Treffen in Woche 7 aufeinander: Die Auburn Tigers (l.) sind zu Gast bei den ... - Bildquelle: Getty ImagesTreffen in Woche 7 aufeinander: Die Auburn Tigers (l.) sind zu Gast bei den South Carolina Gamecocks © Getty Images

München - South Carolina Gamecocks (1-2) gegen Auburn Tigers (2-1) - so lautet die Paarung des College-Spiels am Samstag ab 17:45 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de. Vorher stimmen wir Euch mit Wissenswertem zu beiden Teams auf das Duell ein.

- Tigers-Schlachtruf lautet "War Eagle"

Warum haben die Auburn Tigers denn eigentlich einen Schlachtruf mit einem "Eagle" im Namen? Die Legende besagt, dass während des ersten Footballspiels der Auburn University gegen die Georgia Bulldogs im Jahre 1892 ein ehemaliger Soldat des Bürgerkriegs auf der Tribüne saß und zufällig einen Adler dabei hatte, den er im Krieg gefunden hatte.

Während des Spiels büchste ihm dieser aus und flog über das Footballfeld, was die Fans dazu inspirierte "War Eagle" zu rufen! Heute ist es in Anlehnung an diese Geschichte zur Tradition geworden, vor dem Spiel den Adler gefolgt vom Schlachtruf fliegen zu lassen, und außerdem gilt der Ausspruch als eine Art Begrüßung unter Auburn-Fans.

- Running Back Bo Jackson spielte einst für Auburn

Das wohl berühmteste Kind seiner Universität ist Running Back Bo Jackson, der Mitte der 1980er Jahren seine Schuhe für die Auburn Tigers schnürte. In vier Saisons als Tiger erreichte Bo Jackson mehr als 4300 Yards, erzielte außerdem unglaubliche 45 Touchdowns. Er kam auf einen Saison-Mindestwert von unglaublichen 5,5 Yards pro Carry und gewann folgerichtig 1985 die Heisman Trophy für den besten College-Football-Spieler.

1986 wurde Jackson mit dem Nummer-1-Pick von den Tampa Bay Buccaneers ausgewählt. Während seiner NFL-Karriere spielte er einmal im Pro Bowl und kam später zu All-Star-Ehren als Baseball-Spieler in der MLB für die Kansas City Royals.

- Cam Newtons legendäres Tigers-Jahr

Während Jackson einer der größten war, die jemals das Auburn-Trikot tragen durften, war es ein anderer, der die wohl beste individuelle Saison in der Geschichte der Tigers bestritt.

Im Jahr 2010 spielte ein gewisser Cam Newton seine einzige Saison als Quarterback für Auburn und führte das Team zu einer 14-0-Bilanz in der Regular Season sowie zum Sieg im SEC- und National-Championship-Game. Er warf dabei für mehr als 2800 Yards, erreichte 30 Touchdowns bei nur sieben Interceptions, erlief außerdem weitere 1400 Yards und 20 Touchdowns.

Kein Wunder, dass dieser Gala-Auftritt als eine der größten individuellen College-Football-Saisons überhaupt in die Geschichte einging und Newton so der große Hoffnungsträger der Carolina Panthers wurde, die ihn 2011 mit dem ersten Auswahlrecht beim Draft zu ihrem Quarterback machten.

- Heisman hat Tigers-Vergangenheit

Der legendäre Coach John Heisman, nach dem die Trophäe benannt ist, die den jährlich besten College-Footballspieler des Landes auszeichnet, war selbst von 1895 bis 1899 Trainer der Auburn Tigers. Seine Teams verdienten sich in diesen Saisons eine Bilanz von zwölf Siegen bei vier Niederlagen und zwei Unentschieden.

- Auburn gelang ein "Kick Six"

Im "Iron Bowl" 2013, also dem Rivalry-Game zwischen den Auburn Tigers und der Alabama Crimson Tide, kam es zur vielleicht spektakulärsten Schlussminute im College-Football. Mit noch wenigen Sekunden auf der Uhr entschied sich Nick Saban, Head Coach der Crimson Tide bei einem Spielstand von 28:28 für einen Field-Goal-Versuch aus 57 Yards, der das Spiel entscheiden sollte - und das tat er auch.

Tatsächlich fehlten dem Versuch des Alabama-Kickers einige Yards zum "guten Versuch" und der Ball landete im hinteren Ende von Auburns Endzone. Von hier aus trug Kick-Returner Chris Davis das Ei über 109 Yards in die Endzone der Alabama Crimson Tide, womit Auburn das Spiel mit 34:28 gewann.

Davis zog damit mit einem gewissen Odell Beckham jr. gleich, der in der selben Saison bereits einen 100-Yards-Return-Rekord erzielte (als einen solchen wertet die NCAA einen 109-Yards-Return). Die Partie war dazu das bis dato quotenstärkste College-Football-Spiel, gefühlt saß die Hälfte der US-Bevölkerung in der letzten halben Stunde vor dem Fernseher.

 

- Gamecocks sind nach Kriegsheld benannt

Von wegen einfach nur kämpfende Hähne. Nicht nach dem Tier, sondern nach einer Person ist das Team der University of South Carolina benannt. Der Name der Sportmannschaften der USC geht zurück auf den Revolutionskriegshelden Thomas Sumter.

Der Brigadegeneral und spätere Senator von South Carolina wurde auch der "Carolina Gamecock" genannt, weil er - so die amerikanische Geschichtsschreibung - unerschrocken kämpfte wie ein Hahn im Kampf. Es gibt außerdem eine nach ihm benannte Straße, die durch den Campus der University of South Carolina führt.

- Fans wedeln weiße Tücher zum Song "Sandstorm"

Es gibt wohl nichts größeres, als wenn mehr als 84.000 Fans während des Songs "Sandstorm" vor dem Kickoff auf den Rängen abgehen und mit weißen Tüchern wedeln, so wie es im Williams-Brice Stadium Tradition ist.

- Mittwochs gibt es Hähnchen

Wenn man auch nicht so genau weiß, woher der Brauch auf dem Campus der South Carolina Gamecocks kommt, so ist es doch Tradition geworden, dass sich jeden Mittwoch die Studentenschaft in den Mensen versammelt und gemeinsam Hähnchen verdrückt. Das gilt natürlich auch für die Footballer, die fest zum Teil der studentischen Community gehören.

- Einziger Heisman-Trophy-Gewinner war Running Back

Die South Carolina Gamecocks haben in ihrer Schul-Geschichte bisher nur einen Heisman-Gewinner hervorgebracht. Running Back George Rogers erlief in der Saison 1980 satte 1781 Yards für 14 Touchdowns und führte das Team so fast im Alleingang zu einer 8:4-Bilanz. Passenderweise landete Rogers im NFL Draft 1981 als Nummer-1-Pick bei den New Orleans Saints und holte sich in derselben Saison auch noch den Offensive-Rookie-of-the-Year-Titel.

Später wurde er noch Super-Bowl-Sieger mit den Washington Redskins - ja, lange ist es her. Der zweite erste Pick im Draft war dann tatsächlich erst Defensive End Jadeveon Clowney, der im Jahr 2014 zu den Houston Texans ging. Inzwischen spielt Clowney bei den Tennessee Titans.

- Gamecocks-Stadion bei Rekord mit mehr Zuschauern als Plätzen

Die bisherige Rekord-Zuschauerzahl im Williams-Brice Stadium wurde am 6. Oktober 2012 gemessen. Damals spielten die Gamecocks zur besten Sendezeit und auf Rang 6 der besten Teams des Landes platziert gegen die Nummer 5, die Georgia Bulldogs.

In einem der wohl vollsten Stadien in der Geschichte des College-Football sahen 85.199 Fans (bei nur 80.000 Sitzplätzen) einen 35:7-Sieg des Heimteams. An diesem Wochenende unterstehen die Gamecocks in dieser Hinsicht den Auflagen des Bundesstaates South Carolina in der Corona-Pandemie. Es werden bis zu 17.000 Zuschauer in den "Swamp" hineingelassen.

- Nach Spiel singen Gamecocks mit Campusband "Forever to thee!"

Eine der wohl schönsten Traditionen der Gamecocks ist das Singen dieses Songs zu Ehren der Alma Mater. Egal also, ob Sieg oder Niederlage - sobald der Schlusspfiff ertönt, macht sich das Team auf den Weg zur Campusband auf den Rängen und es wird gemeinsam gesungen.

- Der beste Stadioneinlauf im College-Football

Vorsicht, Gänsehautgefahr! Den Gamecocks wird der beste Stadioneinlauf im College-Football nachgesagt. Zu den Klängen von "2001: A Space Odyssey" stürmt das Team aus dem Locker Room.

Die Idee dazu kam einem früheren Spieler, der einst Elvis Presley genau zu diesem Song die Bühne betreten sah. Der damalige Head Coach Joe Morrison begründete dann im ersten Spiel der Saison 1983 diese Tradition.

Nils Müller

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