College Football: Maryland Terrapins at Indiana Hoosiers live auf ProSieben ... - Bildquelle: Getty ImagesCollege Football: Maryland Terrapins at Indiana Hoosiers live auf ProSieben MAXX und ran.de © Getty Images

München - Am Samstag, 28. November, steht für die Maryland Terrapins und die Indiana Hoosiers der siebte Spieltag an. #ranCollege überträgt die Partie ab 17:45 live auf ProSieben MAXX und ran.de.

Zur Einstimmung einige spannende Fakten zu beiden Teams. 

Maryland Terrapins

Die Diamantrücken-Schlidkröte:

Noch von 1856 bis 1916, als die University of Maryland noch als Maryland Agriculutral College bekannt war, nannte man die Sportteams der Schule stilecht die "Farmers" oder auch "Aggies".

Während der Saison 1923 war es dann plötzlich die altehrwürdige New York Times, die angelehnt auf eine lokal-ansässige Vogelart, aber auch angelehnt an das örtliche Pro-Baseball-Team (4 Minuten Fahrtzeit vom Medical Center der Universität zum Stadion der MLB-Baltimore Orioles) das Team Orioles nannte.

 

1932 schließlich schlug Curley Byrd vor, der Namensvetter könnte doch die Diamantschildkröte werden, die gerade in der naheliegenden Chesapeake Bay Area enorm häufig vorkommt. Als sich das studentische Zeitung in "The Diamondback" und die Teams als "Terps" bezeichnete, war die Namensänderung quasi perfekt.

Bunte Mischung:

Ursprünglich traten die Teams der Schule in Grau und Maroon auf, während Senior-Klassen sogar manchmal selbst entschieden, in welchen Trikotfarben sie auflaufen wollten. Eine offizielle Farbgebung für das Team gab es also erst einmal nicht.

In modernen Zeiten versuchte man dies wohl ein wenig zu überkorrigieren und wählte als Grundlage für das neue Farbschema die Flagge des Staates Maryland. Das Ergebnis sind Trikots die nicht nur schwarz-gold, sondern auch noch weiß und rot beinhalten – eine zumindest unkonventionelle Kombination, aber ein Hingucker in der College-Football-Landschaft allemal.

Immerhin ist die Schule die einzige, die vier offizielle Teamfarben eingetragen hat.

Terp Alley:

Ungefähr zwei Stunden vor jedem Spiel gehen die Fans der Terps bei "Testudo" vorbei. Damit ist natürlich nicht das Stoffmaskottchen gemeint, das die Basketball- und Footballspiele der Universität unterstützt, sondern eine der unzähligen Bronzestatuen einer Diamantschildkröte, die auf dem Campus verteilt sind und hier im speziellen – diejenige in der "Terp Alley".

Diese durchlaufen nicht nur die Fans, sondern auch die Marching Band sowie die Spieler des Teams vor jedem Heimspiel und pilgern gemeinsam zum Stadion. Das Berühren der Statue (und der anderen Statuen) soll dabei nicht nur sportlich, sondern auch in der akademischen Laufbahn oder der Liebe Glück versprechen.

"Newspaper Shaking"

Eine wunderbare Tradition aus den Basketballspielen der Universität ist das demonstrative Lesen der studentischen Zeitung "The Diamondback", wenn das gegnerische Team vorgestellt wird und einläuft. Klar, ein wenig respektlos ist das schon, aber der Blick in die Kurve voller Zeitungen allemal unschlagbar.

Ausrollen der Flagge

Auch im Footballstadion hingegen gehört es vor jedem Spiel zum guten Ton, zwei gigantische Teile der Staatsflagge von Maryland die Ränge herunter zu entrollen, um so eine feine Choreographie aufzuführen. Dazu spielt der Song "2001: A Space Odyssey".

 

Indiana Hoosiers

Lee Corso:

Lee Corso ist ehemaliger Head Coach der Indiana Hoosiers und war von 1973 an im Amt. Er verließ damals die Louisville Cardinals für Indiana und schaffte in seiner Karriere bis 1980 zwei Winning-Seasons. Das hört sich alles nicht so klasse an: hier hat Herr Corso auch eher deswegen einen Platz, weil er in seiner Rolle in der amerikanischen College-Football-Gameday-Show, die nicht nur jeden Samstag bei den größten College-Football-Spielen gastiert, sondern auch eine der größten des Landes ihrer Art, absoluten nach-sportlichen Kult erreicht hat.

Legendär sind vor allem seine charmant-humorvolle Art, sowie seine Pregame-Predictions in denen er immer wieder mit verrückten Kopfbedeckungen aus dem Kosmos der College Teams verblüfft.

Legendär schlecht?

Ende 2017 hatten die Hoosiers mal den Ruf weg, genau das College-Football-Programm zu sein, das in ganz Amerika die meisten Spiele verloren habe (672). Nicht nur dass, auch die Winning-Percentage (.419) ist folgerichtig die neunt-schlechteste aus 128 FBS-Programmen.

Dieses Jahr hingegen sieht es bisher richtig gut aus: Mit einem Record von 4-1, einem Herzschlag-Sieg von 36 zu 35 gegen die damalige Nummer 8 PSU sowie einer ordentlichen Leistung in der vergangenen Woche (erste Niederlage: 42-35 L gegen #3 Ohio State) belegt man zurzeit den 12. Platz der Gesamtwertung und überrascht damit doch sehr.

Hoosier State:

Wer sich fragt, woher dieser Name kommt, der muss nicht weiter schauen, als in die Geschichte des US-Bundesstaates Indiana selbst. Eine populäre Deutung des Namens ist dabei, dass es sich um eine im lokal-Kolorit ausgesprochene Form des Ausspruchs "Who is there?" oder auch des Ausspruchs "Whose ear?" handelt.

Ja – wir sprechen hier über die Frage, wem denn dieses Ohr wohl gehöre?! Die ersten Einwohner Süd-Indianas waren großgewachsene Bergbewohner aus Kentucky, was auch dazu geführt hat, dass sich nicht nur stolz "Hoosier" genannt wird, sondern "Hoosier" auch als Schimpfwort verwendet wird: es heißt so viel wie "Hinterwäldler" oder geht in die Richtung der Beschuldigung ein "Redneck" oder "White Trash" zu sein.

Trophies:

Die Liste der verrückten Wanderpokale im College-Football ist lang: Dass jedoch in Indiana jährlich um ein altes Eichenfass gespielt wird – darauf muss man erstmal kommen. Die Indiana Hoosiers spielen jährlich im Rivalry Game um den "Old Oaken Bucket" gegen die Purdue Boilermakers.

Das erste Spiel fand dabei im Jahre 1891 statt und wird seitdem jährlich neu ausgetragen. Der Name des Spiels basiert dabei auf einem alten Gedicht von Samuel Woodworth welches beginnt:

"How dear to this heart are the scenes of my childhood,

When fond recollection presents them to view!

The orchard, the meadow, the deep-tangled wild-wood,

And every loved spot which my infancy knew!

...And e'en the rude bucket that hung in the well—

The old oaken bucket, the iron-bound bucket,

The moss-covered bucket which hung in the well."

Gegen Michigan State spielen die Hoosiers im Übrigen im Rivalry Game um einen alten Messing Spucknapf. Den konnte man sich vorletzte Woche schon mit einem 24-0 Sieg sichern. Einen Blick in den Trophäenschrank möchte man doch mal werfen.

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