München - Bei den Green Bay Packers dreht sich derzeit alles um den rechten Daumen von Aaron Rodgers. Wenn das Team von Head Coach Matt LaFleur im Monday Night Game bei den Philadelphia Eagles aufläuft, ist erstmals auch dem Gegner offiziell bekannt, dass der amtierende MVP mit einem Bruch in seiner Wurfhand spielt.

Zugezogen hatte sich Rodgers die Verletzung im letzten Play des London Games in Week 5 gegen die New York Giants (22:27). Seither gewannen die Packers nur noch eines von sechs Spielen, beim jüngsten 17:27 gegen die Tennessee Titans hagelte es sogar Pfiffe der eigenen Fans gegen den Superstar.

Womöglich war auch das der Grund für den stolzen Signal Caller, um die Karten auf den Tisch zu legen. Auch wenn er in dieser Phase insgesamt noch immer besser performte, als viele Quarterbacks mit intaktem Daumen.

Rodgers und der Daumen: Laut Rapoport sogar Avulsionsfraktur

Dass Rodgers weiter auf die Zähne beißt, spricht für ihn. Zumal die Playoffs angesichts einer 4-7-Bilanz schon fast außer Reichweite zu sein scheinen.

Um eine Operation wird der 38-Jährige wohl ohnehin nicht herumkommen. Denn wie NFL-Insider Ian Rapoport unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, soll die Verletzung noch ernster sein, als bislang bekannt.

So handele es sich sogar um eine Abriss- oder auch Avulsionsfraktur. Darunter wird ein Knochenbruch verstanden, bei dem ein Fragment des Knochens durch zu starken Zug an einem Band oder einer Sehne abbricht. Rapoport fasst es als Fraktur und Bänderriss zusammen, wodurch das Gelenk instabil werde.

 

Rodgers muss sich wohl am Daumen operieren lassen

Im Grunde sei ein Quarterback mit dieser Verletzung durchgängig beeinträchtigt, wenn er den Football in Händen halte. In aller Regel sei dann ein Eingriff die Folge, um das Problem zu beheben. Offiziell ist aber noch keine Operation geplant.

Seit seiner Verletzung kommt Rodgers auf elf Touchdown-Pässe bei vier Interceptions und 1385 Passing Yards.