Der nächste Oklahoma-Star? - Bildquelle: GettyDer nächste Oklahoma-Star? © Getty

München - Der Vergleich ist natürlich sofort da. Er ist unabdingbar, weil er nicht nur auf der Hand liegt, sondern auch zeigt, wie wichtig Jalen Hurts für die Oklahoma Sooners ist.

Er setzt die Tradition der Top-Quarterback fort: 2017 gewann Baker Mayfield die Heisman Trophy und wurde im Draft der Nummer-eins-Pick, 2018 folgte Kyler Murray. Nun ist Hurts an der Reihe. 

Und er startet in seinem Senior-Jahr nochmal richtig durch.

Starke Statistiken

Das spiegelt sich in der Statistik wider. Mit den Sooners steht er vor dem Spiel bei den Kansas State Wildcats (Samstag ab 17.45 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de) bei einer sauberen 7-0-Bilanz.

Der Passgeber selbst bringt dabei starke 74,03 Prozent seiner Pässe zum Mann, dazu 2074 Passing Yards. Auf 30 Touchdowns kommt er so insgesamt, bei drei Interceptions. Bei vier der sieben Spiele lag sein Quarterback-Rating bei mindestens 95.

Zudem läuft er selbst. Reichlich sogar. Beeindruckende 705 Yards sind es bisher. 

Vergleicht man ihn anhand der Zahlen mit seinen beiden erfolgreichen Vorgängern, ist Hurts in einigen Kategorien besser unterwegs. Zum Beispiel beim Laufspiel, bei der Genauigkeit und den Touchdowns.

Es ist also kein Wunder, dass Hurts neben Quarterback-Kollegen wie Tua Tagovailoa (Alabama), Justin Fields (Ohio State) oder Joe Burrow (LSU) inzwischen auch zu den heißesten Anwärtern auf die Heisman Trophy zählt.

Während des wichtigsten Spiels auf die Bank verband

Was für eine erfolgreiche Karriere aber auch unabdingbar ist: das Gefühl der Niederlage. Nach Rückschlägen wieder aufstehen, sich neu orientieren und durchstarten. Daraus lernen, vielleicht einen Schritt zurück oder zur Seite gehen. Sich darüber im Klaren sein, dass es nicht nur nach vorne gehen wird. Der Lernfaktor ist wichtig bei dem Tempo, mit dem eine Karriere vorwärts kommt.

So gesehen hat Hurts schon eine wichtige Erfahrung gemacht, an jenem 8. Januar 2018: Immerhin ist das National Championship Game das wichtigste Spiel eines jeden College Spielers. Doch Alabama-Coach Nick Saban entscheidet sich in der Halbzeit für einen Quarterback-Wechsel.

Beim Stand von 13:0 für Georgia lässt Saban den Starting Quarterback Jalen Hurts auf der Bank. Für ihn kommt Freshman Tua Tagovailoa auf den Platz und führt Alabama zum Comeback-Sieg.

"Nach dem National-Championship-Spiel saß ich mit meiner Familie im Hotel und weinte", erzählt Hurts dem Sportsender "ESPN" einige Monate später.

Wechsel zu den Oklahoma Sooners

Tagovailoa sicherte sich vergangene Saison den Starterplatz, Hurts musste sich mit der Backup-Rolle zufrieden geben. Anfang dieses Jahres lagen Hurts zwei Optionen vor: Entweder Backup für Tagovailoa bleiben oder ein neues College. Hurts entschied sich für Letzteres und wechselte zu den Oklahoma Sooners.

Am 19. August ernannte Trainer Lincoln Riley den Quarterback zum Starter. Der 21-Jährige zeigte in den ersten sieben Spielen die Fertigkeiten, die ihn zu einem der besten Quarterbacks im College machen: Genauigkeit bei seinen Pässen, Wurfkraft und außergewöhnliche Mobilität. 

"Ein reifer Typ"

Einen wundert das nicht: Ex-Coach Saban.

"Jalen ist ein sehr reifer Typ. Er hat ein einzigartiges Können und hat sich dramatisch verbessert. Weil er am Passen gearbeitet hat, einen guten Trainer hatte und er wusste, dass es etwas war, in dem er besser werden musste. Es überrascht mich überhaupt nicht."

Andreas Reiners/Tim Rausch

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