Daniel Theis (r.) verlor mit Boston gegen Miami - Bildquelle: AFPGETTY SIDGarrett EllwoodDaniel Theis (r.) verlor mit Boston gegen Miami © AFPGETTY SIDGarrett Ellwood

Köln (SID) - Für den deutschen Basketball-Nationalspieler Daniel Theis spielte in diesem Jahr in der nordamerikanischen Profiliga NBA der Kampf gegen gesellschaftliche Missstände eine größere Rolle als die Frage nach dem Titel. "Definitiv. Ich will das jetzt nicht kleinreden, eine Meisterschaft ist eine Meisterschaft. Aber es gibt Dinge, die wichtiger sind", sagte der Profi der Boston Celtics der Süddeutschen Zeitung: "Es war wichtig, dass wir unsere Plattform nutzen. Wenn jemand wie LeBron James etwas sagt, hören die Leute zu, und bei seiner Reichweite reden wir von Millionen."

Als erste nordamerikanische Profiliga hatte die NBA im August wegen wiederholter Polizeigewalt gegen Schwarze einen Streik initiiert. Daraufhin folgte eine Solidaritätswelle quer durch die gesamte Sportlandschaft. 

Laut Theis stand dabei die Saison sogar vor dem kompletten Abbruch. "Die beiden Teams aus Los Angeles, die Lakers und die Clippers, wollten aufhören - es ging da ein bisschen hin und her", sagte Theis: "Es war aber von Anfang an festgelegt, dass wir am Ende mit einer Stimme sprechen würden. Wenn also von den 14 Teams, die noch da waren, zehn weiterspielen wollten, so war klar, dass es weitergehen würde. Und das war richtig - auch sportlich." 

Ansonsten wäre jeder mit dem Gedanken heimgefahren: Was wäre gewesen, wenn? Jetzt finde diese Saison einen Abschluss, es bleibe nichts offen. Die Celtics waren im Halbfinale ausgeschieden.

"Es ist natürlich schade, dass wir gegen Miami die Finalserie verpasst haben, wir haben uns letztlich selbst besiegt", sagte Theis: "Ich nehme das als Ansporn, noch besser zu werden. Und es vielleicht mal bis dorthin zu schaffen."

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