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München – Noch ist alles drin: Nach dem 13. Spieltag stehen die New England Patriots bei einer 6:6-Bilanz. Die Ausbeute bedeutet aber auch: Viele Ausrutscher dürfen sich die Pats nicht mehr erlauben, sonst finden die Playoffs ohne sie statt.

Und wie das so ist, wenn es in einer NFL-Saison hart auf hart kommt, wird der Ton rauer. 

Quarterback Mac Jones, der bei der jüngsten 10:24-Niederlage gegen die Buffalo Bills schwach spielte, adressierte vor allem das Playcalling. 

Mac Jones wütet während des Spiels

Jones war während des Spiels von den Kameras eingefangen worden, als er sich lautstark darüber beschwerte. Eingerahmt von der mehrfachen Nutzung des bösen F***-Wortes, sprach sich Jones für mehr Würfe und weniger Laufspiel aus.  

Klar: Im Eifer des Gefechts kann das passieren, die Häufung fällt jedoch auf.

Denn den Reportern erzählte er nach der Pleite, dass es um Verantwortung gehe, so Jones. "Das fängt bei mir an. Ich möchte härter trainiert werden", sagte er. Das war schon keine subtile Kritik mehr, allerdings eingerahmt von Selbstkritik. "Ich will ein besserer Spieler sein. Die Trainer haben uns alles gegeben, was sie haben. Aber ich möchte jeden zur Verantwortung ziehen, auch mich selbst."

Auch Wide Receiver Kendrick Bourne kritisierte nach der Pleite gegen die Bills die Calls, vor allem die Tatsache, dass die Bills deutlich mehr First Downs holten als die Patriots. "Wir müssen dafür sorgen, dass sie das tun, was wir wollen. Etwas, was sie gegen uns gemacht haben, hat funktioniert, und etwas, was wir gegen sie gemacht haben, hat nicht funktioniert. Es geht nur darum, es jede Woche herauszufinden. Wir leben noch, aber wir müssen uns beeilen und es herausfinden", warnte Bourne. 

Im Zentrum der Kritik steht Matt Patricia, der in dieser Saison als Nachfolger von Josh McDaniels die Calls der Offense übernimmt. Die Patriots belegen in der NFL bei Yards pro Spiel Platz 24 und erzielten in nur 37,5 Prozent ihrer Versuche in der Redzone einen Touchdown, was gleichbedeutend mit dem letzten Platz ist. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

Bill Belichick: Keine dramatischen Änderungen

Patriots-Coach Bill Belichick wurde jetzt während seines wöchentlichen Auftritts in der "The Greg Hill Show" auf die Kritik angesprochen. 

"Wir trainieren jede Woche jeden, so gut wir können", sagte er: "Das wird sich nicht ändern." 

Man müsse das, was man tue, besser machen, forderte Belichick. "Ich glaube nicht, dass wir zu diesem Zeitpunkt eine Menge dramatischer Änderungen vornehmen sollten - das ist zu schwierig. Wenn wir nur konsequent das tun, was wir bisher getan haben, denke ich, dass uns laufen wird."

Es sei nicht nur eine Sache, so Belichick: "Einmal ist es die eine Sache, das nächste Mal ist es etwas anderes. Wir müssen einfach konsequenter spielen und trainieren."