Dominik Eberle ist nun erneut Free Agent - Bildquelle: instagram.com/thedebbzz/Dominik Eberle ist nun erneut Free Agent © instagram.com/thedebbzz/

München - Als sich Dominik Eberle Ende Februar in einem "Sport1"-Interview zu seinem neuen Arbeitgeber äußerte, war ihm die Vorfreude deutlich anzumerken.

"Es ist unglaublich, dass ich jetzt ein Teil von so einem Traditionsteam sein kann. Ich freue mich schon, ein Cheesehaed zu werden und in Green Bay zu leben. Ich freue mich auf das erste Spiel, auf die Preseason, aufs Training Camp. Ich werde alles geben und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt."

Nun, keine vier Monate später, ist das Engagement, was als Attacke auf den langjährigen Packers-Kicker Mason Crosby gedacht war, bereits wieder beendet. Green Bay hat den aus Nürnberg stammenden Sportler entlassen, Eberle ist erneut Free Agent.

Eberle von den Packers entlassen

Um für den via Waiver Wire von den Minnesota Vikings akquirierten Kicker Gabe Brkic Platz zu schaffen, musste der 25-Jährige seinen Platz räumen. Doch auch wenn für Eberle der Traum von einer Karriere im Team von Quarterback-Superstar Aaron Rodgers geplatzt ist, aussichtslos ist die Suche nach einem neuen Arbeitgeber gewiss nicht. Nichts beweist das besser als sein eigener Lebenslauf.

Nachdem der Deutsche im NFL-Draft 2020 nicht ausgewählt wurde, schaffte er als Undrafted Free Agent doch noch den Sprung in die beste Football-Liga der Welt. Die Las Vegas Raiders nahmen ihn unter Vertrag, entließen ihn jedoch wenig später. Im Anschluss dauerte es nur wenige Wochen, ehe ihn die Franchise erneut zum Probetraining einlud und mit einem Vertrag im Practice Squad ausstattete.

Von den Raiders ging es weiter zu den Panthers und schließlich zu den Houston Texans, bei denen er im vergangenen Dezember sein viel beachtetes NFL-Debüt gab. Als der etatmäßige Kicker Ka'imi Fairbairn in Woche 16 aufgrund eines positiven Coronatest ausfiel, bekam Eberle im Spiel gegen die Los Angeles Chargers eine Chance – und wusste diese zu nutzen.

Alle fünf Extrapunkte konnte der Deutsche verwandeln, zudem brachte er zwei Field Goals zwischen den Torstangen unter – eines davon sogar aus der sehr beachtlichen Distanz von 51 Yards. Dass er ein weiteres Field Goal aus 52 Yards nicht versenkte, fiel dabei nicht negativ ins Gewicht.

Fünf NFL-Stationen in zwei Jahren

Trotz des erfolgreichen Debüts passierte Eberle in der Folge das, was in der NFL so vielen Kickern passiert. Nach der Rückkehr des Stamm-Kickers wurde er entlassen - und bekam gleich wieder einen neuen Job. Dieses Mal erneut von den Carolina Panthers, die ihn vor dem letzten Spieltag der Regular Season für den Practice Squad unter Vertrag nahmen.

Mit der Verpflichtung durch die "Cheeseheads" Ende Februar sollte für den Deutschen ein neues und längerfristiges Kapitel beginnen, zumal Eberle den Special Teams Coordinator der Packers, Rich Bisaccia, bereits aus seiner Zeit bei den Raiders kennt.

Erfüllt hat sich dieser Wunsch nicht. Fünf NFL-Stationen in zwei Jahren beweisen aber, dass sich in der besten Football-Liga der Welt schnell eine neue Chance ergeben kann.

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