München - Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Deshaun Watson sind trotz der Klärung seiner sportlichen Zukunft weiterhin Thema. Die Chronik der Ereignisse.

+++ 30. November: Watson-Klägerinnen bei erstem Browns-Spiel im Stadion +++

Weil ihm von mehr als 20 Frauen sexuelles Fehlverhalten während Massagesitzungen vorgeworfen wurde, musste Browns-Quarterback Deshaun Watson eine Sperre von elf Spielen absitzen. Inzwischen ist diese vorbei und der Signal Caller kann am kommenden Wochenende erstmals für seine neue Franchise auf dem Feld stehen - und das ausgerechnet gegen sein Ex-Team Houston Texans.

Zwar sind die meisten der Fälle inzwischen juristisch beigelegt, aufgeben wollen die Frauen deshalb aber noch lange nicht. So erklärte Anwalt Tony Buzbee laut "Associted Press", dass rund zehn Frauen das Spiel zwischen Browns und Texans live im Stadion verfolgen wollen 

So sei es das Ziel, "eine Art Statement abzugeben: 'Hey, wir sind immer noch da. Wir sind wichtig. Unsere Stimme wurde gehört und das ist noch nicht vorbei. [Sexuelle Belästigung und Übergriffe] passieren jeden Tag in den Vereinigten Staaten", so der Jurist. 

Bis auf eine Ausnahme wurden alle von Buzbee eingereichten Klagen inzwischen beigelegt. Ein anderer Anwalt hatte zudem zu Beginn der Saison eine weitere eingereicht. 

+++ 26. Oktober: Watson-Anwalt fordert Sanktionen gegen Anwalt einer Klägerin +++

Rusty Hardin, der Anwalt von Deshaun Watson, geht in die Offensive. Er fordert Sanktionen gegen einen Anwalt, der eine Klage gegen den Quarterback eingereicht hatte. Grund dafür ist, dass in diesem Fall die fälschliche Anschuldigung offensichtlich gewesen sei.

"Die Dokumente, die die Frau zur Verfügung stellte, zeigen, dass die Frau fast ein Jahr nach ihrer gemeinsamen Massagesitzung mehr als 35 Nachrichten an Herrn Watson schickte - von denen keine von Herrn Watson beantwortet wurde", wird Hardin von der Zeitung "USA Today" zitiert.

In einigen der Textnachrichten soll die Frau darum bitten, Watson im selben Hotel wiederzusehen. Einige Nachrichten der Frau sollen sexuell sehr anzüglich gewesen sein. "Das klingt offensichtlich nicht nach einer Person, die unter Druck gesetzt wurde, Oralsex durchzuführen", heißt es in dem Dokument, das er am Montagabend eingereicht hat.

"Diese Beweise belegen unbestreitbar, dass, obwohl dies ein Fall von unerwiderter Liebe sein kann, dies unter keiner Vorstellungskraft ein Fall von Angriff ist", erklärt Hardin. "Hätte die Anwaltskanzlei der Frau auch nur die flüchtigste Untersuchung durchgeführt, hätten sie diese Tatsache bestätigt."

Auch eine Vernehmung der Frau soll offenbart haben, dass sie nicht von Watson belästigt wurde. "Ich hatte keine Angst, ich war nicht eingeschüchtert. Ich habe nichts getan, was ich nicht tun wollte. Ich habe nichts getan, wobei ich mich nicht sicher fühlte", soll die Frau gesagt haben. Laut der eidesstattlichen Erklärung sagte die Frau auch: "Ich würde ihn liebend gerne lieben. Oh mein Gott. Ich würde es lieben, verliebt zu sein, und ihn zu lieben. Ich möchte ihn nicht strafrechtlich anklagen. Das war nicht kriminell. Wir waren da drin und spielten herum und das war's."

Hardins Klageschrift besagt, dass die Polizei von Houston auch diese Frau befragt hatte, ihre Aussagen aber nicht in den Prozess einbezog. "Ebenso waren sich die NFL-Ermittler der Anschuldigungen der Frau voll bewusst und entschieden sich, ihre Ergebnisse nicht auf eine ihrer unglaubwürdigen Behauptungen zu stützen", heißt es in Hardins Einreichung.

Hardin bittet das Gericht darum, die Anwälte der Frau mit 5.000 Dollar zu sanktionieren. Dies wäre noch immer weniger als ein Drittel der gesamten Gebühren und Ausgaben, die Watson laut der Einreichung tragen musste. Watson hat mehr als 20 Klagen wegen sexuellen Fehlverhaltens während Massagetherapiesitzungen beigelegt.

+++ 19. Oktober: Commissioner Roger Goodell äußert sich zu neuer Klage gegen Watson +++

Im Rahmen des derzeit stattfindenden Fall Meetings der NFL-Owner äußerte sich NFL-Commissioner Roger Goodell zur anhaltenden Suspendierung von Quarterback Deshaun Watson und der neu eingereichten Klage.

Der 63-Jährige sei zunächst einmal zufrieden, dass Watson alle Bedingungen seiner Suspendierungsvereinbarung eingehalten habe.
"Was weitere (Anschuldigungen, Anm. d. Red.) angeht, so werden wir natürlich allem nachgehen. Wenn es neue Informationen gibt, werden wir diese in Betracht ziehen, aber wir werden sehen, wie die Zeit vergeht", wird der 63-Jährige von "ESPN" zitiert.

Goodells Äußerungen stehen in Einklang mit der Erklärung, die die Liga letzte Woche über ihren Sprecher abgab: "Watsons Status bleibt unverändert. Wir werden die Entwicklungen in dem neu eingereichten Rechtsstreit beobachten und jegliches Verhalten, das eine weitere Untersuchung oder mögliche zusätzliche Sanktionen rechtfertigt, würde im Rahmen der persönlichen Verhaltensrichtlinien behandelt werden."

Indes hat die Frau, die die neue Zivilklage gegen Deshaun Watson eingereicht hat, ihre Anzeige geändert und dieser ihren Namen hinzugefügt, nachdem sie von der zuständigen Richterin Rabeea Sultan Collier dazu aufgefordert wurde.

Die Klage, die zunächst unter dem Pseudonym Jane Doe eingereicht wurde, ist der 26. bekannte Zivilprozess, der gegen Watson läuft und in dem ihm unangemessenes sexuelles Fehlverhalten oder sexuelle Übergriffe bei Massagen vorgeworfen werden.

+++ 14. Oktober: Neue Klage gegen Deshaun Watson +++

Gibt es etwa neue Probleme für Deshaun Watson? Laut Camryn Justice von "News5Cleveland.com" hat eine Klägerin, die unter dem Pseudonym Jane Doe auftritt, den Quarterback am Donnerstag (13.10.) wegen eines Vorfalls verklagt, der sich im Dezember 2020 ereignet haben soll.

In der Klage, die in Harris County (Texas) eingereicht wurde, wird behauptet, dass der 27-Jährige während einer Massage sexuelle Handlungen anstrebte und die Klägerin zum Oralverkehr drängte.

Anfang dieses Jahres hatte Watson mit seinem Anwaltsteam 23 der 24 gegen ihn erhobenen Klagen beigelegt.

Deshaun Watson soll nach dem Ablauf seiner Sperre Anfang Dezember auf das Spielfeld zurückkehren. Dann treffen die Cleveland Browns auf sein Ex-Team, die Houston Texans.

+++ 19. August: Nach Einigung: Watson droht weiterhin längere Sperre +++

Obwohl Deshaun Watsons Einigung mit der NFL eine Sperre von elf Spielen vorsieht, könnte der Quarterback der Cleveland Browns sogar noch länger gesperrt werden, wenn er sich nicht an die Bedingungen hält.

Als die NFL die Strafe für Watson bekannt gab, wies Commissioner Roger Goodell auf einen wichtigen Teil der Vereinbarung hin. "Dieser Beschluss erfordert die Durchführung einer professionellen Untersuchung und eines Behandlungsplans."

Laut "ESPN"-Experte Adam Schefter wird die Maßnahme von einem "externen Verhaltensexperten" durchgeführt. Sprich: Wenn Watson zurückkehren will, muss er alle Empfehlungen des Experten befolgen. Wenn Watson sich nicht daran hält, "könnte sich seine Wiedereinsetzung verzögern", was zu einer Sperre führen könnte, die länger als elf Spiele andauert.

Es ist zwar nicht genau bekannt, was ein Verhaltensexperte von Watson erwartet. Jedoch könnte es dem Bericht zu Folge am Ende zum Knackpunkt werden, wenn der Quarterback aufgefordert wird, Reue zu zeigen.

"CBS" berichtet, dass eines der größten Probleme der NFL mit Watson die Tatsache war, dass der Quarterback keine Reue für den Schmerz zeigte, den er den Frauen zugefügt haben könnte. 24 Frauen hatten Klagen wegen sexueller Übergriffe eingereicht.

+++ 18. August: NFL und NFLPA einigen sich über Watson-Sperre +++

Die "Deshaun-Watson-Saga" könnte nun endlich ein Ende gefunden haben. Nachdem die Liga gegen das erste Urteil in Berufung gegangen war, haben sich die NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA nun auf eine Sperre für den Quarterback geeinigt.

Watson wird für die ersten elf Spiele der kommenden Saison gesperrt und muss eine Strafe von fünf Millionen US-Dollar zahlen. Das bestätigte die NFL. Zusätzlich zur Strafe muss Watson sich einer Untersuchung seines Gesundheitszustandes unterziehen und ein Behandlungsprogramm absolvieren.

Deshaun Watson könnte somit also in Woche 13 wieder auf dem Platz stehen. Dann treffen die Cleveland Browns ausgerechnet auf die Houston Texans, Watsons Ex-Team. Der Quarterback selbst gab in einem Statement bekannt, dass er froh sei, dass das Verfahren nun endlich beendet sei. Zudem bedankte er sich bei den Browns, die ihn im gesamten Prozess stets unterstützt hätten.

Weiter erklärte er: "Ich entschuldige mich noch einmal für jeden Schmerz, den diese Situation verursacht hat. Ich übernehme die Verantwortung für die Entscheidungen, die ich getroffen habe. Ich werde mich in Zukunft darauf konzentrieren, auf und neben dem Spielfeld die beste Version von mir selbst zu werden und meine Teamkollegen so gut wie möglich zu unterstützen, während ich nicht im Team bin. Ich bin gespannt, was die Zukunft in Cleveland für mich bereithält."

Bis zu seinem wahrscheinlichen Browns-Debüt am 4. Dezember verpasst Watson die Partien gegen die Carolina Panthers, die New York Jets, die Pittsburgh Steelers, die Atlanta Falcons, die Los Angeles Chargers, die New England Patriots, die Baltimore Ravens, die Cincinnati Bengals, die Miami Dolphins, die Buffalo Bills und die Tampa Bay Buccaneers.

Nach der Verkündung der Sperre stellte Head Coach Kevin Stefanski klar, dass Watson in dieser Preseason nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Für die Browns folgen nach dem 24:13 über die Jacksonville Jaguars noch Vorbereitungsspiele gegen die Philadelphia Eagles und gegen die Chicago Bears.

+++ 17. August: NFL und NFLPA sprechen über Kompromiss +++

Angesichts der bevorstehenden Anhörung von Peter C. Harvey befinden sich die NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA in Gesprächen, um einen Kompromiss im Fall Deshaun Watson zu finden. 

Es wird erwartet, dass Harvey eine längere Sperre als Richterin Sue Robinson verhängen wird. Auch eine unbefristete Sperre soll demnach im Raum stehen. Währende die Liga weiterhin auf eine einjährige Sperre pocht, soll die Watson-Seite bereit sein, dass sich die Strafe auf acht Spiele erhöht. Bei einem Kompromiss dürfte also eine Sperre zwischen diesen beiden Standpunkten auf Watson zukommen.

+++ 13. August: Deshaun Watson entschuldigt sich +++

Deshaun Watson hat sich vor dem Preseason-Spiel seiner Cleveland Browns erstmals öffentlich bei den Klägerinnen entschuldigt.

"Ich möchte mich bei allen Frauen entschuldigen, für die die Situation Auswirkungen hatte", sagte Watson in einem Interview, das vor dem Spiel auf Channel 5 ausgestrahlt wurde. 

Watson weiter: "Die Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe und die mich in diese Lage gebracht haben, würde ich definitiv gerne zurücknehmen. Aber ich möchte weiter vorankommen, wachsen, lernen und zeigen, dass ich ein Mensch mit Charakter bin. Ich werde weiter pushen, um nach vorne zu kommen."

Eine öffentliche Entschuldigung des Quarterbacks im Rahmen des Missbrauchs-Skandals war bislang ausgeblieben. Er stand in der Nacht zu Samstag erstmals seit Januar 2021 bei einem NFL-Spiel auf dem Platz, und es ist unklar, wann das wieder der Fall sein wird. Im Moment ist Watson für sechs Spiele gesperrt, die NFL hat allerdings Einspruch gegen die Sperre eingelegt. 

NFL-Commissioner Roger Goodell sprach sich für eine einjährige Sperre aus, das Watson-Lager schlug eine Sperre von acht Spielen vor.

 

+++ 12. August: Bericht: Watson-Lager schlägt eigenes Strafmaß vor +++

Wie geht es weiter mit Deshaun Watson? Die NFL hat bereits die ausgesprochene Sechs-Spiele-Sperre angefochten, nun unternimmt die Watson-Seite noch einen letzten Versuch, um die Situation zu ihren Gunsten aufzulösen.

So berichtet die "Associated Press", dass das Lager des Quarterbacks eine etwas härtere Strafe vorschlägt, die der 26-Jährige "akzeptieren" würde, mit der das Thema dann aber auch erledigt sein soll.

Demnach wären für den Signal Caller acht Spiele Sperre und eine Geldstrafe in Höhe von fünf Millionen US-Dollar angemessen. Wie die NFL diesen Vorschlag aufgenommen hat, ist (noch) nicht bekannt.

+++ 10. August: Roger Goodell äußert sich erstmals zur Länge der Sperre von Watson +++

Beim Zusammenkommen der Besitzer rund um die Entscheidung über den Verkauf der Denver Broncos war auch NFL-Commissioner Roger Goodell anwesend. Auf Nachfrage bestätigte er die Haltung, die Sperre für Deshaun Watson von sechs Spielen drastisch zu erhöhen.

"Wir haben die Beweise, diese Beweise sind sehr klar und der Bericht von Richterin Robinson hat sie eigentlich nur verstärkt", sagte der 63-Jährige: "Es gab einfach ungeheuerliche und auch kriminelle Handlungen."

Goodell spricht sich für eine mindestens einjährige Sperre aus. Würde so entscheiden, könnte Watson erst im Training Camp 2023 wieder zu seinem Team stoßen.

+++ 06. August: Watson-Fall beschädigt Beziehung zwischen NFL und NFLPA +++

Nach dem Abschluss des Tarifvertrags 2020 war die Beziehung zwischen der NFL und der Spielergewerkschaft NFLPA so gut wie schon lange nicht mehr. Dies scheint jedoch nicht mehr der Fall zu sein. 

So berichtet "Pro Football Talk" unter Berufung auf eine mit der Situation vertrauten Quelle, dass der Fall Deshaun Watson einen Keil zwischen beide Parteien getrieben hat. Die Beziehung hat sich demnach vor allem deshalb verschlechtert, weil die Liga beschlossen hat, gegen das Urteil im Fall Watson Berufung einzulegen. 

Das Problem: Die zuständige Disziplinarbeauftragte Sue L. Robinson wurde von Liga und Gewerkschaft gemeinsam eingesetzt.

+++ 05. August: Für Watson-Berufung: NFL-Boss bestimmt Anwalt als Leiter +++

Nächste Entscheidung im Fall Deshaun Watson: Nachdem die NFL Berufung gegen das gesprochene Urteil eingelegt hat, bestimmte Commissioner Roger Goodell den Leiter der folgenden Anhörung. Der Liga-Boss wählte Peter C. Harvey, den ehemaligen Generalstaatsanwalt von New Jersey.

Harvey arbeitet inzwischen als Partner einer Kanzlei in New York. Zuvor war er bereits als Bundesstaatsanwalt tätig - zudem ist er Mitglied im NFL-Beratungsausschuss für Vielfalt.  

Demnach verfügt er über umfassende Kenntnisse im Strafrecht, einschließlich häuslicher Gewalt und sexueller Übergriffe. In der Vergangenheit beriet er die NFL und andere Profiligen bei der Entwicklung und Umsetzung von Richtlinien, darunter die Personal Conduct Policy, gegen die Watson verstoßen haben soll.

Harvey fungierte bereits mehrfach in Schiedsverfahren der NFL. So saß er unter anderem im Expertengremium, das die Ermittlungen der Liga wegen häuslicher Gewalt im Fall von Cowboys-Running-Back Ezekiel Elliott überprüfte.

Wann der Jurist die Berufungsverhandlung ansetzen wird, ist noch unklar. Laut Richtlinien muss dies aber im Eilverfahren geschehen.

+++ 03. August: NFL legt Berufung gegen Urteil ein +++

Die NFL legt Berufung gegen das Urteil im Fall von Deshaun Watson ein. Das gab die Liga am Mittwochabend deutscher Zeit bekannt. Der Quarterback der Cleveland Browns wurde zu einer Sperre von sechs Spielen verurteilt. Den Verantwortlichen der NFL ist die Sperre offenbar zu kurz.

Der Tarifvertrag zwischen der NFL und der Spielergewerkschaft räumt beiden Seiten ein solches Vorgehen ein. Die NFLPA hatte allerdings bereits vor der Urteilsverkündung verlauten lassen, dass sie jede Strafe gegen den Quarterback akzeptieren würden.

Die Liga hat von diesem Recht nun fristgerecht Gebrauch gemacht. Nun wird Commissioner Roger Goodell bestimmen, wer die Berufung anhören wird. Der Fall "NFL gegen Watson" geht also in die nächste Runde.

+++ 02. August: Keine Massagen mehr von externen Therapeuten +++

Offenbar ist eine besondere Auflage des Urteils gegen Deshaun Watson, dass er keine Massagen oder physiotherapeutischen Behandlungen von Leuten bekommen darf, die nicht Angestellte der Cleveland Browns sind.

Das berichtet NFL-Insider Tom Pelissero. Wie die NFL dies jedoch überprüfen will, ist nicht bekannt. Ebenfalls unbekannt ist, was Watson bei Zuwiderhandlung droht.

+++ 01. August: NFL hält sich Berufung gegen Watson-Urteil vor +++

Nachdem Quarterback Deshaun Watson zu einer Sperre von sechs Spiele verurteilt wurde, behält sich die NFL vor, Berufung gegen das Urteil einzulegen. 

"Gemäß dem Tarifvertrag kann die NFL oder die NFLPA im Namen von Watson die Entscheidung innerhalb von drei Tagen anfechten. Angesichts ihrer Ergebnisse überprüft die NFL die Verhängung einer Sperre von sechs Spielen und wird über die nächsten Schritte entscheiden", hieß es in einem Statement der NFL. 

Die NFLPA hat bereits erklärt, das Urteil von Richterin Sue L. Robinson zu akzeptieren und forderte die NFL auf, dies ebenfalls zu tun. 

+++ 01. August: Das Urteil ist da! +++

Das Urteil im Fall Deshaun Watson ist da! Der Quarterback der Cleveland Browns wird für sechs Spiele gesperrt. Eine zusätzliche Geldstrafe gibt es indes nicht. Das berichtet NFL-Insider Adam Schefter.

Damit verpasst der 26-Jährige Spiele gegen die Carolina Panthers, die New York Jets, die Pittsburgh Steelers, die Atlanta Falcons, die Los Angeles Chargers und die New England Patriots.

Die NFL hat nun drei Tage Zeit, um gegen das Urteil Berufung einzulegen. Watsons Anwälte kommunizierten bereits vor der Urteilsverkündung, dass sie jede Strafe akzeptieren würden.

+++ 01. August: Urteil heute! Watson will jede Strafe akzeptieren +++

Für Deshaun Watson wird es ernst. Am heutigen Montag wird laut übereinstimmenden US-Medienberichten die Entscheidung der Disziplinarbeauftragten Sue L. Robinson erwartet, ob der Quarterback gegen die Verhaltensregeln der NFL verstoßen hat - und wie er dementsprechend bestraft wird.

Bereits vorher haben die Spielergewerkschaft und das Team von Watson in einer gemeinsamen Erklärung angekündigt, jedwede Strafe akzeptieren zu wollen. Damit ist klar: Auch wenn noch keine Informationen zum Urteil durchgedrungen sind, eine Berufung wird es von dieser Seite aus nicht geben.

In der Zwischenzeit hat der Spielmacher der Cleveland Browns zudem zugestimmt, drei der noch verbleibenden vier Zivilklagen gegen ihn beizulegen. Das bestätigte sein Anwalt Tony Buzbee bei "ESPN".

Übrigens: Sollte Robinson eine Strafe verhängen, hätten beide Seiten theoretisch drei Tage Zeit, um schriftlich Einspruch einzulegen.

+++ 20. Juli: Browns rechnen mit einer Sperre von acht Spielen +++

Die Anzeichen verdichten sich, dass Deshaun Watson - der Quarterback der Cleveland Browns - von der NFL für acht Spiele gesperrt wird. Wie "ProFootballTalk"  berichtet, stellt sich die Franchise aus Ohio intern bereits auf diese vergleichsweise milde Strafe ein.

Während auch noch Gerüchte zirkulieren, dass Watson eine komplette Saison oder gar auf unbestimmte Zeit ausgeschlossen werden könnte, wären acht Spiele aus sportlicher Sicht durchaus zu verkraften. Mit Jacoby Brissett haben sich die Browns im Falle einer Watson-Sperre für die ersten Spiele bereits abgesichert, während Cam Newton als weiterer möglicher Backup im Gespräch sei, wie es bei "ProFootballTalk" heißt. 

+++ 18. Juli: Watson will NFL im Falle einer Sperre wohl verklagen +++

Einem Bericht von "Yahoo Sports" zufolge will Deshaun Watson zusammen mit der NFL-Spielergewerkschaft die NFL verklagen, sollte der Quarterback aufgrund seines angeblichen Fehlverhaltens von der Liga gesperrt werden.

Der Spielmacher der Cleveland Browns hat also bereits einen Konter parat, falls er im Zuge der Untersuchungen zu den Missbrauchsvorwürfen für ein Jahr aus der NFL ausgeschlossen wird. Eine mögliche Klage soll dann beim Bundesgericht eingehen.

Zuletzt berichtete "ESPN", dass die NFL Watson eine unbefristete Sperre vorgeschlagen habe, die nach zwölf Spielen neu diskutiert wird. Doch Watson soll abgelehnt haben.

Ob es zu einer Sperre kommt, hängt nicht allein von Commissioner Roger Goddell ab, sondern vor allem von Sue Robinson. Sie ist die Disziplinarbeauftragte im Fall Watson und wird darüber entscheiden, ob der Quarterback gegen die Verhaltensrichtlinien der NFL verstoßen hat oder nicht. Goddell kann jedoch auf die Dauer und Härte einer möglichen Strafe Einfluss nehmen.

+++ 15. Juli: Anwalt der mutmaßlichen Watson-Opfer verkündet Einigung mit den Houston Texans +++

Die Houston Texans können durchatmen. Alle 30 Frauen, die wegen der Vorwürfe "sexuellen Fehlverhaltens" von Deshaun Watson Ansprüche gegen die Franchise erhoben haben oder dies geplant hatten, haben Einigungen mit den Texans erzielt. Dies erklärte Anwalt Tony Buzbee, der die Frauen vertritt.

In dem Statement heißt es weiter: "Die Einzelheiten der Vergleiche, einschließlich der jeweils gezahlten Beträge, sind vertraulich." Buzbee wolle keine weiteren Kommentare zum Vorgang abgeben, "abgesehen davon, dass sich die Art und Weise, wie die Texans mit diesen Vorwürfen umgegangen sind, deutlich davon unterscheidet, wie dies Watsons Team getan hat."

Zudem verweist der Jurist darauf, wie schwierig es sich für ein Opfer sexueller Gewalt gestalte, dagegen vorzugehen. Besonders wenn der "mutmaßliche Übeltäter berühmt, reich und mächtig" sei.

In diesem Fall habe alles mit einem Anruf begonnen, daraufhin hätten sich immer mehr Frauen angeschlossen. Mit Blick auf seine Mandantinnen schreibt Buzbee: "Ich hoffe, ihr Mut ist denen ein Beispiel, die einem ähnlichen Verhalten ausgesetzt wurden."

Zum Abschluss betont er: "Die vier eingereichten Fälle gegen Deshaun Watson werden weiter verfolgt. Wir hoffen, dass sie im Frühling verhandelt werden. In der Zwischenzeit werden wir unsere Hausaufgaben machen, um darauf vorbereitet zu sein."

Wenig später reagierten die Texans mit einem Statement der Besitzer Janice McNair, Hannah und Cal McNair. Sie seien "geschockt und tieftraurig" gewesen, als sie erstmals von den Anschuldigungen "unseres damaligen Franchise-Quarterbacks" hörten.

Obwohl die Texans keinerlei Kenntnis von Watsons "angeblichem Fehlverhalten" gehabt hätten, "haben wir uns bewusst dafür entschieden, diese Angelegenheit gütlich zu lösen. Dies ist kein Eingeständnis eines Fehlverhaltens, sondern ein klares Bekenntnis gegen jegliche Form von sexuellen Übergriffen und Fehlverhalten."

Für die beteiligten Parteien, die Fans und auch Houston selbst solle die Einigung "eine Art Abschluss" markieren. Die Texans haben das Kapitel Watson damit wohl für immer geschlossen.

+++ 12. Juli: Eine Anklägerin beim Verfahren der NFL wohl wegen mangelnder Glaubwürdigkeit ausgeschlossen +++

Vor einem Zivilgericht stand Deshaun Watson 24 Anklägerinnen gegenüber. Im Disziplinarverfahren der NFL hingegen werden lediglich vier Frauen gegen den Quarterback der Cleveland Browns aussagen.

Die NFL hatte ursprünglich mit zwölf Frauen der Watson-Ankläger gesprochen, bevor sie während der Disziplinaranhörung, die vor 13 Tagen begann, den Umfang auf fünf Fälle reduzierte. Eine der fünf Anklägerinnen wurde laut Informationen von "ProFootballTalk" allerdings als wenig glaubhaft eingeschätzt.

Ihre Behauptungen könnten ausschließlich auf Medienberichten beruhen, hieß es. Richterin Sue L. Robinson hat daher offenbar beschlossen, dieser Behauptung keinen Glauben zu schenken und sie aus dem Fall auszuschließen.

+++ 08. Juli: Sohn einer Watson-Klägerin untergräbt wohl Anklage +++

Neuigkeiten im Fall Deshaun Watson. "CBS Sports"-Reporterin Josina Anderson hat bei Twitter eine Reihe von Informationen hinsichtlich einer Klägerin geteilt.

So schreibt die Journalistin: "Mir wurde gesagt, dass es eine Aufzeichnung eines Interviews mit dem erwachsenen Sohn einer der 12 Frauen gibt, die die NFL im Fall Deshaun Watson befragt hat - und die besagt, dass seine Mutter in ihren Gesprächen nach der Massage zunächst lobend über Watson gesprochen hat, später aber ihre Darstellung und ihren Tonfall änderte, nachdem negative Behauptungen über Watson aufgetaucht waren."

Demnach soll der Sohn angedeutet haben, dass ihn seine Mutter für sein Schweigen belohnen wollte, das berichtet eine Liga-interne Quelle.

Ob die betreffend Frau zu den Massagetherapeutinnen gehört, die ihre Klagen zurückgezogen haben, ist nicht bekannt. 

+++ 08. Juli: Zwölf Spiele Sperre "kein ernsthaftes Angebot" +++

Deshaun Watson will sich angeblich nicht auf einen möglichen Deal der NFL einlassen. Zumindest nicht auf das aktuelle Angebot der Liga. Wie ESPN berichtet, will die NFL Watson auf unbestimmte Zeit sperren, der Quarterback soll aber die Möglichkeit bekommen, nach zwölf Spielen eine Wiedereinstellung zu beantragen.

Der dreimalige Pro Bowler ist jedoch "immer noch nicht daran interessiert, diese unbefristete Sperre zu akzeptieren", schrieb ESPN-Insider Dan Graziano.

"Pro Football Talk" wiederum berichtet, dass Watsons Vertreter hoffen, dass die Disziplinarbeauftragte Sue L. Robinson gegen eine Suspendierung entscheiden wird. Außerdem wurden Quellen zitiert, die sagten, dass eine unbefristete Sperre von mindestens zwölf Spielen "kein ernsthaftes Angebot wäre."

+++ 03. Juli: Anwälte fordern Einsicht in Dokumente der NFL-Ermittlungen +++

Die Anwälte mehrerer Frauen, die Deshaun Watson verklagen, haben Einsicht in Dokumente der NFL-Ermittlungen angefragt. Wie "ESPN" berichtet, soll ein entsprechender Antrag vom juristischen Team um Tony Buzbee und Cornelia Brandfield-Harvey bereits am Freitag eingegangen sein. 

Sie wollen Einsicht in alle Berichte und Akten, inklusive aufgezeichneter Interviews und Zeugenaussagen. Außerdem soll die NFL demnach auch Fotos und jede andere Art von Dokumenten oder Akten bezüglich der Ermittlung gegen den Quarterback der Cleveland Browns an die Anwälte liefern.

Das Anwaltsteam forder auch das Transskript der NFL-internen Watson-Anhörung an. Dessen Aussagen möchte Buzbee dann auf Relevanz für seinen Rechtsfall prüfen und ggfs. nutzen.

Neben den zivilrechtlichen Klagen muss Watson weiterhin auch eine NFL-Sperre fürchten. Eine Entscheidung in dieser Angelegenheit wird in den nächsten Wochen gerechnet, wie unter anderem "CBS Sports" berichtete.

+++ 01. Juli: Watson-Anhörung beendet - Urteil wird nicht vor dem 11. Juli erwartet +++

Die Anhörung von Deshaun Watson ist nach nur drei Tagen beendet. Das bestätigten mehrere NFL Insider von "CBS Sports" und "ESPN". Die Disziplinarbeauftragte der NFL, Sue L. Robinson, will sich nun zurückziehen und alle Argumente, die in den vergangenen drei Tagen vorgebracht wurden, bewerten.

Zudem bat Robinson beide Seiten um Schriftsätze nach der Anhörung. Diese können bis zum 11. Juli eingereicht werden. Ein Urteil vor diesem Datum scheint demnach sehr unwahrscheinlich.

Die Disziplinarbeauftragte wird nun entscheiden, ob Deshaun Watson gegen die Verhaltensregeln der Liga verstoßen hat. Wenn ja, wird sie sehr wahrscheinlich eine Suspendierung aussprechen. Hier hofft die Liga dem Vernehmen nach immer noch auf eine Sperre von mindestens einem Jahr. Robinson kann jedoch auch eine deutlich niedrigere Strafe aussprechen.

Sollte Robinson den 26-Jährigen mit einer Sperre belegen, dürfte das Lager von Watson eine Berufung einlegen.

Ist sie der Meinung, dass Watson sich nicht schuldig gemacht und nicht gegen das CBA verstoßen hat, ist das Verfahren beendet. Die NFL kann in diesem Fall keine Berufung forcieren und der Quarterback könnte ohne Probleme für die Cleveland Browns in der kommenden Saison auf dem Platz stehen.

+++ 30. Juni: NFL soll auf eine einjährige Sperre von Deshaun Watson beharren 

Erst am Dienstag kam das Gerücht auf, die NFL könne sich im Fall Deshaun Watson auch mit einer kürzeren Sperre von sechs bis acht Spielen zufriedengeben (siehe Eintrag vom 28. Juni). Nur einen Tag später wurde diese These allerdings schon wieder dementiert. Eine nicht namentlich genannte Quelle soll gegenüber dem "Cleveland Plain Dealer" erklärt haben, dass die Liga "sich nicht bewegt" und weiterhin darauf beharrt, dass Watson mindestens für die gesamte Saison 2022 gesperrt wird.

+++ 30. Juni: Clevere Vertragsgestaltung: Watson kassiert selbst bei einer Sperre den vollen Signing Bonus 

Laut einem Bericht von "CBS" würde Deshaun Watson selbst dann seinen kompletten Signing-Bonus in Höhe von 44,965 Millionen US-Dollar kassieren, wenn er von der NFL für die komplette Saison 2022 gesperrt wird – oder sogar noch länger.

Der Vertrag von Watson soll nämlich folgende Regelung beinhalten: "... eine Suspendierung durch die NFL ausschließlich im Zusammenhang mit Angelegenheiten, die dem Klub gemäß Paragraph 42 schriftlich mitgeteilt wurden und dazu führt, dass der Spieler dem Klub ausschließlich für Spiele während der NFL-Ligajahre 2022 oder 2023 nicht zur Verfügung steht, führt nicht dazu, dass dem Spieler den Signing Bonus verfällt."

Bislang hat Watson noch nichts von seinem Unterzeichnungsbonus erhalten. 15 Millionen Dollar sind am 31. Juli fällig, weitere 15 Millionen US-Dollar am 31. Januar, die letzten 14,965 Millionen US-Dollar werden am 31. März 2023 gezahlt.

Eine Suspendierung durch die NFL würde sich dem Bericht nach lediglich auf das Grundgehalt auswirken. Dieses beträgt in der Saison 2022 vertragstechnisch allerdings nur 1,035 Millionen US-Dollar. Das heißt: Durch jede Spielwoche, die er in der NFL verpasst, würde er 57.500 Dollar verlieren. Eine Summe, die sich angesichts von dem Signing Bonus verschmerzen ließe ... 

+++ 28. Juni: NFL will Berufung im Watson-Fall vermeiden - Akzeptiert die Liga kurze Sperre?

Die NFL möchte eine Berufung im Fall Deshaun Watson wohl unbedingt vermeiden. Die Liga wäre laut Rob Maaddi von der "Associated Press" sogar bereit, eine Sperre über sechs bis acht Spiele für Deshaun Watson zu akzeptieren, obwohl die Liga eigentlich auf eine unbefristete Suspendierung für den Quarterback der Cleveland Browns bestehe. Demnach sei ein Berufungsprozess für "alle Seiten eine schreckliche Situation".

Experten rechnen jedoch damit, dass die Liga, sollte Richterin Sue Robinson Watson für sechs bis acht Spiele aus dem Verkehr ziehen, auf jeden Fall in Berufung gehen würde, um die von ihr gewünschte Sperre von mindestens einem Jahr zu erreichen.

Dass die Liga jetzt Informationen an die Presse gibt, könnte somit Teil eines größeren Plans sein.

+++ 27. Juni: Watson droht Sperre auf unbestimmte Zeit +++

Einen Tag vor dem anberaumten Start der Anhörung am Dienstag mehren sich die Hinweise darauf, dass Deshaun Watson mit einer langen Sperre rechnen muss.

Wie Andrew Beaton vom "Wall Street Journal" berichtet, strebt die NFL eine Sperre auf unbestimmte Zeit an. Demnach wäre eine Suspendierung von mehr als einem Jahr möglich - eine Sperre für weniger als ein Jahr sei ausgeschlossen.

Als Grund für diese Bestrebungen nennt der Journalist die Ergebnisse aus den Ermittlungen des vergangenen Jahres und den Umfang der Anschuldigungen, die die NFL-Verantwortlichen als besonders belastend eingestuft haben.

Demnach würden sich die Ermittlungen auf fünf Fälle konzentrieren, in denen es sich gleich um mehrere Formen der sexuellen Belästigung handle. Die Anschuldigungen hielte die Liga für objektiv beweisbar und seien ein klarer Beleg für ein "beunruhigendes Verhaltensmuster von Watson".

+++ 25. Juni: Suspendierungsanhörung beginnt am Dienstag +++

Bald könnte Klarheit über eine mögliche Sperre von Deshaun Watson herrschen. Die dazugehörige Anhörung beginnt am Dienstag. Das berichtet "ESPN". Richterin Sue Robinson wird über den Fall des Quarterbacks der Cleveland Browns entscheiden. 

Es wird davon ausgegangen, dass die NFL sich für eine lange Strafe ausspricht, die NFLPA (Spielergewerkschaft) dagegen soll wohl auf der Seite von Watson sein und sich gegen eine Sperre aussprechen. Das berichtete ebenfalls "ESPN". 

Die NFL hofft, dass es vor Beginn der Trainings Camps (Ende Juli) Klarheit über die Causa geben wird. 

+++ 25. Juni: Gibt es von der NFL eine harte Strafe? +++

Wie lange müssen die Cleveland Browns auf Deshaun Watson verzichten? Die Spielergewerkschaft NFLPA befürchtet, dass der Quarterback eine komplette Saison lang aussetzen muss, berichtet "ProFootballNetwork". Die NFLPA hält es auch für möglich, dass die NFL Watson sogar auf unbestimmte Zeit sperren wird.

Die Stimmen mehren sich, dass die Liga ein Exempel statuieren könnte. Bereits die "Washington Post" hatte berichtet, dass das Watson-Lager glaubt, die Liga könnte argumentieren , dass es Watson "verdient, für mindestens eine ganze Saison gesperrt zu werden", und dass die Verantwortlichen der Liga wahrscheinlich eine "erhebliche" Strafe für den Quarterback fordern werden.

Wie es zuletzt hieß, hofft die NFL, das Verfahren inklusive eines möglichen Einspruchs bis zum Start des Training Camps der Cleveland Browns am 27. Juli abgeschlossen zu haben.

+++ 24. Juni: Gespräche über eine Suspendierung wohl "im Sande verlaufen" +++

Auch wenn Deshaun Watson wohl mit 20 der Klägerinnen eine Einigung erzielt hat, wird er von vier weiteren Frauen angeklagt. Doch selbst wenn er einer Strafe vor Gericht entgeht, droht ihm noch immer eine Sperre in der NFL. Josina Anderson von "CBS" berichtete aber, dass Gespräche über die Länge einer Sperre für Watson vorerst "im Sande verlaufen" seien.

In den Gesprächen befinden sich die NFL, die NFL Spielervereinigung und die Watsons Beraterteam. Laut Rechstexperte Michael McCann soll die Seite von Watson deutlich bereiter sein, einen Vergleich anzustreben. Sobald eine Entscheidung gefallen ist, würde sich Roger Goodell oder eine vom NFL Commissioner berufene Person Watson selbst anhören. Der Quarterback könnte dann noch Berufung einlegen, eine Chance auf Abmilderung der Strafe wäre gilt aber als gering.

Angeblich will die NFL eine lange Sperre für den 26-Jährigen erwirken. Er wäre nicht der erste Spieler, der strafrechtliche Folgen abwenden könnte, von der Liga dennoch suspendiert wird.

+++ 21. Juni: Watson erzielt Einigung mit 20 der 24 Klägerinnen +++

Einem Bericht der "New York Times" zufolge hat Tony Buzbee, der Anwalt der Klägerinnen bestätigt, dass Deshaun Watson mit 20 der 24 Klägerinnen im Missbrauchs-Skandal eine außergerichtliche Einigung erzielt hat.

In einem Statement sagte Buzbee, dass die Bedingungen und Zahlen der Einigungen vertraulich sind und deshalb auch nicht weiter kommentiert werden. Laut Buzbee ist eine der vier Frauen, die sich nicht mit Watson geeinigt hat, Ashley Solis. Solis war die Klägerin, die die erste Klage gegen Watson im März 2021 eingereicht hatte.

Über Solis sagte Verteidiger Buzbee: "Sie ist eine der Heldinnen dieser ganzen Geschichte. Ihr Fall ruht noch nicht und somit geht ihre Geschichte und die, der drei anderen starken Frauen weiter. Ich freue mich darauf, diese Fälle weiter zu verteidigen."

+++ 20. Juni: Kann der Trade rückgängig gemacht werden? +++

Ob sich die Cleveland Browns mit der Verpflichtung von Deshaun Watson wirklich einen Gefallen getan haben?

Angesichts der 24 Klagen wegen sexueller Belästigung hatte der Trade von den Houston Texans nach Ohio schon bei seiner Bekanntgabe einen faden Beigeschmack. Seitdem die Zahl der Fälle zuletzt auch noch auf 26 angestiegen ist, fragen sich immer mehr NFL-Fans, ob der Deal vielleicht sogar rückgängig gemacht werden kann.

Diesen Überlegungen trat nun Nick Caserio entschieden entgegen. "Der Trade ist offiziell besiegelt worden", sagte der General Manager der Texans bei "SportsRadio 610" in Houston und fügte sarkastisch an: "Es sei denn, jemand macht ihn per Cyberangriff rückgängig. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das passieren kann."

Gegen die Annullierung des Trades spricht übrigens auch noch ein weiterer Fakt: die Texans haben zwei Draft-Picks, die sie bei dem Trade bekommen haben, bereits genutzt.

+++ 18. Juni: Watson droht "signifikante" Sperre +++

Wie die "Washington Post" berichtet, könnte Watson mit einer "signifikanten" Sperre belegt werden und die kommende Saison verpassen.

In dem Artikel wird sich auf eine Person "auf Watsons Seite des Falles" berufen, die mit dem aktuellen Stand "vertraut" sein soll. Diese gehe davon aus, dass die NFL "wahrscheinlich" eine einjährige Sperre verhängen wird, da der Spielmacher gegen die Verhaltensrichtlinien der Liga verstoßen habe.

Zudem hoffe die NFL, das Verfahren inklusive eines möglichen Einspruchs bis zum Start des Training Camps der Cleveland Browns am 27. Juli abgeschlossen zu haben.

+++ 15. Juni: Therapie? Buzbee legt gegen Watson nach +++

Deshaun Watson und kein Ende: Nachdem sich der Quarterback der Cleveland Browns am Dienstag nach längerer Zeit mal wieder auf einer Pressekonferenz geäußert hat, kontert nun Tony Buzbee, der Anwalt der bislang 24 Klägerinnen.

Buzbee verpackt in seine Stellungnahme nicht nur jede Menge Seitenhiebe, sondern deutet auch an, dass man aktuell nur die Spitze des Klage-Eisbergs gesehen haben könnte. Er rät Watson zu einer Therapie, und spricht zugleich von den Frauen, "von denen einige geklagt haben und viele andere noch nicht".

"Viele andere" – zwei weitere Klagen wurden kürzlich angekündigt. Kommt da noch deutlich mehr? Vor einer Therapie wünscht sich Buzbee von Watson zudem eine Entschuldigung. Watson hatte am Dienstag nochmals seine Unschuld beteuert.

"Angesichts des Umfangs der eingereichten glaubwürdigen Fälle, der vereidigten Aussage des leitenden Ermittlers, der unbestrittenen Fakten und des Herzschmerzes, des Leids und des Schadens, den Watson angerichtet hat, halten wir es für angemessen, dass Deshaun Watson ein gewisses Maß an Bedauern oder Reue über die Art und Weise zum Ausdruck bringt, wie er diese Frauen behandelt hat, von denen einige geklagt haben und viele andere noch nicht. Die Teilnahme an einer Therapie wäre zumindest ein Schritt nach vorne", sagte Buzbee laut ESPN: "Wir haben zu diesem Thema nichts weiter zu sagen."

+++ 15. Juni: Watson beteuert erneut Unschuld +++

Deshaun Watson hat sich bei einer Medienrunde erneut über die Vorwürfe gegen ihn geäußert. "Ich habe nie jemanden angegriffen", sagte der Quarterback der Cleveland Browns. "Ich habe es von Anfang an gesagt, und ich werde das auch weiterhin tun." Er habe auch nie jemanden "missachtet oder belästigt".

Gleichwohl bedauert er, welche Auswirkungen die Geschehnisse rund um seine Person haben.

"Ich bereue die Auswirkungen auf die Gemeinschaft und Menschen um mich herum. Und dazu gehört auch meine Familie. Dazu gehört auch diese Organisation. Dazu gehören auch meine Teamkollegen in diesem Umkleideraum, die diese Fragen beantworten müssen. Dazu gehört auch die Fangemeinde der Cleveland Browns. Dazu gehören Männer und Frauen auf der ganzen Welt. Die eine Sache, die ich wirklich bedauere, sind die Auswirkungen, die das auf so viele Menschen hatte. Es ist schwer, damit umgehen zu müssen", so Watson.

+++ 14. Juni: Anwalt kündigt neue Klagen gegen Watson an +++

Neuigkeiten im Fall Deshaun Watson: Die Anzahl der Klagen gegen den Quarterback der Cleveland Browns wird sich weiter erhöhen. Zu den bisher eingereichten 24 Klagen werden zwei weitere dazukommen, das bestätigte Rechtsanwalt Tony Buzbee dem in Cleveland ansässigen TV-Sender "WEWS TV". 

Laut dem Juristen sei eine der beiden Damen über die Empfehlung eines anderen Anwalts bei ihm gelandet, die andere Frau hatte in einer TV-Show von den Anschuldigungen gegen Watson erfahren und sich in der Folge ebenfalls für eine Klage entschieden.

Ob und wie weit sich die Anzahl der Klagen noch erhöhen wird, ist aktuell unklar. In der vergangenen Woche hatte die "New York Times" berichtet, dass Watson in einem Zeitraum von 17 Monaten von mindestens 66 Frauen Massagen erhielt.

+++ 11. Juni: Polizistin glaubt an Schuld von Deshaun Watson +++

Kamesha Baker, eine Polizistin aus Houston, hat unter Eid erklärt, dass sie an die Schuld von Deshaun Waton glaube. Das berichtet Brent Schrotenboer von "USA Today". Demnach verstehe sie auch nicht, warum die Grand Jury den Quarterback nicht angeklagt habe.

"Ich habe ihr (Staatsanwältin Johna Stallings; Anm. d. Red.) gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass wir die Anklägerinnen für glaubwürdig und zuverlässig halten. Deshalb haben wir einen Haftbefehl erlassen, der besagt, dass sie glaubwürdig und zuverlässig sind", so Baker weiter.

Trotz ihrer Arbeit an dem Fall sagte sie nicht vor der Grand Jury aus, da Rusty Hardin, Anwalt von Deshaun Watson, dies verhinderte. Dieser hatte Einwände gegen eine mögliche Aussage von Kamesha Baker.

+++ 09. Juni: Houston Texans werden im Rechtsstreit zu Angeklagten +++

Anwalt Tony Buzbee, der die 24 Klägerinnen im Rechtsstreit gegen Deshaun Watson vertritt, will nun auch die Houston Texans verklagen.

Laut einem Bericht der "New York Times" soll die Franchise ihren ehemaligen Quarterback mit einer Mitgliedschaft für das Hotel ausgestattet haben, in dem einige der Massagen stattgefunden haben sollen. Ein Mitarbeiter der Texans hat angeblich Watson zudem mit einer Verschwiegenheitsvereinbarung ausgestattet, die dieser bei den Massagen auch eingesetzt haben soll.

Buzbee sagte in einem Statement: "In vielen dieser Fälle boten die Texans die Gelegenheit für dieses Verhalten. Wir glauben, dass die Organisation der Texans sich der Probleme von Watson sehr wohl bewusst war, aber nicht gehandelt hat. Sie wussten es oder hätten es wissen müssen."

Die Franchise selbst hat sich noch nicht zu den Anschuldigungen der "Times" geäußert, betonte im Vorfeld aber immer, nichts von Watsons Aktionen gewusst zu haben.

+++ 08. Juni: Erste Äußerung seit zwei Monaten: Deshaun Watson meldet sich über Instagram +++

Seit seiner Vorstellungs-Pressekonferenz bei den Cleveland Browns Ende März hatte sich Deshaun Watson nicht mehr geäußert. Nun meldete sich der 26-Jährige in seiner Instagram Story zu Wort und bezog zu den neuesten Vorwürfen, mehr oder weniger, Stellung.

Der Quarterback teilte eine Zeile aus dem Song "Rich Off Pain" der US-Rapper Lil Baby, Lil Durk und Rod Wave: "Sieh, die Blogs können mich nicht brechen. Sieh, ich bin die Stimme, ich antworte nicht. Aber die Gerüchte, die ihr gehört habt, bestreite ich demütig."

Damit bekräftigt der ehemalige Texans-QB erneut seine Unschuld.

+++ 08. Juni: Watson soll mindestens 66 Masseurinnen binnen 17 Monaten aufgesucht haben +++

Neueste Enthüllungen der "New York Times" sollen beweisen, dass sich Deshaun Watson in einem Zeitraum von Herbst 2019 bis Frühjahr 2021 mit mindestens 66 Frauen zu Massagen verabredete.

Neben den 24 Frauen, die Watson inzwischen offiziell verklagten, nennt das Blatt die weiteren "mindestens" 42 Fälle, in denen sich Watson in dem Zeitraum von 17 Monaten mindestens einmal zu Massagen verabredet haben soll.

Unter anderem ein Opfer, das ihre Klage aufgrund von Datenschutz und Sicherheitsbedenken später wieder zurückgezogen haben soll. Sowie zwei Frauen, die die Vorfälle zwar bei der Polizei meldeten, allerdings von einer Anzeige bislang absahen.

Eine Betroffene sagte der New Yorker Tageszeitung, dass Watson bei seinen Bitten um sexuelle Handlungen sehr beharrlichen gewesen sei. Er soll zudem um Oralsex gebettelt haben. "Ich musste ausdrücklich sagen: 'Nein, das kann ich nicht'".

Die Frau, die anonym blieb und den Beklagten bislang nicht anzeigte, hinterfragte Watsons schamloses Verhalten dann laut eigenen Angaben auch direkt beim Browns-Quarterback. "Ich fing an, ihn zu fragen: 'Wie ist es, berühmt zu sein? Was ist eigentlich los mit dir? Du bist dabei, alles zu zerstören!'"

+++ 07. Juni: Details bekannt: Das steht in der neuesten Watson-Klage +++

Am gestrigen Montag wurde gegen Deshaun Watson die 24. Klage eingereicht. Diverse US-Medien zitieren nun aus dem Dokument, aus dem vor allem eine Passage hervorsticht.

"Der Angeklagte, Deshaun Watson, hat ein beunruhigendes Verhaltensmuster", heißt es im Schriftstück. "Jeder der gegen ihn vorliegenden Fälle ist auffallend ähnlich und zeugt von einer Gewohnheit oder einem Brauch: Watson sucht zufällige Fremde auf Instagram aus, was er mehr als hundert Mal getan hat."

So soll sich der Quarterback "mehr als hundert" Massagen von "zufälligen Fremden" gesichert haben. Vor allem in Zusammenhang mit der erst kürzlich von seinem Anwalt getätigten Aussage, gegen ein "Happy End" bei einer Massage wäre doch nichts einzuwenden, ein beunruhigendes Bild.

Was aber bedeutet dies für Watsons sportliche Zukunft? Ende März hatte NFL-Commissioner Roger Goodell eine bezahlte Beurlaubung ausgeschlossen, obwohl offenbar diverse Mitarbeiter im Office der Liga der Meinung sind, dass Watson bis zur Klärung der zivilrechtlichen Fälle vom Dienst freigestellt werden sollte. Dies könnte, vor allem ob der neu dazugekommenen Klagen, aber noch bis 2024 dauern.

Im Mega-Vertrag der Browns bekommt der Spielmacher für 2022 jedenfalls "nur" ein Grundgehalt von 1,035 Millionen. Sollte die NFL Watson ob der vorliegenden Klagen sperren, würde das erste Vertragsjahr finanziell nicht allzu sehr zu Buche schlagen.

+++ 06. Juni: 24. Klage eingegangen gegen Watson +++

Wie angekündigt, wurde eine 24. Klage gegen Deshaun Watson angestrengt. Die Frau dahinter habe den NFL-Star zwei Mal massiert.

Beim ersten Mal sei die Session abrupt beendet worden, weil Watson einen Anruf entgegennehmen musste. Doch wenige Tage später habe der Quarterback sich erneut von ihr eine Massage geben lassen und sich im Verlauf des Termins unangemessen verhalten.

Laut der Klage habe die Frau kurz darauf "die Massagetherapie aufgegeben" wie "ESPN" unter Berufung auf die Klageschrift berichtet.

Tony Buzbee, Anwalt aller Klägerinnen, betonte in einem Statement die Parallelen zu den anderen Klagen. Er vertrete "24 starke, mutige Frauen, die trotz des Spotts, juristischer Winkelzüge und intensiver Beobachtung durch die Medien weiterhin für das Richtige eintreten". Sie seien allesamt "wahre Helden".

Weiter heißt es: "Ich sage erneut, dass unser gesamtes Team unglaublich stolz darauf ist, diese Frauen zu vertreten, und wir freuen uns auf den Tag, an dem wir die Fälle vor den Geschworenen detailliert darlegen können."

+++ 05. Juni: Anwälte verteidigen 5.000 Dollar-Zahlung +++

Nachdem zuletzt Spa-Besitzerin Dionne Louis aussagte, Deshaun Watson habe ihr 5.000 Dollar gegeben, weil er der Meinung sei, dass er "eine gute Person" sei, wurde natürlich wild spekuliert, ob es nicht Schweigegeld gewesen sein könnte.

Die Anwälte Watsons äußerten sich jetzt zu den Spekulationen. "Sie bat ihn, ihr bei ihrem Geschäft zu helfen, und das tat er, und darum ging es bei den 5.000 Dollar", sagte Rusty Hardin der USA Today. "Es hatte nichts mit all den hinterhältigen Mutmaßungen zu tun."

Watsons Anwältin Leah Graham bestätigte: "Er war sehr inspiriert, schwarzen Unternehmen zu helfen", sagte Graham. "Das ist ein Beispiel für die zahlreichen Beiträge, die er für verschiedene schwarze Unternehmen in Houston geleistet hat."

+++ 05. Juni: Nummer 24! Nächste Klage gegen Watson +++

Nächster Rückschlag für Deshaun Watson. Nachdem in der vergangenen Woche eine 23. Klage gegen den Quarterback eingereicht wurde, wird am morgigen Montag Nummer 24 folgen - das bestätigte Rechtsanwalt Tony Buzbee im Gespräch mit der Zeitung "Cleveland Plain Dealer".

Die neu eingereichten Fälle dürften den Prozess gegen den Spielmacher nur noch verkomplizieren. So wird in US-Medien erläutert, dass sich die Angelegenheit noch bis mindestens 2024 hinziehen könnte. Zumal die Kläger-Seite plant, jede einzelne der 24 Klagen in einem einzelnen Prozess zu verhandeln.

+++ 04. Juni: Watson-Anwalt mit fragwürdiger Aussage +++

Im Zuge des Gerichtsverfahrens gegen den Quarterback der Cleveland Browns, Deshaun Watson, hat dessen Anwalt Rusty Hardin im Radio eine fragwürdige Aussage getätigt - nun rudert der Jurist selbst zurück.

Hardin sagte bei "SportsRadio 610", dass eine "Massage mit Happy End" nicht gleich eine Straftat sei. Hat der Anwalt damit jedoch ausgeplaudert, dass sein Mandant bei den Massagen genau auf solche sexuellen Happy Ends abzielte?

Schließlich wurde in den vergangenen Tagen bekannt, dass Watson tatsächlich mit drei der Klägerinnen Geschlechtsverkehr hatte. Hardin beteuerte allerdings: "Es kann nun mal passieren, dass es nach einer Massage zum Happy End kommt. Das ist allerdings keine Straftat, zumindest dann nicht, wenn kein Geld oder ähnliches für den Sex geboten wird."

Dennoch sorgte dieses Statement für Schlagzeilen - auch weil viele dachten, dass Hardin sich diesbezüglich zu Watson äußerte. Nun ruderte der Anwalt jedoch zurück.

Bei "NBC" heißt es, Hardin habe diese Aussage lediglich hypothetisch geäußert und nicht explizit Watson damit gemeint: "Ich habe über eine hypothetische Situation gesprochen und nicht darüber, was Deshaun bei den Massagen getan oder nicht getan, beziehungsweise erwartet und nicht erwartet hat."

Nichtsdestotrotz erweckte die Aussage den Anschein, als hätte der NFL-Quarterback den sexuellen Kontakt zu den Masseusen gesucht. Ohnehin hat Watson an Kredit verspielt, nachdem herauskam, dass er den Klägerinnen Geld geboten hatte.

+++ 03. Juni: Enthüllt: Watson bot wohl jeder Klägerin Geld +++

Erst vor wenigen Tagen wurde eine 23. Klage gegen Quarterback Deshaun Watson eingereicht - und diese hat es in sich. Laut US-Medien steht in einer Fußnote auf Seite zwei der Klageschrift: "Natürlich wissen wir jetzt, dass Deshaun Watson jeder Klägerin 100.000 Dollar angeboten hat, um die Fälle beizulegen, aber nicht alle wollten diesen Betrag annehmen, aufgrund der aggressiven Geheimhaltungsvereinbarung, die Watsons Team vorgeschlagen hat."

Vor einem möglichen Watson-Trade hatten demnach die Miami Dolphins versucht, alle Fälle so schnell wie möglich beizulegen. Seinerzeit sollen auch 18 von 22 Frauen dafür bereit gewesen sein, vier lehnten jedoch aufgrund der aggressiven Formulierungen ab. 

Bereits Anfang des vergangenen Jahres scheiterte eine Einigung an einer Geheimhaltungsklausel. Damals sprachen sich aber der Spielmacher und sein Anwalt dagegen aus.

+++ 02. Juni: Bezahlte Watson einer Spa-Besitzerin "Schweigegeld"? +++

Die Zivilklagen gegen Deshaun Watson könnten ein weiteres Kapitel bekommen. Spa-Besitzerin Dionne Louis sagte aus, Watson habe ihr 5.000 Dollar gegeben, weil er der Meinung sei, dass er "eine gute Person" sei. Das berichtet "USA Today". Dieses Geld könnte demzufolge zu einem gewissen Grad als "Schweigegeld" angesehen werden.

Insgesamt drei der 23. Anklägerinnen standen, zu teils verschiedenen Zeitpunkten, in einem Arbeitsverhältnis mit Louis.

Zia Smith, die die neueste Klage gegen den Quarterback der Cleveland Browns einreichte, beschuldigte Louis, es Watson erleichtert zu haben, die Frauen zum Sex zu überreden. Als Beweis sollen Textnachrichten von Louis an Smith gelten, in denen die Spa-Besitzerin zugeben soll, die 5.000 Dollar "Schweigegeld" bekommen zu haben.

+++ 01. Juni: 23. Zivilklage gegen Watson eröffnet +++

In seinem Rechtsstreit gegen verschiedene Klägerinnen muss sich Deshaun Watson nun gegen einen neuen Fall von sexueller Belästigung erwehren. Am Dienstag (31. Mai 2022) wurde eine neue Zivilklage gegen ihn eingereicht, die nun 23. insgesamt.

Es ist die erste neue Klage gegen ihn seit April 2021.

Über seinen Anwalt, Rusty Hardy, lässt Deshaun Watson verlauten, dass er die Anschuldigungen von nicht-einvernehmlichen sexuellen Handlungen weiter abstreitet. Die NFL äußerte sich noch nicht zu den neuen Anschuldigungen.

+++ 25. Mai: Watson gibt Sex mit drei der Klägerinnen zu +++

Deshaun Watson gibt über seine Anwälte zu, dass es mit drei Frauen nach der Massage zu sexuellen Handlungen kam. Mit den anderen 19 der insgesamt 22 Frauen, die den Quarterback verklagten, sei nichts weiter passiert.

"Die kleinen sexuellen Handlungen, die passierten, waren einvernehmlich", erklärte Watsons Anwalt Rusty Hardin. "Und es gibt überhaupt nur drei Fälle, in denen irgendeine Art von sexueller Aktivität aufkam." Dazu erklärte er, dass diese drei Fälle nicht nur einvernehmlich gewesen seien, sondern von den Frauen sogar selbst eingeleitet.

Leah Graham, eine weitere Anwältin in Watsons Team, stellte zusätzlich klar: "In jede Massage ging er nur mit dem Gedanken an eine professionelle Massage und in diesen drei Fällen, in denen einvernehmliche sexuelle Handlungen passierten, war es immer nach der Sitzung."

Was die Eingeständnisse von Watson für die weitere Untersuchung bedeuten, ist noch nicht klar.

+++ 25. Mai: Watson-Untersuchung bald abgeschlossen +++

Die NFL-Untersuchungen gegen Deshaun Watson wegen der Vorwürfe sexueller Belästigung sind bald abgeschlossen.

Das kündigte NFL-Boss Roger Goodell beim Treffen der Teambesitzer an. "Ich kann keinen Zeitplan geben, aber wir nähern uns dem Ende der Untersuchungen und dann geht der Fall weiter an unseren Disziplinarbeamten."

Diese Person wird sowohl von der Liga, als auch von der NFLPA bezahlt und entscheidet, nachdem die NFL eine Strafe vorgeschlagen hat, über das endgültige Strafmaß für Watson. 

+++ 25. Mai: Klägerinnen sauer über Watsons Mega-Vertrag +++

Der Mega-Vertrag von Deshaun Watson bei den Cleveland Browns schlägt hohe Wellen. 

"Es ist wie ein großes 'F... dich ins Knie'", sagte Ashley Solis, eine der 22 Klägerinnen gegen Watson, bei "HBO". "Es fühlt sich an, als ob wir nicht zählen. Er kann werfen und rennen, das stört uns."

Watson erhielt bei den Browns einen garantierten 230-Millionen-Dollar-Vertrag. Kyla Hayes, eine weitere Klägerin, nannte den Vertrag "krank. Ich glaube, dass er für sein schlechtes Benehmen belohnt wurde."

Solis schilderte außerdem, wie sie sich von Watson bedroht fühlte. "Er sagte nur, dass ich eine Karriere zu schützen habe. 'Und ich weiß, dass niemand diese zerstören soll, genauso wie meine.' Nach diesem Satz wurde ich richtig ängstlich."

+++ 23. Mai: Zwei Klägerinnen sprechen im TV - Watson lehnt Anfrage ab +++

Zwei der insgesamt 22 Frauen, die Quarterback Deshaun Watson sexuelle Belästigung vorwerfen, gehen ins Fernsehen. Sie kommen am Dienstag in der HBO-Sendung "Real Sport with Bryant Gumbel" zu Wort, wie der Sender und Anwalt Tony Buzbee bestätigten.

Watson selbst hingegen hat eine HBO-Anfrage mit dem Verweis auf die laufenden Ermittlungen der NFL abgelehnt. 

Der Sender bat die Frauen um Interviews, die Kanzlei hatte es den Frauen freigestellt, sich im TV zu äußern. "Zwei haben sich dafür entschieden. Diese Frauen sind die tapfersten und mutigsten, die ich je getroffen habe", teilte Buzbee in einem Statement mit. 

Lob gab es für HBO. Während der Dreharbeiten sei er beeindruckt von der Sorgfalt und dem Beharren auf Fairness seitens HBO gewesen, so der Anwalt. "Trotz unserer Bitten weigerte sich HBO, uns im Voraus die Fragen mitzuteilen, die sie stellen wollten. Und ich kann Ihnen sagen, dass tatsächlich harte Fragen gestellt wurden - nicht nur an unsere Mandanten, sondern auch an mich."

Buzbee ließ es sich in dem Statement nicht nehmen, den Status Quo des Zivilprozesses zu erwähnen, versehen mit einem Seitenhieb in Richtung Watson-Lager.

"Mit jeder Zeugenaussage im Rahmen des vorgerichtlichen Ermittlungsverfahrens verdichten sich die Beweise gegen Deshaun Watson weiter", so Buzbee: "Wir freuen uns darauf, diese Fälle so bald wie möglich vor Gericht zu verhandeln. Wir sind sehr zuversichtlich, dass am Ende der Gerechtigkeit Genüge getan werden wird."

+++ 21. Mai: Watson-Anwalt verrät: Entscheidung der NFL wohl im Juni +++

Sperrt die NFL Deshaun Watson? Und wenn ja, für wie viele Spiele? Noch ist unklar, ob der Neuzugang der Cleveland Browns in Woche eins auch tatsächlich auf dem Platz stehen darf. 

Wie Watsons Anwalt Rusty Hardin nun dem "Cleveland Plain Dealer" verriet, erwartet das Lager des Quarterbacks eine Entscheidung im Juni. Genau wollte sich der Anwalt zwar nicht festlegen, sagte aber: "Sie wollen alles noch im Sommer erledigen. Und das eher früher als später." 

Zudem erwartet man weitere Gespräche seitens der NFL. 

+++ 16. Mai: Treffen mit NFL-Verantwortlichen +++

Die NFL prüft weiterhin den Watson-Fall. Im Rahmen der Prüfung ist für diese Woche ein Treffen zwischen dem Quarterback der Cleveland Browns und NFL-Verantwortlichen vorgesehen. Das berichtet NFL-Insider Ian Rapoport.

Das Treffen ist in Texas angesetzt. Was genau dabei besprochen wird und wer dabei ist, ist aktuell noch unbekannt. Die NFL äußerte sich bisher nicht.

+++ 11. April: Verhandlungen der Zivilklagen frühstens 2023 +++

Die Verhandlungen der 22 Zivilklagen gegen Deshaun Watson werden voraussichtlich nicht während der NFL-Saison 2022 verhandelt, sondern frühestens im März kommenden Jahres. Darauf haben sich die beteiligten Anwälte der verschiedenen Parteien geeinigt, wie Adam Ferrise vom "Cleveland Plain Dealer" berichtet. 

So könnte sich Watson mit den Cleveland Browns in Ruhe auf die kommende Spielzeit konzentrieren, ehe in der darauffolgenden Offseason die 22 Zivilklagen in einem oder mehreren Prozessen verhandelt werden würde.

+++ 6. April: Watson muss zu ihn verteidigenden Massage-Therapeutinnen aussagen +++

Laut einem Bericht von "USA Today" hat ein Richter aus Texas angeordnet, dass Deshaun Watson vor Gericht Fragen beantworten muss, um herauszufinden, ob der Quarterback der Cleveland Browns mit einer oder mehreren der Massage-Therapeutinnen Sex hatte, die eigentlich zu seiner Verteidigung erschienen sind.
Dabei geht es um die Unterstützungserklärungen von 18 Massage-Therapeutinnen, deren Dienste er ebenfalls in Anspruch genommen hatte.
Durch den Beschluss will die Jury Watsons Motiv herausfinden. Wenn er mit einigen der 18 Masseusen einvernehmlichen Sex gehabt haben sollte, könnte die Jury zu dem Schluss kommen, dass er bei Sitzungen mit den anderen Masseusen möglicherweise ein ähnliches Ziel verfolgte.

+++ 24. März: Watson: Erneut keine Anklage! +++

Auch die Grand Jury in Texas, die die Anzeigen gegen Deshaun Watson aufgrund sexuellen Fehlverhaltens überprüfte, erhebt keine Strafanzeige gegen den Quarterback der Cleveland Browns.

Das bestätigte unter anderem NFL-Insider Ian Rapoport auf Twitter. "Andere Jury, anderer Bezirk und das Ergebnis bleibt das gleiche: keine strafrechtlichen Verfolgungen."

In einem Statement erklärte Bezirksstaatsanwalt Tom Selleck: "Nach einer sorgfältigen und gründlichen Überprüfung der Tatsachen und Beweise, die in den Berichten des Sheriff Office von Brazoria County und der Houston Police Department dokumentiert sind, sowie nach Anhörung von Zeugenaussagen hat die Grand Jury für Brazoria County es abgelehnt, Deshaun Watson wegen irgendwelcher Anklagen anzuklagen Verbrechen."

Weiter heißt es: "Dementsprechend ist diese Angelegenheit abgeschlossen."

Die NFL teilte derweil mit, weiterhin alle Entwicklungen in dieser Sache zu beobachten.

Watsons Anwalt Rusty Hardin ließ mitteilen: "Wir haben die ganze Zeit gewusst, was Menschen, die die Fakten kennen, auch wissen - Deshaun hat keine Verbrechen begangen. Tatsächlich haben jetzt zwei getrennte Grand Jurys festgestellt, dass es nicht einmal einen wahrscheinlichen Grund zu der Annahme gab, dass er ein Verbrechen begangen hat."

+++ 24. März: Nächste Jury erwägt Strafanzeige gegen Watson +++

Knapp zwei Wochen nachdem eine Grand Jury in Houston es abgelehnt hatte, den NFL-Quarterback Deshaun Watson wegen neun Strafanzeigen anzuklagen, erwägt eine weitere Jury in Texas durchaus eine Strafanzeige gegen den Spielmacher der Cleveland Browns.

Laut einem Bericht der "New York Times" geht es dabei um die Anzeige einer Frau, die behauptet, Watson hätte während einer Massage im November 2020 auf sie ejakuliert. Das gab Tony Buzbee an, der Anwalt aller klagenden Frauen. Laut Buzbee soll eine Entscheidung des Gerichts sogar schon innerhalb der nächsten 48 Stunden folgen.

Nachdem Watson in den vergangenen Straf-Verfahren einer Anklage entging, folgte der Wechsel von den Houston Texans zu den Browns. Allerdings ist es nach wie vor möglich, dass der Star-Quarterback strafrechtlich verfolgt wird. Ob die Browns davon wussten, dass in Texas ein weiteres Gericht eine andere Anzeige prüft, sei laut Buzbee ungewiss.

Watsons Anwalt Rusty Hardin sagte hingegen, dass Cleveland davon wusste und behauptet, dass die Sache keine Auswirkungen auf den Status des Teams und den Quarterback haben werde: "Deshaun Watson wird Clevelands Quarterback. Komme, was wolle".

+++ 17. März: Watson sagt vor Gericht unter Eid aus +++

Am Dienstag musste Deshaun Watson an zwei weiteren Zivilverfahren teilnehmen. Im Gegensatz zum vergangenen Freitag, als keine Anklage gegen den Quarterback der Houston Texans erhoben wurde, sagte Watson allerdings unter Eid vor Gericht aus.

"Das war das erste Mal, dass er tatsächlich Fragen beantwortet hat", sagte Tony Buzbee, der Anwalt der 22 Klägerinnen, laut "KHOU11". Demnach wurde im Gerichtssaal über zwei Klägerinnen gesprochen, weitere 18 Fälle werden in den kommenden Verfahren noch behandelt.

Obwohl der Quarterback nicht strafrechtlich verfolgt wird, gibt es immer noch 22 aktive Zivilklagen gegen ihn, laut denen ihm sexuelle Belästigung und Körperverletzung vorgeworfen werden. Neun Anschuldigungen waren dabei verhandelt worden - in keinem Fall wurden offenbar genug Beweise gefunden, um Watson strafrechtlich anzuklagen. Dem Bericht zu Folge berief sich Watson auf das "Fifth Amendment", dass in den USA verschiedene Rechte des Angeklagten sicherstellt.

Laut Gerichtsdokumenten kontaktierte Watson die Frauen meistens in den Sozialen Medien wie Snapchat und Instagram. Buzbee hatte ihn wohl angefragt, ob er die Nachrichten, die auch Bestandteil der Anklage sind, wieder gelöscht hat.

Watson bejahte dies demnach, sagte aber nicht, wann er dies tat. Watsons Anwalt verteidigte den Quarterback: "Der Mann hat Millionen Follower, okay? Wenn er keine Beziehung oder Kontakt zu den Leuten hat, löscht er die Nachrichten eben." Der Prozess, in dem sich Watson noch weiteren Fragen der Klägerinnen stellen muss, wird fortgesetzt.

+++ 11. März: Watson: Keine Anklage! +++

Gute Nachrichten für Deshaun Watson: Der Quarterback bleibt ein freier Mann und wird nicht angeklagt. Das entschied ein Geschworenengericht am Freitag. Neun Anschuldigungen waren dabei verhandelt worden – in keinem Fall wurde offenbar genug gefunden, um Watson strafrechtlich anzuklagen. Insgesamt gibt es 22 Klagen von Frauen, die Watson vorwerfen, sich unsittlich genähert zu haben. Die Entscheidung der Grand Jury am Freitag kam etwa ein Jahr, nachdem die Frauen ihre Klagen erstmals eingereicht hatten. Zehn Frauen hatten bei der Polizei von Houston Strafanzeige gegen Watson erstattet, acht davon haben ihn verklagt.

Die Zivilverfahren bleiben von der Entscheidung der Grand Jury unberührt, sie laufen noch weiter. "Wir sind erfreut, dass die Grand Jury die Angelegenheit gründlich untersucht hat und zu demselben Schluss gekommen ist wie wir", sagte Watsons Anwalt Rusty Hardin in einer Erklärung. "Deshaun Watson hat keine Straftaten begangen und ist keiner Straftat schuldig. Da die strafrechtlichen Ermittlungen nun abgeschlossen sind, freuen wir uns, mit den zivilrechtlichen Anhörungen fortzufahren. Wir werden diese Fälle mit allem, was wir haben, vehement verteidigen."

Für den Spielmacher ist diese Entscheidung ohne Frage wichtig für den Weg zurück auf das NFL-Spielfeld, auch wenn er im Rahmen einer Untersuchung der Liga theoretisch immer noch gesperrt werden könnte. Er stand 2021 zwar im Kader der Houston Texans, kam aber nicht zum Einsatz. Zu einem Trade, den er gefordert hatte, kam es in der Zeit allerdings nicht. Das könnte sich nun ändern, Interessenten dürfte es genug geben.

+++ 11. März: Watson: Aussage vor Gericht? +++

Am Freitag könnte Deshaun Watson in Houston erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn im Rahmen der Zivilklagen vor Gericht und damit unter Eid aussagen. Das bestätigte sein Anwalt Rusty Hardin. Zwölf Geschworene sollen zudem entscheiden, ob sie Watson für schuldig befinden. Sollte das der Fall sein, könnte der Bezirksstaatsanwalt entscheiden, ein Strafverfahren gegen Watson einzuleiten, sagte Hardin.

Hardin kündigte allerdings an, dass er Watson anweisen wird, sich während seiner Aussage in den Zivilverfahren am Freitag zunächst nicht selbst zu belasten, weil er dadurch strafrechtlich belangt werden könnte.

"Ich lasse ihn ganz bestimmt keine Fragen von Leuten beantworten, bevor das Gericht nicht entschieden hat", so Hardin.

Für eine Entscheidung der Grand Jury ist kein einstimmiges Votum nötig, lediglich eine Dreiviertelmehrheit. "Sobald die Geschworenen ihr Urteil gefällt haben, werden wir Fragen beantworten", so Hardin. Während eine Entscheidung über die strafrechtlichen Vorwürfe bereits am Freitag fallen könnte, dürfte Watson in den 22 anhängigen Zivilprozessen über mehrere Tage befragt werden müssen, denn jeder der Kläger hat dafür bis zu zwei Stunden Zeit.

Sollten die strafrechtlichen Prozesse fallen, könnten auch die sportlichen Trade-Gerüchte um den Spielmacher schnell Fahrt aufnehmen. Trotz Verfahren sollen weiterhin mehrere Teams an Watson interessiert sein. 

+++ 22. Februar: Watson soll in mindestens neun Fällen unter Eid aussagen +++

Ein Richter in Houston hat entschieden, dass Deshaun Watson in mindestens neun der 22 Zivilklagen in naher Zukunft unter Eid aussagen soll. Wann genau dies der Fall sein wird, ist allerdings noch nicht klar. Watsons Anwalt, Rusty Hardin, hatte in der vergangenen Woche einen Antrag gestellt, dass der 26-Jährige erst nach dem 1. April aussagen muss. Ursprünglich sollte Watsons Befragung bereits in dieser Woche beginnen. Von den neun Frauen hat keine Strafanzeige gegen Watson erstattet.

"Deshaun Watsons Team behauptet laut und öffentlich, er sei unschuldig und wolle nichts weiter, als seinen Namen reinzuwaschen, doch er weigert sich, sich in einen Raum zu setzen und sich seinen Anklägern zu stellen und Fragen unter Eid zu beantworten", sagte Tony Buzbee, der Anwalt der 22 Frauen, die Watson verklagen.

Hardin betonte, dass man als es Anwalt seinem Klienten nicht erlauben würde, in einem Zivilverfahren unter Eid auszusagen, wenn ein potenzielles Strafverfahren droht. Er kündigte deshalb an, dass Watson wahrscheinlich von seinem Recht zu schweigen Gebrauch machen wird.

+++ 28. Januar: Zeugin beruft sich auf Zusatzartikel und verweigert Aussage +++

Weil die 22 Zivilklagen gegen Deshaun Watson nicht mit einem Vergleich beendet wurden, kommt es in Kürze zur Anhörung des Quarterbacks der Houston Texans. Erst dann wird entschieden, ob und wie gegen den NFL-Star weiter gerichtlich vorgegangen wird.

In der Zwischenzeit werden seitens der Ermittler auch einige Zeugen zu den Vorwürfen befragt. Tony Buzbee, Anwalt der 22 Klägerinnen, gab nun ein interessantes Detail im Zuge dieser Befragungen preis. 

So soll sich eine Zeugin, die sich bei den Houston Texans um die Vermittlung der Massage-Termine für Watson gekümmert hatte, während ihrer gesamten Befragung auf den 5. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung berufen haben. In diesem ist unter anderem das Aussageverweigerungsrecht festgelegt.

"Sie hat sich eine Stunde lang nur auf den Zusatzartikel berufen", erklärte Buzbee gegenüber "Fox 26": "Sie wollte nicht einmal bestätigen, dass sie Deshaun Watson überhaupt kennt."

Insgesamt wurden 13 der 22 Klägerinnen bereits von Watsons Anwaltsteam um Verteidiger Rusty Hardin befragt. Offiziell ist festgelegt, dass sich Watson persönlich erst nach dem Super Bowl im Februar unter Eid einer Befragung stellen muss. Erst dann kommt womöglich mehr Licht hinter das Dunkel der gesamten Geschichte. 

+++ 18. Dezember: Watsons Agent ist zuversichtlich +++

Die Zukunft von Deshaun Watson bleibt weiterhin ungewiss. Was Watson selbst bleibt, ist Optimismus, Zuversicht im Hinblick auf das, was in den kommenden Monaten kommen wird. Während Watson seit dem Beginn der Klagewelle schweigt, lebt sein Agent die Zuversicht in der Öffentlichkeit aus.

"Ich weiß, wer Deshaun ist, und ich denke, die Leute in der NFL wissen, wer Deshaun ist. Das ist der Grund, warum der Markt für Deshaun immer noch so heiß ist, wie er war", sagte David Mulugheta dem "Houston Chronicle". Tatsächlich wäre es offenbar fast zu einem Trade gekommen, auch wenn die Forderungen der Houston Texans so groß gewesen sein sollen, als ob es keine Klagen gegeben hätte. Eine mögliche Sperre durch die NFL schwebt aber weiterhin über Watson, von dem Urteil ganz zu schweigen.

Doch wie gesagt: Mulugheta ist optimistisch. Und Watson offenbar auch. "Wir sind ziemlich zuversichtlich, wie die Sache ausgeht", sagte der Agent: "Er ist sehr zuversichtlich, wie es ausgeht. Er ist immer noch einer der besten Quarterbacks in der NFL. Das wird er auch sein, wenn er wieder auf dem Feld steht. Er wird auch in Zukunft eine phänomenale Karriere haben." 

Auch mit der öffentlichen Meinung kann Watson offenbar umgehen. "In der heutigen Gesellschaft geht es leider nicht darum, wer Recht hat, sondern darum, wer der Erste ist", betonte Mulugheta: "Es ist bedauerlich, aber als jemand, der als öffentliche Person angesehen wird, muss man mit gewissen Dingen umgehen. Es ist bedauerlich, aber wir werden uns damit auseinandersetzen."

+++ 17. Dezember: Social-Media-Konten im Fokus der Ermittler +++

In den "Fall Watson" kommt wieder ein wenig Bewegung. Wie der lokale TV-Sender "ABC13" berichtet, sind bereits im Oktober Durchsuchungsbefehle für die Social-Media-Konten des Quarterbacks der Houston Texans ausgestellt worden. 

Damit haben die Ermittler Zugriff auf Quellen wie Instagram und die Cash App und suchen nach "Chat-Protokollen, Freunden, Followern und Follower-Listen, Nachrichten, einschließlich Text- und Multimedia-Nachrichten in Spam-, archivierten und anderen E-Mail-Ordnern und Suchverläufen" sowie nach potenziell gelöschten Informationen, und das für den Zeitraum zwischen dem 1. September 2019 und dem 1. Januar 2021.  

Im Cash-App-Konto des Superstars kann nach Transaktionsempfängern, Kontoinhabern, einschließlich Verlaufsaufzeichnungen und IP-Adressen, sowie nach einer Beschreibung der Transaktionen und dem Standort aller Geräte gesucht werden. 

"Die Anschuldigungen wurden in einen Durchsuchungsbefehl aufgenommen, damit die Strafverfolgungsbehörden befugt sind, Unterlagen zu beschaffen, die wir ihnen zur Verfügung gestellt hätten, wenn sie nur gefragt hätten", sagte Watsons Anwalt Rusty Hardin in einem Statement.

Und weiter: "Ich bin zuversichtlich, dass alle Behauptungen, die zu Deshauns Verhalten bei diesen Massagen geäußert werden, einfach nicht wahr sind - was auch immer sie sind."

+++ 3. November: "Es gab viele Anstrengungen, damit es einen Trade geben kann +++

Lange wurde darüber spekuliert, ob es bis zur Trade-Deadline am 2. November einen Wechsel von Deshaun Watson geben würde. Die noch immer ungeklärte rechtliche Situation um den Quarterback, der von 22 Frauen wegen sexueller Belästigung zivilrechtlich verklagt wurde, hat das offenbar verhindert.

Laut Tony Buzbee, dem Anwalt der 22 Frauen, gab es allerdings intensive Bemühungen, die Angelegenheit bis zur Trade-Deadline zu klären.    

"Es gab offensichtlich viele Anstrengungen von ihrer Seite, um den Fall beizulegen, damit es anscheinend einen Trade geben könnte", sagte der Anwalt gegenüber "Fox 26 Houston". "Ich gehe davon aus, dass es irgendwann wieder dazu kommen wird. Die Zeit ist auf meiner Seite. Ich werde den Fall einfach weiterverfolgen, weiterhin meine Sorgfaltspflicht in dem Fall erfüllen und den hoffentlich stattfindenden Prozess vorbereiten. Das nächste bedeutende Ereignis wird vermutlich sein, wenn wir im Februar die Gelegenheit haben, Herrn Watsons Aussage zu machen."

Buzbee bestreitet, dass er mit seinen Klientinnen eine Vertraulichkeitsvereinbarung durchbringen wollte und Watson dies abgelehnt habe, weil er um Transparenz bemüht sei. Vielmehr sei es andersherum gewesen: "Ich weiß nicht, ob die Bemühungen von Watson kam oder von den Dolphins kam", sagte Buzbee. "Aber es gab ein Beharren auf einer sehr, sehr robusten Geheimhaltungsvereinbarung. Wir haben das sehr entscheidend zurückgewiesen. Dies war für einige Frauen der Dealbreaker.“

Die Miami Dolphins galten als eines der Teams, das an Watson besonders interessiert gewesen sein soll.

+++ 27. Oktober: Erstmals Äußerungen von NFL-Commissioner Goodell +++

Am Rande des Besitzer-Treffens in der NFL hat sich nun auch Commissioner Roger Goodell zur Personalie Deshaun Watson geäußert.

In einer Pressekonferenz sagte der 62-Jährige: "Wir sehen derzeit keine Notwendigkeit, Deshaun Watson auf die Exempt-Liste zu setzen." Die Exempt-Liste ist eine eigens von der NFL kreierte Liste, um auch unter Vertrag stehende Spieler auf unbestimmte Zeit zu sperren. Prominentes Mitglied dieser Liste war in den vergangenen Jahren immer wieder Wide Receiver Josh Gordon.

"Wir haben noch nicht alle Informationen, die die Polizei hat und wir wollen uns in die Ermittlungen auch wirklich nicht einmischen", fuhr der Commissioner fort. 

+++ 16. September: Untersuchungen bis zur Trade-Deadline wahrscheinlich nicht abgeschlossen +++

Die Untersuchungen der Vorwürfe gegen Deshaun Watson nehmen viel Zeit in Anspruch. Bestand bislang die Hoffnung, dass die Ermittlungsergebnisse bis zur Trade-Deadline am 2. November abgeschlossen sind, sodass interessierte Teams darauf reagieren können, so scheint sich die Untersuchung nun doch hinauszuzögern.

Laut A.J. Perez vom "FrontOfficeSports.com" ist es "unwahrscheinlich", dass die Grand Jury bis zum 2. November entschieden hat, ob der abwanderungswillige Quarterback der Houston Texans angeklagt wird oder nicht.

Es gäbe aber "noch immer eine kleine Chance", dass Watson trotz der ungewissen Situation noch in dieser Saison getradet wird. So gebe es zumindest ein Team, dass dieses Risiko in kauf nehmen würde. Laut einer Einschätzung von „ProFootballFocus“ müssten die Miami Dolphins gemeint sein. Die übrigen Interessenten würden wohl erst einmal die Untersuchungsergebnisse abwarten.  

+++ 18. August: Watson spricht mit FBI, aber nicht mit der NFL +++

Deshaun Watson arbeitet mit dem FBI zusammen, hat aber noch nicht mit der NFL gesprochen. Das bestätigte sein Anwalt Rusty Hardin auf einer Pressekonferenz. Er selbst habe Watson ermutigt, mit dem FBI zusammenzuarbeiten, weil er davon überzeugt sei, dass Watson das Opfer einer Erpressung und nicht der Täter eines Verbrechens sei, erklärte er.

"Im April kam das FBI zu uns und teilte uns mit, dass sie in einer Angelegenheit ermitteln, in der es darum geht, ob einer der Klienten von Herrn Buzbee Erpressung begangen hat", sagte Hardin. Tony Buzbee ist der Anwalt der 22 Klägerinnen. "Wenn Sie einen Anwalt finden können, der seinen Klienten mit dem FBI sprechen lässt, wenn sein Klient etwas Falsches getan hat, wäre ich sehr, sehr überrascht", sagte Hardin.

Obwohl die NFL ihrerseits ebenfalls Gespräche führt, hat sich Watson mit den NFL-Ermittlern noch nicht unterhalten. Die NFL vermeidet Kontakt zu den Angeklagten und den Anwälten, bis die strafrechtlichen Ermittlungen abgeschlossen sind. "Sie wollen sicherstellen, dass sie sich nicht in die strafrechtlichen Ermittlungen einmischen", sagte Hardin und kündigte an: "Wann immer die Zeit reif ist, werden wir voll kooperieren".

+++ 14. August: Klägerinnen kritisieren NFL-Ermittler +++

Im Rahmen der Ermittlungen gegen Deshaun Watson ist es weiterhin offen, wie die NFL mit dem Thema umgeht. Noch ist der Quarterback nicht gesperrt worden. Allerdings haben sich Ermittler der Liga mit Frauen unterhalten, die Anschuldigungen gegen Watson vorgebracht hatten. Ashley Solis und Lauren Baxley haben freiwillig mit der NFL geredet und nun öffentlich Kritik geübt. Die NFL-Ermittlerinnen Lisa Friel und Jennifer Gaffney kommen dabei nicht gut weg. 

"Diese Frau hat mich gefragt, was ich anhatte, und das hat mich wirklich wütend gemacht", sagte Solis bei Sports Illustrated. "Sie erklärte, dass sie das fragen muss - was ich nicht glaube. Ich bin mir nicht sicher, was ich anziehen soll, das zeigt, dass ich nicht möchte, dass man den Penis auf meine Hand legt. Muss ich einen Rollkragenpullover tragen?" Solis erklärte, dass sie während des Gesprächs befürchtete, dass "meine Worte gegen mich verwendet werden würden".

Baxley wiederum empfand den Ton der Ermittler als "herablassend" und als "Victim blaming". Während Baxley mit der Polizei von Houston bei der Befragung gute Erfahrungen machte, berichtete sie, dass sie von Friel und Gaffney unterbrochen wurde, dass sie Dinge in Frage stellten. Baxley erklärte, dass sie dachte, dass sie "versuchten, mir ein Bein zu stellen. Sie haben wirklich nach Schwachstellen gesucht, die sie ausnutzen können."

Die NFL reagierte in einem Statement. "Wir sind den Frauen dankbar, die sich gemeldet haben, um über ihre Erfahrungen sprechen. Wir sind uns bewusst, wie schwierig es ist, über diese Themen zu sprechen, während wir versuchen, die Fakten zu verstehen", hieß es. Ermittler würden sich allerdings generell nicht während laufender Ermittlungen äußern.

+++ 12. August: "Der gleiche Scheiß": Watson-Statement vor Medien +++

Die Story um Deshaun Watson nimmt schon mal groteske Züge an. Der Quarterback ist nach Wochen der Abstinenz bei den Texans im Rahmen des Camps wieder zum Training erschienen. Großartig Neues zu berichten gibt es aber nicht. Weder, was die Suche nach einem neuen Team betrifft, noch was die Klagen gegen ihn angeht. 

Lediglich die Tatsache, dass er im ersten inoffiziellen Depth Chart der Texans als vierter Quarterback gelistet wird, hatte News-Charakter.

Trotzdem halten die Kameras und Handys der Journalisten drauf, wenn Watson den Platz betritt – und auch dann, wenn er ihn wieder verlässt. 

Spannende Bilder sind das freilich nicht, was Watson aber immerhin zu seinem ersten offiziellen Statement seit Wochen in Richtung der Medien brachte: "Warum filmt ihr mich alle jeden Tag?", fragte er an die Reporter gerichtet: "Es ist der gleiche Scheiß."

+++ 27. Juli: Die nächsten Klagen gegen Watson +++

Nachdem Deshaun Watson durch sein Erscheinen im Training Camp der Houston Texans nach Monaten mal wieder sportliche Schlagzeilen schrieb, kommt es nur Stunden später wieder zu anderweitigen Neuigkeiten.

Wie "ESPN" auf Berufung seines Anwalts berichtet, gibt es satte zehn weitere Anzeigen gegen Watson wegen sexueller Belästigung. "Wir werden vollständig mit der Polizei kooperieren. Und wenn das geklärt ist, dann werden wir vollständig mit der NFL kooperieren", so Watsons Rechtsbeistand.

Auch Tony Buzbee, Anwalt der Klägerinnen, äußerte sich bei "ESPN": "Wir erwarten, dass das noch ein sehr langer Prozess wird."

+++ 25. Juli: Trotz Verfahren und Trade-Forderung: Watson im Training Camp +++

Obwohl der Status von Watson in der kommenden Saison noch lange nicht geklärt ist, wird der Quarterback-Star zum Training Camp der Texans erscheinen. Das berichtete NFL-Insider Ian Rapoport am Sonntag. 

Neben der anhaltenden Vorwürfe abseits der Football-Welt ist weiterhin nicht geklärt, ob der 25-Jährige in der kommenden Saison überhaupt bei den Texans spielen wird. Unmittelbar nach der abgelaufenen Saison stellte er bei den Verantwortlichen eine Trade-Forderung. 

Grund für sein Erscheinen sei auch der finanzielle Aspekt. Meldet er sich nicht zum Camp, müsste er automatisch eine Strafe über 50.000 US-Dollar pro verpassten Trainingstag bezahlen. An seiner grundsätzlichen Einstellung bezüglich eines Wechselwunsches soll sich vorerst nichts geändert haben. 

+++ 20. Juni: Klägerinnen-Anwalt macht klar: "Werden Fälle vor Gericht bringen" +++

Im Fall Deshaun Watson war es in den vergangenen Wochen vergleichsweise ruhig. Beide Parteien diskutierten die Möglichkeit einer privaten Einigung. 

Nun hat sich Tony Buzbee, Rechtsanwalt der 22 Klägerinnen, wieder öffentlich zu Wort gemeldet. Via Instagram erklärte er, sich gesammelt mit einem einzigen Statement für alle äußern zu wollen. 

"Es wird keinen Vergleich geben, zumindest nicht in nächster Zeit", so der Jurist.

"Ich habe meine besten Leute auf diesen Fall angesetzt. Das sollte Ihnen eine Menge über unsere Absichten sagen. Meine 17 Anwälte erledigen unter meiner Aufsicht die juristische Routinearbeit, die nötig ist, um die Fälle für die Verhandlung und einen weiteren Sieg vorzubereiten. Ich mache das schon seit vielen Jahren und wie die texanische Anwaltskammer weiß, habe ich selten verloren", sagte Buzbee weiter.

"Und das sind sehr wichtige Fälle - diese Frauen sind wichtig! Und unser Team tut alles, was nötig ist, um diese Fälle vor Gericht zu bringen."

+++ 15. Juni: Texans-GM Nick Caserio gibt Update zur Causa Watson +++

In den vergangenen Wochen war es eher ruhig um Texans-Quarterback Deshaun Watson. Nun hat sich General Manager Nick Caserio zur Stimmung in der Mannschaft geäußert.

"Wir schauen von Tag zu Tag und kontrollieren die Dinge, die wir auch kontrollieren können", zitiert der "Houston Chronicle" den 45-Jährigen. Und weiter: "Die Spieler konzentrieren sich auf sich selbst und ihre Einstellung. Sie gehen sehr gut damit um."

Zur Situation rund um den angeklagten Spielmacher hat der Texans-GM nur wenige Neuigkeiten zu vermelden, kündigt aber eine baldige Entscheidung an. "Für uns alle, also die Coaches, die Spieler und mich, ist es am wichtigsten, dass wir uns auf die Sachen fokussieren, auf die wir Einfluss nehmen können. Sobald wir mehr Informationen kriegen und das Training Camp immer näher rückt, werden wir die beste Entscheidung für die Houston Texans treffen. Was auch immer das bedeuten mag", erklärt Caserio.

In wenigen Wochen dürfte es also Klarheit um Deshaun Watson, der bereits im Januar öffentlich einen Trade gefordert hatte, und seine Zukunft in Houston geben. Das Training Camp der Texans startet am 27. Juli - dann soll Gewissheit herrschen.

+++ 24. Mai: Droht Watson bezahlter Urlaub durch die NFL? +++

Noch ist unklar, ob Deshaun Watson im kommenden September auf dem Feld stehen und seine fünfte NFL-Saison absolvieren wird. Eine erste Anhörung des Star-Quarterbacks würde knapp eine Woche nach dem 56. Super Bowl stattfinden, sodass ein theoretischer Einsatz in Week 1 möglich wäre – vorausgesetzt die NFL hat nichts dagegen.

Commissioner Roger Goodell könnte die Saison des in die Kritik geratenen Quarterbacks auf Eis legen. Der Chef der NFL könnte den Spielmacher auf die "Commissioners Exempt List" setzen und Watson so von der Spielzeit ausschließen, sein Gehalt würde der Texans-Star aber wohl dennoch kassieren.

Die Regeln für eine solche Aufnahme haben es in sich: Sollte ein Spieler für eine Straftat (dazu zählen auch Gewalttaten und sexuelle Übergriffe) offiziell verurteilt werden, steht es dem Commissioner frei, diesen zu sperren. Gleichzeitig können auch bereits gewonnen Erkenntnisse und Eindrücke aus einem laufenden Verfahren oder einer Untersuchung für eine Sperre ausreichen.

Der erste Fall dürfte für die Causa Watson keine Rolle spielen, der zweite hingegen schon. Lassen die gewonnen Erkenntnisse auf eine Straftat des Quarterbacks schließen, liegt Watsons Schicksal einzig und allein in den Händen Goodells, auch wenn das Gericht die Schuldfrage noch nicht klären konnte.  

Eine mögliche Lösung des Problems: Watson einigt sich mit den 22 Klägerinnen und verhindert so einen potenziellen Schuldspruch vor Gericht. Vorerst wird 25 Jahre alte Quarterback allerdings auf die Gnade des NFL-Boss hoffen müssen.

+++ 21. Mai: Watson-Aussage erst nach Super Bowl +++

Wie "ProFootballTalk" berichtet, hätte Watson im Moment weiterhin die Möglichkeit, trotz der Vorwürfe die komplette NFL-Saison 2021 zu absolvieren. So wurde festgelegt, dass der Quarterback erst am 22. Februar 2022 seine Aussage unter Eid vor Gericht tätigen muss. 

Damit könnte er die gesamte NFL-Saison absolvieren, obwohl bereits die ersten Aussagen der Klägerinnen parallel laufen würden, die im September beginnen sollen. Im Raum steht weiterhin eine mögliche Sperre seitens der NFL, weshalb eine Teilnahme am Spielbetrieb für Watson weiter stark anzuzweifeln ist.

+++ 20. Mai: Deshaun Watson postet Trainingsvideos +++

Obwohl die Zukunft von Deshaun Watson sehr ungewiss ist, scheint sich der Quarterback voller Engagement auf die kommende Saison vorzubereiten. Auf seiner Instagram-Seite hat er mehrere Trainingsvideos hochgeladen. Es ist das erste Mal, dass sich der Quarterback nach Bekanntwerden der Anschuldigungen öffentlich zeigt. Auf den Videos ist zu sehen, wie er sowohl auf dem Spielfeld als auch in einem Fitness-Studio trainiert.

Watson hatte klargestellt, nicht mehr für die Houston Texans spielen zu wollen, bevor dann 22 zivilrechtliche Klagen wegen sexueller Belästigung eingingen. 

+++ 14. Mai: Anwalt von Deshaun Watson schließt außergerichtliche Einigung aus +++

Vor wenigen Tagen hatte Rechtsanwalt Tony Buzbee öffentlich klargestellt, dass seine 22 Klientinnen, die Deshaun Watson der sexuellen Belästigung beschuldigen, eine außergerichtliche Einigung ausschließen. Nun meldete sich Rusty Hardin, der Anwalt des Quarterbacks, zu Wort und erklärt eine völlig andere Sichtweise.

In einer öffentlichen Erklärung heißt es: "In einem kürzlich veröffentlichten Interview hat Herr Buzbee erklärt, dass 'eine Einigung nicht stattfindet'. Wir sind uns sicher einig, dass derzeit keine Vergleichsverhandlungen geführt werden. Obwohl wir Herrn Buzbee nie wegen einer Einigung angesprochen haben, kam er in der Vergangenheit mehrfach mit der Möglichkeit einer Einigung auf uns zu. Wir haben die ganze Zeit klargestellt, dass es keine Einigung geben würde, wenn die Bedingungen nicht veröffentlicht werden und alle Teilnehmer nicht jederzeit zu ihrer eigenen Verteidigung sprechen dürfen. Wir wollen, dass keiner der Beteiligten – die Klägerinnen oder Herr Watson – durch einen Vergleichsvertrag mundtot gemacht wird. Herr Buzbee empfindet das nicht so."

Heißt also: Der Anwalt von Watson behauptet, dass die Gegenseite einen gerichtlichen Vergleich angestrebt und darauf bestanden hätten, dass keine Details an die Öffentlichkeit geraten. Dies würde den üblichen Ablauf völlig auf den Kopf stellen. Normalerweise ist es nämlich so, dass der Beklagte um Vertraulichkeit bittet und dafür bezahlt.

Weiter schreibt Hardin: "Ich bin ein wenig belustigt, wenn Herr Buzbee pikant verkündet, dass seine Mandanten keinen Vergleich möchten und wollen, dass ihre Fälle vor Gericht verhandelt werden. Die Tatsache, dass diese ganze Sache mit seinem Versuch begann, Geld zu erpressen und einen Gerichtsprozess zu vermeiden, zeigt, dass das nicht frei von Ironie ist. Ich denke, die Ironie wurde gerade auf ein neues Niveau gehoben."    

Da eine außergerichtliche Einigung offenbar von beiden Seiten ausgeschlossen wird, scheint ein Gerichtsprozess unvermeidbar zu sein. Laut Mark Bermanvon Fox 26 hätten sich bereits vier der anklagenden Frauen mit der NFL-Chefermittlerin Lisa Friel getroffen, mindestens doppelt so viele hätten einen Termin beim Houston Police Department gehabt.  

+++ 3. Mai: Watson-Trikot um 50 Prozent reduziert - weiteres Anzeichen für Saison-Aus? +++

Um ein mögliches Saisonaus für Deshaun Watson gibt es möglicherweise neue Gerüchte. Wie nun bekannt wurde, bietet ein Fan-Shop in Sugar Land das Trikot des Quarterbacks mittlerweile zum halben Preis an.

Da Fan-Shops oftmals über Insider-Informationen verfügen, könnte dies als mögliches Anzeichen gewertet werden, dass Watson in der Saison 2021 tatsächlich nicht spielen wird. Zuletzt erklärte NFL-Boss Roger Goodell bereits, dass dem Texans-Star wegen Verstößen gegen den Verhaltenskodex der Liga eine Sperre drohe. (siehe Eintrag vom 2. Mai)

+++ 2. Mai: Watson könnte wohl die komplette Saison 2021 verpassen +++

In NFL-Kreisen wird erwartet, dass Texans-Quarterback die kommende Spielzeit komplett aussetzen muss. Das berichtet "ESPN": "Es gibt einige Verantwortliche, die glauben, dass Watson in dieser Saison nicht spielen wird. Sie glauben, dass seine Karriere bei den Texans vorbei ist."

Für Letzteres spricht die Tatsache, dass die Texans im Draft in der dritten Runde einen Quarterback ausgewählt haben. Mit dem insgesamt 67. Pick sicherte sich Houston die Dienste von Davis Mills von der Stanford University.

NFL-Boss Roger Goodell ließ am Donnerstag bereits durchblicken, dass Watson aufgrund von Verstößen gegen den Verhaltenskodex der Liga eine Sperre droht. "Natürlich verfolgen wir die Situation um Deshaun Watson. Im Sinne unseres Verhaltenskodexes werden wir einige wichtige Schritte einleiten. Wenn es soweit ist, werden wir sicher zu einer Entscheidung gelangen."

+++ 25. April: "Für niemanden ist die Sache gut" - NFL äußert sich +++

In Person des leitenden Vizepräsidenten Troy Vincent äußert sich erstmals ein NFL-Offizieller zu den Vorwürfen gegen Texans-Quarterback Deshaun Watson. "Ich bete für den jungen Mann, wenn ich ehrlich bin", erklärte Vincent gegenüber "FOX": "Ich bete für ihn und die jungen Damen, die vorgetreten sind. Das ist für keinen angenehm", sagte er weiter.

Aus Sicht der Liga ist es der richtige Ansatz, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und die Situationen einzeln zu bewerten: "Das ist eine delikate Angelegenheit. Man muss sicher gehen, dass egal bei Kläger oder Angeklagten, egal ob Täter oder Opfer, immer ein Prozess zur Wahrheitsfindung stattfindet", so der ehemalige Cornerback. 

"Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass man die gerichtlichen Prozesse abwarten und für sich selbst sprechen lassen muss. Erst dann kann Lisa Friel (Stellvertretende Leiterin interner Ermittlungen bei der NFL, Amn. d. Red) ihre Arbeit erledigen und eine Empfehlung an das Büro des Commissioners abgeben", erklärte er weiter. 

Noch ist unklar, ob Watson unabhängig vom jeglichem Ausgang der Fälle vor Gericht eine Strafe seitens der NFL droht. Commissioner Roger Goodell könnte Watson auf die sogenannte "Commissioner Exempt"-Liste setzen und ihn für unbestimmte Zeit vom Spielbetrieb ausschließen. 

+++ 23. April: Beweise zerstört? Anwälte beschuldigen sich gegenseitig+++

Nächste Runde im Streit zwischen dem Anwalt von Deshaun Watson und dem der Klägerinnen. In einer Konferenz hat Jurist Rusty Hardin, der den Spielmacher vertritt, der Gegenseite laut "FOX 26" vorgeworfen, Beweise zerstört oder verändert zu haben.

Der Verteidiger der Masseurinnen bestritt dies und beschuldigte Hardin im Gegenzug, die Behauptung nur aufgestellt zu haben, um in die Schlagzeilen zu kommen. Zudem warf er Watson vor, Instagram-Nachrichten an die Klägerinnen gelöscht zu haben.

Sollten Beteiligte wirklich Beweise zerstört haben, liegt es nun im Ermessen des Richters, die Vorgänge zu sanktionieren.

+++ 20. April: Zwei Klägerinnen stimmen Treffen mit der NFL zu +++

Es geht hin und her zwischen dem Anwalt von Deshaun Watson und dem der Klägerinnen. Nachdem der Verteidiger des Quarterbacks angebliche Lügen und Falschdarstellungen der Masseurinnen entlarvt haben will, berichtet der Sender "FOX 26" nun, dass sich mindestens zwei der betroffenen Frauen mit der NFL treffen wollen.

Demnach werden die Gespräche per Videokonferenz stattfinden. Die Liga hat diesbezüglich nun noch einmal deutlich gemacht, mit allen 22 Anklägerinnen persönlich sprechen zu wollen, zwingen können sie die Damen aber nicht. 

Für die NFL sind die Gespräche mit den mutmaßlichen Opfern von großer Bedeutung, hat die Liga doch eine interne Ermittlung gegen Watson eingeleitet, um ihn fernab von allen strafrechtlichen Maßnahmen gegebenenfalls intern zu sanktionieren.

+++ 19. April: Anwalt will "betrügerische" Klägerinnen entlarvt haben +++

Der Rechtsanwalt von Deshaun Watson, Rusty Hardin, hat eine detaillierte Antwort auf alle gegen seinen Mandanten erhobenen Klagen abgegeben. In seinem Schriftstück heißt es, die Verteidigung des Texans-Spielmachers habe "bereits Beweise aufgedeckt, dass zahlreiche Behauptungen einfach nicht wahr oder korrekt sind". Die Behauptungen der Masseurinnen reichen demnach von "irreführend, über betrügerisch bis hin zu verleumderisch."

In einer Auflistung schreibt der Watson-Anwalt unter anderem, dass acht Klägerinnen "damit geprahlt, ihn gelobt und sich darüber gefreut haben", Deshaun Watson zu massieren. Des Weiteren sollen sieben Frauen auch nach den angeblichen Vorfällen mit ihm gearbeitet, oder ihm zumindest eine weitere Zusammenarbeit angeboten haben. Drei weitere hätten derweil über die Anzahl der Sitzungen gelogen, die sie mit Watson hatten. 

Fünf Frauen sollen zudem gegenüber anderen Personen erzählt haben, dass sie Geld von Watson bekommen wollen. Und eine Masseurin soll den Spielmacher nach der angeblichen Tat sogar zu sich nach Hause eingeladen haben, um den Rest der Behandlung dort fortzuführen.

"Erst als die Klägerinnen eine Gelegenheit zur Geldbeschaffung sahen, änderten sie ihre Geschichten, um Therapiesitzungen, mit denen sie vor Freunden und Familie prahlten, in etwas viel Ruchloseres umzuwandeln", heißt es in dem Statement.

+++ 17. April: Texans-GM Caserio äußert sich +++

Nick Caserio, General Manager der Houston Texans, hat erstmals auf einer Pressekonferenz zu den Anklagen gegen Quarterback Deshaun Watson Stellung genommen. "Das Team respektiert den laufenden Prozess. Das haben wir auch schon in einem Brief (am 6. April, Anm. d. Red.) kommuniziert, dem ist nichts mehr hinzuzufügen", so der 45-Jährige.

Demnach konzentrieren sich die Verantwortlichen der Franchise auf die Planungen für die anstehende Offseason und den Draft. "Wir werden uns nicht an Spekulationen beteiligen. Wir fokussieren uns auf die Planung der Offseason und bereiten uns auf den Draft vor. Wir konzentrieren uns auf die Dinge, die wir beeinflussen können", schloss der GM seine Ausführungen ab.

+++ 14. April: Erste Klage wird vorerst fallengelassen +++

Deshaun Watson sieht sich vorerst einer Klage weniger ausgesetzt. Wie "ESPN" berichtet, wurde eine Klage gegen den Quarterback der Houston Texans zurückgezogen. Als Grund für diese Entscheidung werden Sorgen um die Privatsphäre und Sicherheit der Klägerin angegeben.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein zuständiges Gericht dem Dringlichkeitsantrag von Watsons Anwalt nachgegeben, die Anonymität der 22 Klägerinnen aufzuheben. 

Die Anklage ist damit allerdings keinesfalls vom Tisch, vielmehr hat die Klägerin zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit, ihren Fall erneut einzureichen. Vorher müssten die erklärten Bedenken der Frau aus dem Weg geräumt werden.

+++ 10. April: Watson-Anwalt gibt Sex zu - die Gegenseite attackiert ++

Der Anwalt von Deshaun Watson, Rusty Hardin, hat auf einer Pressekonferenz zugegeben, dass sein Mandant bei einigen Massagen "einvernehmlichen" Sex mit den Masseurinnen hatte. Diese Aussage veranlasste nun den Jurist der Gegenseite zu einer erneuten Reaktion.

Via Social Media sprach Tony Buzbee seinem Kollegen Hardin zwar den größten Respekt aus, wunderte sich aber über dessen Aussagen.

"Er hat heute eingeräumt, dass sein Mandant zwei bis drei Massagen pro Woche bekommt - das entspricht mehr als 150 Massagen pro Jahr. Und das unabhängig von den Texans, die ebenfalls Trainer und Massagetherapeuten haben", so der Jurist.

"Laut Herrn Hardin hat sich Watson diese Frauen über soziale Medien, insbesondere Instagram, ausgesucht. Die meisten, wenn nicht alle der verschiedenen Frauen, hat Watson per Direktnachricht kontaktiert. Ich denke, wir können alle zustimmen, dass das ein bisschen seltsam ist."

Zudem erklärte Buzbee, dass die sexuellen Handlungen mit seinen Mandantinnen keinesfalls "einvernehmlich" waren.

+++ 9. April: Sieg vor Gericht - keine Anonymität für die Klägerinnen +++

Erster kleiner Sieg für Deshaun Watson: Ein Gericht hat entschieden, dass der Quarterback der Houston Texans das Recht hat, die Identität einer der Frauen zu erfahren, die ihn der sexuellen Nötigung bezichtigt. Watsons Anwalt Rusty Hardin hatte den Dringlichkeitsantrag gestellt.

Das Gericht legte fest, dass die als "Jane Doe" auftretende Klägerin die Klage unter ihrem wirklichen Namen neu einreichen muss. Die Richterin kam in einer Eil-Anhörung zu der Entscheidung, dass die Klage nicht die Voraussetzung in Texas für eine Anonymität der Frau erfüllt. 

Ein weiterer Richterspruch an diesem Tag führte dazu, dass weitere Frauen ihre Identität preisgeben mussten - insgesamt werden 13 der 22 Klägerinnen bekannt. Zudem verständigten sich die Anwälte darauf, einen 14. Namen zu veröffentlichen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren nur zwei Klägerinnen öffentlich bekannt gewesen, die Watson beschuldigen.

Der Anwalt der Frauen, Tony Buzbee, hatte zuvor argumentiert, dass die Veröffentlichung der Namen zu Morddrohungen führen könnte, wie es bei Ashley Solis der Fall sein soll, deren Name in dieser Woche bereits publik wurde.

Aber: Neun Frauen haben sich inzwischen bei einer weiteren Anhörung freiwillig dazu bereit erklärt, ihre Namen zu nennen. Sie hätten sich von Solis ermutigt gefühlt, sagte Buzbee. 

Watsons Verteidiger hatte vor der Anhörung erklärt, es sei dem Quarterback nicht möglich, auf alle 22 Klagen separat zu reagieren, wenn er nicht einmal weiß, welche Frauen ihn überhaupt anklagen. Eigenen Angaben zufolge kennt Hardin bislang insgesamt nur zwei von 22 Namen der Massagetherapeutinnen, die den Quarterback sexueller Übergriffe beschuldigen.

+++ 8. April:  Dringlichkeitsantrag! Watson-Anwalt will Frauen identifizieren +++

Nächste Runde im Fall Deshaun Watson. Wie dessen Anwalt Rusty Hardin nun in einem Statement mitgeteilt hat, drängt der Jurist das Gericht via Dringlichkeitsverfahren, die Namen der Klägerinnen bekanntzugeben. Hardin hat einen solchen Antrag zwar erst für eine Klägerin eingereicht, beabsichtigt aber, dies bei allen anderen ebenfalls zu tun.

Nach Meinung des Verteidigers ist es Watson demnach nicht möglich, auf alle 22 Klagen separat zu reagieren, wenn er nicht einmal weiß, welche Frauen ihn überhaupt anklagen. 

"Durch das Spektakel der letzten Wochen war Herr Watson nicht in der Lage, sich angesichts der überwältigenden nationalen Medienberichterstattung verantwortungsvoll zu verteidigen", erklärte Hardin. Der Verteidiger kennt eigenen Angaben zufolge nur zwei von 22 Namen der Massagetherapeutinnen, die den Quarterback sexueller Übergriffe beschuldigen.

Bereits am Freitag, 9. April findet in einem der Fälle eine Anhörung statt.

+++ 8. April: Weitere Sponsoren trennen sich von Watson +++

Nach "Nike" haben sich wohl weitere Sponsoren vom NFL-Star Deshaun Watson getrennt. Wie "ESPN.com" berichtet, hat "Beats by Dre" die Zusammenarbeit mit Watson beendet. Selbiges trifft auf den Energieversorger "Reliant Energy" zu, der zudem die Namensrechte am Stadion der Texans hält. 

Das Einzelhandelsunternehmen "H-E-B" verkündete in einem offiziellen Statement, dass die Zusammenarbeit mit Watson bereits 2020 zu Ende ging und keinerlei weitere Kooperation mit dem Texans-Star geplant sei. 

+++ 7. April: "Nike" setzt Zusammenarbeit mit Watson aus +++

"Nike" legt die Zusammenarbeit mit Deshaun Watson mit sofortiger Wirkung auf Eis. Dies gab der Sportartikelhersteller in einem offiziellen Statement bekannt.

"Wir sind sehr besorgt wegen der beunruhigenden Anschuldigungen und haben die Zusammenarbeit mit Deshaun Watson ausgesetzt. Wir werden die Situation weiterhin genau verfolgen", so der Wortlaut.

Watson war seit dem Beginn seiner NFL-Karriere im Jahr 2017 von dem US-Unternehmen gesponsert worden.

+++ 7. April: Zwei Frauen äußern sich öffentlich - Anwalt sieht mögliche Teilschuld bei den Texans  +++

Insgesamt 22 Anklagen der sexuellen Belästigung liegen gegen Deshaun Watson vor. Erstmals sind nun zwei Frauen an die Öffentlichkeit getreten. Im Rahmen einer Pressekonferenz erzählte Ashley Solis unter Tränen: "Ich suche Gerechtigkeit nicht nur für mich, sondern für alle. Hier geht es darum, dass meine Stimme gehört wird." 

Solis war die erste Frau, die am 16. März 2021 eine Anklage gegen den Quarterback erhob. In ihrem Statement bekräftigte sie ihre Anschuldigungen und sagte: "Deshaun Watson ist mein Angreifer und mein Peiniger. Deshaun Watson hat mich am 30. März 2020 in meinem eigenen Haus angegriffen und belästigt, als ich das tat, was ich als eine normale Massage empfand."

In Lauren Baxley äußerte sich ein weiteres Opfer und nannte Watson in einem Brief ein "Raubtier mit Macht". Beide beschuldigen den 25-Jährigen, sie während der Massage mehrfach mit seinen Genitalien berührt zu haben. 

Zudem äußerte der Anwalt der Anklägerinnen, Tony Buzbee, erste Bedenken über eine mögliche Teilschuld der Houston Texans. Buzbee erklärte, dass Watson von der NFL-Franchise Empfehlungen für Massagetherapeuten erhielt und einen Massagetisch vom Team auslieh. Deshalb hätten die Texans, "die Pflicht, einige Fragen zu stellen."

+++ 6. April: Texans-Besitzer schaltet sich ein +++

Seit Wochen stehen schwere Vorwürfe gegen Deshaun Watson im Raum. Sein Team, die Houston Texans, haben sich bislang kaum dazu geäußert. Nun hat sich Owner Cal McNair mit einem Brief, der im "Houston Chronicle" veröffentlicht wurde, an die Dauerkarteninhaber gewandt.

"Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um auf die Beschwerde bei der Polizei von Houston und die Anschuldigungen in den Zivilklagen gegen Deshaun Watson einzugehen", heißt es in dem Brief. "Wir möchten Ihnen versichern, dass wir diese Anschuldigungen sehr ernst nehmen. Wir respektieren den rechtlichen Prozess und werden die Situation weiterhin genau beobachten", so der Besitzer.

Zudem erklärte McNair, dass das Team über jede Form von Missbrauch "zutiefst beunruhigt" sei und jedem Menschen gegenüber Respekt gewährleisten will.

Zur Frage, wie es mit Watson bei den Texans weitergeht, äußerte sich der Owner nicht. Dies ist bei mehr als 20 Zivilklagen und der inzwischen eingeleiteten strafrechtlichen Untersuchung aber auch nicht abschätzbar.

+++ 6. April: Amateur-Masseurin klagt Watson an +++

Nächstes Kapitel im Fall Deshaun Watson: Nun ist die nächste Klage gegen den Quarterback der Houston Texans eingegangen. Die namentlich nicht genannte Frau behauptet darin, vom Sportler im vergangenen November auf Instagram angeschrieben worden zu sein. Watson fragte bei ihr nach einer Massage an. Bei einem Treffen sei sie dann bedrängt worden.

Zunächst hatte sie versucht, Watson an einen lizensierten Massagetherapeuten zu verweisen, dies lehnte er jedoch ab und es kam zu einem Treffen. Laut Aussage der Frau habe sie die Massage abrupt abgebrochen, nachdem der Spielmacher versucht haben soll, ihre Hand auf seinen Penis zu legen.

Laut Klage soll der 25-Jährige ihr 250 Dollar gezahlt, und verlangt haben, dass sie eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschreibt.

+++ 3. April: Polizei nimmt Ermittlungen auf +++

Die Polizei in Houston hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Deshaun Watson aufgenommen.

"Eine Klägerin hat eine Anzeige beim Houston Police Department Deshaun Watson betreffend gestellt. Wie es bei allen Beschuldigungen ist, leitet das Houston Police Department Ermittlungen ein, wird sich dazu aber während der Ermittlungen nicht weiter äußern", heißt es in der Erklärung.

+++ 1. April: Masseurinnen stehen Watson zu Seite +++

Seit mehr als zwei Wochen sieht sich Deshaun Watson mit einer Welle an Anschuldigungen konfrontiert. Inzwischen haben 21 Massage-Therapeutinnen eine Klage gegen den Texans-Quarterback eingereicht. Dieser erhält nun aber Unterstützung - und zwar von anderen Frauen.

18 weitere Masseurinnen haben dem Anwalt des Spielmachers Zitate zur Verfügung gestellt, in denen sie bekräftigen, dass sich Watson ihnen gegenüber stets korrekt verhalten habe. Zudem kritisieren die Frauen die alle ihren richtigen Namen veröffentlicht haben, die Klägerinnen und fordern diese heraus.

"Einige dieser Anschuldigungen sind so lächerlich. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er eines dieser Dinge getan hat", erklärte beispielsweise die Therapeutin Myah Roberson. Ihre Kollegin Kaleigh Galindo sagte: "Er war in jeder Sitzung respektvoll. Er war immer gastfreundlich und kommunizierte, um sicherzustellen, dass ich mich immer wohl und sicher fühlte."

Du willst die wichtigsten NFL-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.