DeMarcus Cousins hat sich das Kreuzband gerissen. - Bildquelle: imagoDeMarcus Cousins hat sich das Kreuzband gerissen. © imago

München/Los Angeles – Die NBA ist ein schnelllebiges Business. Das kann positive sowie negative Seiten haben. DeMarcus Cousins erlebte in den letzten 18 Monaten die negative Seite des Geschäfts.

Denn 2017 ging der Center als einer der besten Spieler der Liga bei den New Orleans Pelicans in sein letztes Vertragsjahr und erhoffte sich in der Folge einen lukrativen Vertrag. Um genau zu sein hätte ein Maximum-Deal Cousins 177,8 Millionen Dollar über fünf Jahre eingebracht. Doch daraus wurde bekanntlich nichts.

Der Center riss sich im Januar 2018 die Achillessehne und die Angebote in der Offseason blieben aus. Schließlich einigte sich Cousins überraschend mit den Golden State Warriors auf einen Einjahresvertrag in Höhe von 5,2 Millionen Dollar. Cousins' Ziel war klar: Der 29-Jährige wollte mit dem Top-Favoriten auf die Meisterschaft einen Ring abstauben und sich mit guten Leistungen nachträglich die große Kohle sichern - zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Cousins' Plan scheitert

Doch auch dieser Plan funktionierte nicht. Cousins gab sein Debüt für die Warriors nach zwölfmonatiger Reha. Nachdem Golden State Cousins Schritt für Schritt an die Mannschaft herangeführt hatte, war der Center in den Playoffs fester Bestandteil der Rotation.

Gleich im zweiten Playoff-Spiel folgte jedoch der nächste Schock. Cousins zog sich ohne Fremdeinwirkung einen Muskelriss im linken Oberschenkel zu. Der Big Man kämpfte sich zu den Finals sogar wieder zurück. Das Problem: "Boogie" war nicht mehr der alte. Er hatte merklich an Athletik eingebüßt und sein Spiel wirkte statisch.

Letztlich verlor Cousins die Finals mit den Warriors und konnte sich nicht für einen lukrativen Vertrag empfehlen. Nachdem es im Sommer lange ruhig um Cousins blieb, einigte er sich schließlich mit den Los Angeles Lakers auf einen Minimum-Deal in Höhe von 3,5 Millionen Dollar.

Verletzungsmisere hält an 

Cousins wird auch dieses Jahr den gleichen Plan verfolgt haben. Denn nächstes Jahr, im Alter von 30 Jahren, wäre womöglich seine letzte Chance auf einen hoch dotierten Vertrag gewesen. Dieses Unterfangen scheint aktuell sehr unwahrscheinlich zu sein.

Denn wie "The Athletic" berichtet, hat sich Cousins bei einem Workout einen Kreuzbandriss zugezogen. Damit wird "Boogie" wohl mindestens für sechs Monate ausfallen und könnte erst kurz vor den Playoffs wieder aufs Parkett zurückkehren.

Cousins hat in den letzten eineinhalb Jahren nur 38 von 107 möglichen Partien absolviert. Sollte sein Kreuzbandriss wie erwartet verheilen, kommen noch einmal knapp verpasste 50 Spiele dazu. Ob Cousins nach dieser Verletzungsseuche wieder zu alter Form zurückkehren kann, erscheint äußerst fraglich.

Kann Cousins sich zurückkämpfen?

Die Frage lautet eher: Kann Cousins sich überhaupt zurückkämpfen und in einem Team wertvolle Minuten abliefern? Es steht außer Frage, dass der Center mit zunehmendem Alter weiterhin an Athletik einbüßen wird.

Mit bald 30 Jahren und dieser Verletzungsgeschichte werden die Franchises der NBA sich gut überlegen, ob sie Cousins auf der Gehaltsliste stehen haben wollen.

Innerhalb von 18 Monaten ist die Aktie des ehemaligen Superstars rapide gesunken. Auf dem Papier haben die tragischen Verletzungen Cousins mindestens 150 Millionen Dollar gekostet. Doch möglicherweise hat "Boogie" viel mehr verloren: seine Basketballkarriere.

Raman Rooprail

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