James Harden (r.) war bei der Niederlage in Spiel 1 der Western-Conference-H... - Bildquelle: Getty/ran.deJames Harden (r.) war bei der Niederlage in Spiel 1 der Western-Conference-Halbfinals ziemlich sauer auf die Schiedsrichter © Getty/ran.de

München/Oakland - Die Golden State Warriors sind das Superteam der NBA. Das Team aus Oakland gewann drei der letzten vier Meistertitel und gilt dank Superstars wie Steph Curry, Kevin Durant und DeMarcus Cousins auch in dieser Saison als Topfavorit auf den Titel. Die  Houston Rockets, Gegner der Warriors in der zweiten Playoff-Runde, sind zudem der Meinung, dass die Warriors auch noch eine Vorzugsbehandlung bei den Schiedsrichtern genießen. Die Rockets sollen sogar Daten gesammelt haben, die diese Behauptung belegen und wollen offiziell Beschwerde bei der Liga einreichen.

 

"Die Rockets arbeiten schon länger daran Daten zu sammeln, die belegen, dass die Warriors in wichtigen Spielen von den Schiedsrichtern bevorteilt werden. Sie wollen Beschwerde bei der NBA einreichen", berichtet Sam Amick von "The Athletic". Die beiden Teams trafen bereits in der letzten Saison in der Final-Runde der Western-Confernce-Finals aufeinander. Houston musste sich nach sieben Spielen knapp geschlagen geben. Die Zahlen aus dem offiziellen Schiedsrichter-Bericht würden zeigen, dass die Texaner klar benachteiligt wurden.

Harden: "Will einfach eine faire Chance"

"Über die gesamte Serie gesehen, kosteten Fehlentscheidungen die Rockets 93 Punkte. Im entscheidenden Spiel 7 hätten die Rockets eigentlich 18 Punkte mehr bekommen sollen. Zwei der 27 verworfenen Dreier waren verpasste Foul-Calls nach denen es eigentlich Freiwürfe hätte geben müssen", führt Amick aus, der wohl Einsicht in den Bericht der Rockets hatte.

   

Auch bei der Niederlage in Spiel 1 der Western-Conference-Halbfinals fühlten sich die Texaner von den Referees benachteiligt. Besonders bei den Dreipunktewürfen würden die Warriors immer wieder foulen und Verletzungen der Gegenspieler riskieren. "Ich will einfach nur eine faire Chance. Wir wissen alle, was damals mit Kawhi Leonard passiert ist."

Auch D'Antoni beschwert sich

Leonard spielte in den Western-Conference-Finals 2017 mit den San Antonio Spurs gegen Golden State. Bei einem Sprungwurf ließ Warriors-Center Zaza Pachulia dem Spurs-Star nicht genug Raum, um wieder zu landen. Leonard zog sich eine Knöchelverletzung zu und fiel für den Rest der Serie aus. Die Spurs waren ohne ihren Superstar chancenlos.

Rockets-Coach Mike D'Antoni berichtete nach Spiel 1, die Schiedsrichter hätten in der Halbzeitpause zugegeben, dass sie vier Fouls bei Dreipunktewürfen zu unrecht nicht geahndet hätten. Demnach hätten die Rockets also eigentlich zwölf Freiwürfe mehr bekommen müssen.

Gobert wundert sich über unterschiedliche Regelauslegung

Insgesamt bekam Houston (27) jedoch zwei Freiwürfe mehr zugesprochen, als die Warriors. Vielleicht sucht Houston nur einen Schuldigen für die Niederlage. Doch auch Jazz-Center Rudy Gobert findet, dass die Warriors von den Schiedsrichtern mit einem anderen Maß bemessen werden.

Der Franzose unterlag in der Runde zuvor mit den Utah Jazz gegen die Rockets. "Meine Teamkollegen durften Würfe nicht so verteidigen wie die Warriors jetzt. Vielleicht ist es aber auch nur die Kameraperspektive." Dazu teilte Gobert mehrere Bilder, auf denen klar zu erkennen ist, wie die Warriors Harden beim Sprungwurf foulen.       

Julian Huter

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