Baseball-Fans aus den USA müssen sich noch gedulden - Bildquelle: AFP/GETTYSID/BOB LEVEYBaseball-Fans aus den USA müssen sich noch gedulden © AFP/GETTYSID/BOB LEVEY

New York (SID) - Im Streit um einen neuen Tarifvertrag ist es in der nordamerikanischen Major League Baseball (MLB) zu ersten Spielabsagen gekommen. Die Liga teilte am Freitag mit, dass die Vorsaisonspiele in Arizona und Florida, die am 26. Februar beginnen sollten, nicht vor dem 5. März stattfinden werden.

Die MLB befindet sich seit fast drei Monaten mit der Spielergewerkschaft in Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Anfang Dezember 2021 war der Streit eskaliert, es kam erstmals seit 1994 zu einem sogenannten Lock-out. Demnach dürfen Spieler und Teams vorerst nicht mehr miteinander sprechen, es sind keine Transferverhandlungen möglich.

Am Donnerstag hatte die Spielergewerkschaft den Klubbesitzern der MLB einen überarbeiteten Vorschlag des Vertrags vorgelegt. Zuvor soll es insbesondere bei den Verhandlungen über die Verteilung der Einnahmen in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar Unstimmigkeiten gegeben haben.

Die MLB erklärte, am Montag an den Verhandlungstisch zurückkehren zu wollen. "Alle 30 Vereine sind sich einig in ihrem Wunsch, die Spieler zurück auf das Spielfeld und die Fans zurück auf die Tribüne zu bringen. Wir sind entschlossen, eine Einigung zu erzielen, die für beide Seiten fair ist", heißt es in einer Mitteilung der Liga.

Die MLB hat sich eine Frist bis zum 28. Februar gesetzt, damit die reguläre Saison wie geplant am 31. März beginnen kann. MLB-Commissioner Rob Manfred hatte vergangene Woche bereits gesagt, dass jede verpasst Partie ein "katastrophales Ergebnis" des Streits wäre.

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