev, "wird der Roland-Garros-Champion aus der oberen Hälfte kommen".