Antonio Brown kehrt auf den NFL-Rasen zurück. - Bildquelle: Getty ImagesAntonio Brown kehrt auf den NFL-Rasen zurück. © Getty Images

München - Nach einer Zeit ohne Skandale ist Antonio Brown wieder zurück in den Schlagzeilen. Gegen den Receiver der Tampa Bay Buccaneers wurden Vorwürfe laut, er würde einen gefälschten Impfnachweis besitzen. Dies berichtete die "Tampa Bay Times" unter Berufung auf einen ehemaligen Koch des NFL-Profis. ran fasst alle wichtigen Infos zum Thema zusammen.

+++ Arians hat eine ganz andere Beziehung zu Brown +++ 

Warum hält Bruce Arians an Antonio Brown fest? Zur Erinnerung: Bei der Verpflichtung des früheren Skandalprofis kündigte der Trainer der Tampa Bay Buccaneers eine Null-Toleranz-Politik an. Sollte heißen: Eine Verfehlung – und "AB" kann wieder gehen.

Nun wurde er wegen seines gefälschten Impfpasses von der NFL für drei Spiele gesperrt und anschließend von Arians wieder in den Kader geholt.

Den Grund dafür verriet er nun NBC-Reporter Peter King: Brown hat nicht nur den Super Bowl mit den Bucs gewonnen und sich sportlich eingefügt, sondern auch menschlich.

"Als Sie und ich letztes Jahr miteinander sprachen, sprachen wir über alte Erfahrungen mit Antonio", sagte Arians zu King. "Ich fand es wirklich toll, wie er versucht hat, sich anzupassen, wie er sich eingearbeitet hat und wie er uns alles gegeben hat, um in den Super Bowl zu kommen. Meine ganze Einstellung zu ihm änderte sich. Ich sah, wie er versuchte, ein besserer Mensch zu werden. Ich habe also eine ganz andere Beziehung zu ihm als im letzten Jahr, als wir uns unterhalten haben."

Nach dem Sieg gegen die Carolina Panthers wurde auch Brown auf das Thema angesprochen, er bügelte die Reporter aber ab. "Darüber will ich nicht reden. Euch geht es nur um Drama. Es geht aber nur um Football. Wir werden über Carolina reden oder ich will nicht mit euch reden", wetterte Brown. 

"Es ist eine Menge Drama, das ihr macht", fügte der 33-Jährige hinzu. "Eine Menge Drama, das Leute machen, die etwas von mir wollen. Ich kann nicht kontrollieren, was die Leute von mir wollen, was die Leute über mich schreiben, ich kann nicht kontrollieren, was die Leute über mich sagen."

+++ Brown: Einigung mit Ex-Küchenchef +++

Antonio Brown wurde bei den Tampa Bay Buccaneers nach seinem Impfskandal begnadigt und ist zurück im Kader. Den Auslöser für den aktuellen Schlamassel kann er nun auch ad acta legen, denn er hat sich mit seinem ehemaligen Küchenchef Steven Ruiz geeinigt.

Ruiz hatte 10.000 Dollar von dem Wide Receiver gefordert. Zu Einzelheiten des Deals äußerte sich Ruiz nicht.

Vorher war der Koch definitiv gesprächiger, denn er war ja derjenige, der die Sache mit dem gefälschten Impfzertifikat Browns in Umlauf gebracht hatte, die zu der Sperre des Bucs-Profis führte. Warum sich Brown so plötzlich mit "Whistleblower" Ruiz geeinigt hat, bleibt unklar. Nicht auszuschließen ist es, dass Trainer Bruce Arians dies als Bedingung für die Rückkehr ins Roster vorgegeben hat.

+++ Arians rechtfertigt Brown-Rückkehr +++

Antonio Brown kann ab sofort wieder für die Buccaneers auflaufen, das hat auch Head Coach Bruce Arians bestätigt. "Ich habe eine Entscheidung getroffen, die das Beste für unser Football-Team war", erklärte Arians auf einer Pressekonferenz die Aufhebung der Suspendierung.

Besonders nach der schweren Verletzung von Chris Godwin (Kreuzbandriss) hat Tampa Bay großen Bedarf an der Receiver-Front. Auch Mike Evans ging zuletzt angeschlagen aus der herben 0:9-Pleite gegen die New Orleans Saints heraus. 

Allerdings musste sich Arians - bei aller Personalnot - für seine Entscheidung rechtfertigen. Bei Browns' Verpflichtung im vergangenen Jahr sagte er noch: "Wenn er einmal Mist baut, ist er erledigt." Die abgelaufene Sperre des Skandal-Profis wegen der Fälschung eines Impfzertifikats ist wohl mindestens in die Kategorie "Mist bauen" einzuordnen. 

"Nun, die Geschichte hat sich seit dieser Aussage geändert", konterte Arians die Fragen der Medienvertreter. "Letztes Jahr ist eine Menge passiert, und ich war sehr stolz auf ihn", verweist der Head Coach auf die starken Leistungen des Wide Receivers, die dazu beigetragen haben, dass die Buccaneers den Super Bowl gewannen.

Neben Brown wird auch Safety Mike Edwards wieder zum Team stoßen. Auch er wurde in der Impfpass-Affäre von der NFL gesperrt und ist nun wieder spielberechtigt. 

+++ NFL-Insider: Brown darf zurückkommen +++

Gibt es für Antonio Brown nach seinem selbst verschuldeten Impf-Ärger doch noch ein Happy End bei den Tampa Bay Buccaneers? Die Anzeichen verdichten sich, denn wie NFL-Insider Ian Rapoport berichtet, werde erwartet, dass Brown am Montag wieder zur Mannschaft stoße.

Brown war wegen eines gefälschten Impfpasses von der NFL für drei Spiele gesperrt worden. Auch der ebenfalls gesperrte Mike Edwards steht demnach vor seinem Comeback.

Was den Fall Brown so speziell macht: Eigentlich hatte Bucs-Coach Bruce Arians bei der Verpflichtung des Skandal-Profis erklärt, Brown müsse bei der ersten Verfehlung gehen. Offenbar bekommt er nun doch noch eine Chance, auch wenn sich Arians vor dem Spiel gegen die New Orleans Saints nicht zur Brown-Zukunft äußern wollte.

Man muss aber auch dazu sagen: Brown war seit seiner Verpflichtung für die Bucs sportlich ein Gewinn, in seinen fünf Einsätzen 2021 kam er auf 418 Yards und vier Touchdowns.

+++ Brown vor Rückkehr - Arians vermeidet Bekenntnis +++

Bruce Arians war bei der Verpflichtung von Antonio Brown sehr deutlich. "Wenn er es einmal versaut, ist er weg", sagte der Buccaneers-Coach im vergangenen Jahr. Lange war es um Skandalnudel Brown tatsächlich ruhig geblieben, er sorgte endlich mal wieder auf dem Platz für sportliche Schlagzeilen. 

Dann aber kam der Impfskandal, dazu die Sperre. Und damit die Frage: Muss Brown jetzt gehen? Sein Vertrag läuft nach der Saison aus. Ein Bekenntnis gab es von Arians kurz vor dem Ablauf der Sperre nicht. Brown könnte am 16. Spieltag gegen die Panthers wieder eingesetzt werden - theoretisch.

Und praktisch? "Es geht nur darum, ein Statement abzugeben", sagte Arians am Freitag vor dem Spiel der Buccaneers gegen die New Orleans Saints: "Und ob ich das vor oder nach dem Spiel mache, werden wir sehen. Aber ich will nicht, dass irgendetwas von diesem Spiel ablenkt."

+++ Brown für drei Spiele gesperrt - Zukunft bei Buccaneers offen +++

Wegen des offenbar tatsächlich gefälschten Covid-Zertifikats wurde Antonio Brown von der NFL für drei Spiele aus dem Verkehr gezogen. Offiziell hat er wie auch Safety Mike Edwards gegen das Covid Protocol von NFL und NFLPA verstoßen.

"AB" könnte damit frühestens in Week 16 gegen die Carolina Panthers wieder eingreifen. Wenn die Tampa Bay Buccaneers ihn denn noch lassen.

Head Coach Bruce Arians ließ sich bezüglich einer Entlassung des Wide Receivers nicht in die Karten schauen. "Zwei unserer Jungs wurden offensichtlich gesperrt. Die NFL hat ihre Pflicht erfüllt und wir schauen nach vorne", betonte der 69-Jährige auf einer Pressekonferenz.

Und weiter: "Ich werde in den nächsten drei Wochen nichts über die beiden sagen. Sie werden an sich arbeiten und wir sprechen dann zu gegebener Zeit über ihre Zukunft. Weiter gibt es dazu aktuell nichts zu sagen."

Brown besitzt nur einen Vertrag für die laufende Saison. Die Sperre kostet ihn 183.333 US-Dollar seines Basisgehalts von 916.667 US-Dollar, insgesamt hätte er 3,1 Millionen US-Dollar einstreichen können.

+++ NFL untersucht Brown-Gerüchte um gefälschtes Impfzertifikat +++

Es ist überraschend ruhig geworden um Antonio Brown, nachdem sein Ex-Küchenchef Vorwürfe geäußert hatte, der Profi der Tampa Bay Buccaneers habe sich ein gefälschtes Impfzertifikat beschafft und dieses sei ihm von einem Teamkollegen verkauft worden.

Daher hakte "NBC" einmal bei der NFL nach, wie der aktuelle Stand in dieser Sache sei. Die Antwort erreichte die Redaktion via Mail, Tenor: "Die Angelegenheit wird noch geprüft."

Offenbar will die Liga keine voreiligen Schlüsse ziehen, immerhin kam das Thema bereits vor mehr als einer Woche auf den Tisch. Mit umso größerer Spannung wird natürlich die Entscheidung erwartet.

+++ Ex-Küchenchef: Brown bekam Ausweis von anderem Buccaneers-Spieler +++

Wenn man den Worten von Browns Ex-Küchenchef Steven Ruiz Glauben schenkt, ist der siebenmalige Pro Bowler nicht als einziger Bucs-Akteur in den Skandal um ein gefälschtes Impfzertifikat verwickelt. Denn der Receiver habe sein Zertifikat von einem Teamkollegen ausgehändigt bekommen, erklärte Ruiz laut "ESPN".

"Er hat sie von einem anderen Spieler bekommen, der die verkauft", wird der einstige Brown-Vertraute zitiert: "Er kam mehrmals ins Haus. Einmal mussten sie Cyds Impfzertifikat (Cydney Moreau ist Browns Freundin, d. Red.) noch einmal kopieren, weil sie ihren Geburtstag falsch notiert hatten." Einen Namen nannte er jedoch nicht.

Ruiz warnt das Paar: "Die Wahrheit wird irgendwann ans Licht kommen. Wenn es zu einer größeren und umfassenderen Untersuchung kommt, wird die Wahrheit herauskommen."

Brown lässt seinen Anwalt sprechen

Brown ließ die Aussagen seines Vertrauten dementieren und durch seinen Anwalt Sean Burstyn ausrichten: "Antonio Brown versteht den Ernst dieser Pandemie und hat sich deshalb impfen lassen und unterstützt jeden, für den die Impfung empfohlen ist."

Von den Buccaneers hieß es, sie hätten alle Nachweise der Spieler geprüft und genau nach Vorschrift an die NFL weitergeleitet. Dabei seien keine Unregelmäßigkeiten aufgefallen.

Laut besagtem Zeitungsbericht, dem auch ein Chatverlauf zugrunde liegen soll, habe erst die Freundin von "AB" seinen Koch um die Beschaffung eines Impfnachweises gebeten, als dieser ablehnte, soll sich der Profi das Dokument anderweitig besorgt und seinem Mitarbeiter vorgelegt haben.

Buccaneers-Head-Coach Bruce Arians wollte von dem nächsten drohenden Skandal in der langen Liste an Vergehen von Brown aber nichts wissen. "Es gibt keine Geschichte", erklärte er im Gespräch mit dem "NFL Network".

Arians irritiert mit Aussagen

"Ja, [Brown] sagt, dass er geimpft ist und einen Ausweis hat, genau wie jeder andere in unserem Football-Team. Es gibt einen Vertrauensfaktor, der damit einhergeht, und wir haben unsere Sorgfaltspflicht bei allen erfüllt. Die Liga wird sich die Sache ansehen und ihre Sorgfaltspflicht erfüllen, aber es ist wirklich keine Geschichte", betonte Arians weiter.

Noch zu Saisonbeginn hatte Arians verkündet, alle Bucs-Profis seien geimpft. Im Interview irritierte er nun aber mit widersprüchlichen Aussagen.

So wurde der Cheftrainer gefragt, ob er Brown zu sich ins Büro gerufen habe, um die Situation zu besprechen. "Nein, aber jemand anderes hat es getan", sagte der 69-Jähringe, nur um wenige Worte später zu sagen: "Ich habe ihn gefragt."

Zudem erklärte Arians, dass er zufrieden sei, wenn ihm ein Spieler seinen Impfnachweis vorlege. Eine genaue Überprüfung scheint dabei nicht erfolgt zu sein, obwohl die Franchises dafür zuständig sind, den Impfstatus eines Spielers zu prüfen und zu erfassen.

Dafür müssen die Spieler ihre Nachweise den medizinischen Abteilungen der Teams oder dem entsprechenden "Infection Control Officer" vorzeigen. 

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