Special Teams im Einsatz: Bei den Green Bay Packers war das gegen die San Fr... - Bildquelle: imagoSpecial Teams im Einsatz: Bei den Green Bay Packers war das gegen die San Francisco 49ers regelmäßig ein Alarmsignal © imago

München - Irgendwann im Schneetreiben von Green Bay, an diesem gebrauchten Abend, hatten die Green Bay Packers komplett den Überblick verloren. Das machte sich ausgerechnet beim spielentscheidenden Field Goal durch Robbie Gould bemerkbar.

Als der Kicker der San Francisco 49ers das Ei mit ablaufender Uhr aus 45 Yards zum 13:10 versenkte, standen ihm nur zehn Spieler der Gastgeber gegenüber.

Wer da gepennt und seinen Einsatz verpasst hatte, wird wohl das Geheimnis der Packers bleiben. Der Stachel der beinahe schon sensationellen Niederlage des besten Teams der Regular Season dürfte ohnehin zu tief sitzen, als dass jetzt direkt einzelne Sündenböcke herausgepickt würden. Und sehr wahrscheinlich hätte auch ein elfter Spieler auf dem Feld den Volltreffer des Routiniers nicht verhindern können.

Ward blockt Field-Goal-Versuch von Crosby

Dennoch war die Szene letztlich symptomatisch. Denn die Special Teams von Coordinator Maurice Drayton, der erst zu dieser Saison die Verantwortung übernommen hatte, lieferten eine grausige Leistung ab.

Da wäre der Field-Goal-Versuch aus 39 Yards von Matt Crosby zum Ende der ersten Hälfte, den Jimmie Ward blockte, nachdem er quasi unberührt die Line überwunden hatte. Immerhin sicherte Punter Corey Bojorquez den Ball, um Schlimmeres zu verhindern.

 

Geblockter Packers-Punt wird zum 49ers-Touchdown

Im letzten Viertel gelang das nicht. Jordan Willis blockte den Punt-Versuch von Bojorquez und Talanoa Hufanga trug das Spielgerät über sechs Yards in die Endzone.

Erst durch diesen Special-Teams-Fauxpas kamen die "Niners" zum Ausgleich. Und damit in die Position, im nächsten Drive ein Game-Winning-Field-Goal schießen zu können.

LaFleur nimmt Schuld für Fehler auf seine Kappe

Head Coach Matt LaFleur nahm die Schuld für die Patzer auf sich. "Das darf nicht passieren. Das ist inaktzeptabel", sagte er zum Zehn-Mann-Auftritt: "Aber auch das geht auf mich."

Auch "ranNFL"-Experte Patrick Esume wurde deutlich. Bei Twitter schrieb er: "Was die Packers in den Special Teams gemacht haben, ist grotesk. Unabhängig davon, dass beim wichtigsten Field-Goal-Block der Saison nur 10 auf dem Feld stehen und dir auf der Blockseite ein entscheidender Mann fehlt, um 3 vs 2 zu haben, gab es zu viele fundamentale Fehler, die dem Special Teams Coach den Kopf kosten können."

Die Special Teams von "the Pack" waren also alles andere als playoff-tauglich. Und sind damit vielleicht die größte Baustelle in einem Team, das vor einem Umbruch stehen könnte.

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