Buffalo Bills at Baltimore Ravens 23:20

Die Buffalo Bills gewinnen die Regenschlacht gegen die Baltimore Ravens dank eines Field Goals in letzter Sekunde mit 23:20 und holen dabei einen Rückstand von 17 Punkten auf. Gefeierter Held war am Ende Kicker Tyler Bass, der einen perfekten Tag mit drei erfolgreichen Kicks erwischte. Josh Allen erwischte zwar durch die Luft (213 Yards, 1 TD, 1 INT) keinen Sahnetag, zeigte sich am Boden aber mit 70 Yards und einem Run-Touchdown als bester Läufer seines Teams.

Baltimore machte von Beginn an Druck und sorgt direkt im ersten Drive für den Pick gegen Josh Allen. Marlon Humphrey trug den Ball für 26 Yards zurück, verpasste aber den Pick-Six um Haaresbreite. Die Ravens mussten zwar aufgrund einer Strafe beim Return noch einige Yards zurück. Lamar Jackson ließ sich dennoch nicht lange bitten und fand mit einem Shovel-Pass J.K. Dobbins für die ersten Punkte.

Buffalos zweiter Drive verlief ebenso stotternd, bis Allen seinen Wide Receiver Stefon Diggs für starke 18 Yards fand. Die Ravens-Defense ließ sich davon aber nicht beeindrucken und zwang die Gäste zum Field Goal. Kicker Tyler Bass besorgte aus 38 Yards die lockere Antwort und brachte die Bills aufs Punkteboard.

Im Gegenzug dirigierte Jackson in alter MVP-Manier in 17 Plays die Ravens übers Feld und nahm dabei geschmeidige neun Minuten von der Uhr. Erneut war es Dobbins, diesmal per 4-Yard-Run, der das 14:3 für Baltimore. Die Bills hingegen setzten ihren Katastrophenabend fort – Devin Singletary fumblete in der eigenen Hälfte und brachte erneut Jacksons Offense aufs Feld. Immerhin hielt die Bills-Defense dem Druck stand, Kicker Justin Tucker erhöhte aber per Field Goal.

 

Erst im fünften Drive gelang den Bills ein Stopp der Ravens-Offense und kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit gelang Josh Allen der erste fehlerfreie Drive und ein 4-Yard-Pass auf Isaiah McKenzie.

Dieser Drive aber leitete die Wende ein. Nach der Pause kamen die Bills wie verändert aus der Kabine. Zunächst verkürzten die Bills per Field Goal, anschließend übernahm Allen höchst selbst mit einem Run für elf Yards die Verantwortung und glich zum 20:20 aus. Lamar Jackson kam anschließend noch zwei Mal aufs Feld - beide Drives endeten in einer Interception.

Besonders seiner zweite Interception ging ein interessanter Call des Head Coaches John Harbaugh bevor. Beim vierten Versuch kurz vor der Endzone ordnete er einen Pass an, den Jackson unter Druck zum Gegner warf. Im Gegenzug führte Allen seine Bills in aller Ruhe über das Feld und konnte kurz vor der Endzone die Uhr gnadenlos herunterlaufen lassen. Kicker Bass hatte drei Sekunden vor Schluss leichtes Spiel und entschied die Partie zugunsten der Gäste.

Damit stehen die Bills bei einer Bilanz von 3:1, die Ravens fallen auf eine Bilanz von 2:2.

Cleveland Browns at Atlanta Falcons 20:23

Die Atlanta Falcons setzen ihre kleine Erfolgsserie weiter und holen gegen die Cleveland Browns den zweiten Sieg in Serie (23:20). Falcons-Quarterback Marcus Mariota erwischte mit 139 Yards und einer Interception zwar keinen guten Tag, aber seine Defense übernahm in den entscheidenden Momenten die Verantwortung.

 

Bei den Browns warf Jacoby Brissett starke 234 Yards und erlief dazu einen Touchdown selbst. Noch dazu brillierte Nick Chubb mit 118 Yards bei 19 Carries, aber insgesamt zu viele Turnover kosteten die Browns dieses Spiel. Mit zwei spielentscheidenden Field Goals aus 21 und 45 Yards avancierte Kicker Younghoe Koo im vierten Viertel zum Gamewinner.

Tennessee Titans at Indianapolis Colts 17:24

Die Tennessee Titans überstehen die Aufholjagd der Indianapolis Colts. Quarterback Ryan Tannehill war mit 137 Yards und zwei Touchdowns extrem effektiv, bekam aber mal wieder große Unterstützung von Derrick Henry. Der Running Back erlief starke 114 Yards und einen Touchdown, besorgte damit fast genauso viele Yards am Boden wie die Titans durch die Luft.

 

Colts-Quarterback warf zwar im Alleingang mit 356 Yards mehr als die Titans insgesamt, allerdings war er auch die Turnovermaschine in seinem Team. Eine Interception und zwei Fumbles unterliefen dem routinierten Spielmacher. Star Running Back Jonathan Taylor steuerte obendrein mit 20 Läufen gerade einmal 42 Yards hinzu und verlor ebenfalls einmal den Ball. Dank konsequenter Offense und starker Defense stehen die Titans nach schwachem Start nun bei einer Bilanz von 2:2, während die Colts nach dem Überraschungserfolg über die Kansas City Chiefs wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden.

Jacksonville Jaguars at Philadelphia Eagles 21:29

Das erste Viertel began für die Jacksonville Jaguars mit einem Paukenschlag. Andre Cisco fing einen Pass von Jalen Hurts ab und trug ihn 59 Yards zum Pick-6 in die Endzone. Lawrence auf Jamal Agnew erhöhte im ersten Viertel auf 14:0. Im zweiten Viertel aber warfen die Eagles ihr Run Game an und liefen für drei Touchdowns in die Endzone – auch weil die Jags gleich zwei Mal den Ball verloren.

 

Und das Überraschungsteam aus Philadelphia lieferte auch im zweiten Durchgang ab. Mit dem vierten Run-Touchdown des Tages zogen sie den Jaguars endgültig den Zahn. Mann des Abends war dabei Miles Sanders mit zwei Endzone-Auftritten und 134 Yards bei 27 Carries. Phillys Defense war zudem mit fünf aufgenommenen Fumbles (4 von Lawrence) Garant für den Sieg, der im zweiten Durchgang nicht mehr in Gefahr geriet.

New York Jets at Pittsburgh Steelers 24:20

Die Quarterbacksituation bei den Pittsburgh Steelers hat sich endgültig zugespitzt. Mitch Trubisky durfte beginnen, nach einer schwachen ersten Halbzeit musste er allerdings auf die Bank. Doch auch Rookie Kenny Pickett startete denkbar unglücklich mit einer Interception im ersten Passversuch. Der einzige First-Round-Quarterback aus dem diesjährigen Draft drehte anschließend auf, lief für seinen ersten Touchdown in die Endzone und legte später seinen zweiten hinterher. In den letzten beiden Drives warf er den Sieg aber im wahrsten Sinne des Wortes mit zwei weiteren Interceptions weg.

 

Zach Wilson erlebte bei seinem Saisondebüt zwar keinen guten Start, führte sein Team mit 252 Passing Yards und 15 auf dem Boden zum knappen 24:20-Sieg. Running Back Breece Hall wurde mit seinem entscheidenden 2-Yard-Run wenige Sekunden vor Schluss zum Matchwinner.

Los Angeles Chargers at Houston Texans 34:24

Justin Herbert hat zurück zu alter Stärke gefunden und die Los Angeles Chargers zu einem sicheren 34:24-Sieg über die Houston Texans geführt. Der Spielmacher warf zwei Touchdowns und erzielte 340 Yards. Mike Williams und Gerald Everett waren in erneuter Abwesenheit von Keenan Allen seine liebsten Anspielstationen.

 

Trotz eines Fumbles war aber Running Back Austin Ekeler mit 60 Rush Yards und zwei Touchdowns am Boden, sowie einem Touchdown als Receiver maßgeblich am Erfolg beteiligt.

Davis Mills auf der Gegenseite erwischte einen gebrauchten Tag, warf zwar 246 Yards, aber gleich im dritten Play eine Interception. Die ersten vier Drives der Texans-Offense führte nicht zu Punkten, stattdessen zogen die Chargers bereits nach zwei Quartern davon. Ein letztes Aufbäumen im vierten Viertel wussten die Chargers zu kontern und fuhren den zweiten Saisonsieg ein, während die Texans weiterhin noch keinen Sieg feiern konnten.

Washington Commanders at Dallas Cowboys 10:25

Auch ohne Starting Quarterback Dak Prescott läuft es weiter für die Dallas Cowboys. Backup Cooper Rush führte „Americas Team“ zu einem lockeren 25:10-Sieg gegen die Washington Commanders. Rush lieferte ein nahezu fehlerfreies Spiel mit zwei Touchdowns bei 223 Yards. Receiver CeeDee Lamb fing 97 Yards und einen Touchdown, Ezekiel Elliot steuerte auf dem Boden weitere 49 Yards hinzu.

 

Auf der Gegenseite erlebte Carson Wentz mit 170 Yards und zwei Interceptions einen gebrauchten Tag. Nur 25 von 42 seiner Pässe fanden einen Abnehmer. Offensiv waren die Commanders nie ein Faktor und kamen gegen Dallas' starke Defense nicht an. 

Die Cowboys stehen nach vier Wochen mit einer Bilanz von 3:1 in der überraschend starken NFC East weiter gut da, während die Commanders bei einem Sieg und nun drei Niederlagen am Ende der Division liegen.

Chicago Bears at New York Giants 12:20

Die New York Giants sind nach der Division-Niederlage gegen die Dallas Cowboys in der Vorwoche zurück in der Erfolgsspur. Die Giants mussten ihren Spielplan allerdings live umkrempeln, nachdem sich zunächst Daniel Jones verletzte, anschließend aber auch Backup Tyrod Taylor ausfiel. Jones kam zurück, konnte aber kaum noch werfen. Stattdessen sprang Running Back Saquon Barkley ein und lief die Bears in Grund und Boden. 

 

146 Yards in 31 Läufen bekamen die Bears nicht in den Griff. Beim Team aus Chicago war zwar auch Justin Fields angeschlagen, konnte aber durchspielen. Seine 174 Yards waren offensiv aber zu wenig, die Bears erzielten lediglich vier Field Goals und offenbarten erneut viele Probleme und bleiben in der NFC North im Hintertreffen.

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