NBA reagiert auf Skandal um Suns-Besitzer Sarver - Bildquelle: AFP/GETTYSID/CHRISTIAN PETERSENNBA reagiert auf Skandal um Suns-Besitzer Sarver © AFP/GETTYSID/CHRISTIAN PETERSEN

Köln (SID) - Wegen Rassismus und Frauenfeindlichkeit hat die Basketball-Profiliga NBA den Besitzer der Phoenix Suns für ein Jahr gesperrt und mit einer Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen Dollar belegt. Die Entscheidung gegen Robert Sarver gab die Liga nach einer Befragung von 70 aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern der Franchise bekannt.

Sarver, dem auch die Phoenix Mercury aus der Frauen-Profiliga WNBA gehören, muss ein Programm absolvieren, das sich auf Respekt und angemessenes Verhalten am Arbeitsplatz konzentriert. Der 60-Jährige darf sich nicht mehr in der Nähe von NBA- oder WNBA-Einrichtungen aufhalten - einschließlich Büros und Trainingsstätten.

Im Vorjahr hatte es Berichte gegeben, wonach bei den Suns eine "toxische Arbeitsatmosphäre" herrsche. Sarver bezeichnete die Gerüchte damals als "Lügen" und "Falschaussagen". Es gehe darum, "unsere Organisation anzugreifen". "Das Level in Sachen Frauenfeindlichkeit und Rassismus war völlig inakzeptabel", zitierte ESPN einen nicht namentlich genannten Mitbesitzer der Suns. 

2014 war Donald Sterling, damaliger Besitzer der Los Angeles Clippers, nach rassistischen Aussagen mit einer Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar belegt und von der NBA lebenslang gesperrt worden. Er verkaufte das Team.

Sarver erwarb die Suns 2004 für 401 Millionen Dollar. Die Franchise ist heute geschätzt 1,55 Milliarden Dollar wert.

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