Artem Bahmet (u.) machte beim Spiel der ITF-Qualifikation in Doha keinen ein... - Bildquelle: imago images/Westend61Artem Bahmet (u.) machte beim Spiel der ITF-Qualifikation in Doha keinen einzigen Punkt. © imago images/Westend61

München/Doha - Mit 0:6, 0:6 wurde der Ukrainer Artem Bahmet bei der Qualifikation für das ITF-Turnier in Doha von seinem thailändischen Gegenspieler Krittin Koaykul regelrecht vom Platz gefegt.

Keinen einzigen der 48 Ballwechsel konnte Bahmet letztlich für sich entscheiden - wie auch? Der Ukrainer kann nämlich gar nicht richtig Tennisspielen, wie einige Ausschnitte des Debakels mehr als eindeutig belegen. 

Wettskandal? Bahmets Freund kassierte bei Livewetten ab

Die auf dem ersten Blick vielleicht kuriosen Ereignisse in Doha könnten aber ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen. Bahmets Freund, ein gewisser Nikolaj Trusch, kassierte nämlich durch sein Insiderwissen über die nicht wirklich vorhandenen Tennis-Skills des Ukrainers durch Livewetten auf das 0:6, 0:6-Debakel mehrere tausend Euro. Trusch setzte etwa 83 Euro darauf, dass der Thailänder Koaykul vier Punkte in Folge machen würde. Dafür alleine gab es einen Wettgewinn von 332 Euro.

"Mit Wetten auf dieses Match haben wir eine Reise für uns beide nach Doha finanziert", schrieb Trusch anschließend in den sozialen Netzwerken. Besonders dreist: Trusch selbst ist Mitarbeiter eines Wettblogs namens "Montecristo-Bet". Der Tennis-Weltverband ITF hat sich bislang aber noch nicht dazu geäußert, ob und welche Konsequenzen das mögliche Skandal-Spiel von Doha nach sich ziehen könnte. In den Qualifikationswettbewerb in Doha rutschte Bahmet übrigens über die Warteliste, auf die er als registriertes Vereinsmitglied, das zudem vor Ort war, kam.

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