Jerome Boger. - Bildquelle: imago images/Icon SMIJerome Boger. © imago images/Icon SMI

München - Die NFL hat sich zu der kontroversen Entscheidung der Referees beim Wild Card Game zwischen den Cincinnati Bengals und den Las Vegas Raiders noch nicht geäußert. Die Liga wird das wohl auf ihre Art regeln: Einem "ESPN"-Bericht zufolge kommt die Crew um Schiedsrichter Jerome Boger im Laufe der Playoffs wohl nicht mehr zum Einsatz.

Was war passiert? Weniger als zwei Minuten vor der Halbzeit hatte Bengals-Quarterback Joe Burrow kurz vor der Seitenlinie Wide Receiver Tyler Boyd mit einem Wurf in der Endzone gefunden.

Linienrichter Mark Steinkerchner hatte allerdings gepfiffen, während der Ball in der Luft war - weil er dachte, dass Burrow im Moment seines Wurfes bereits im Seitenaus stand, was aber nicht der Fall war.

Die Regeln sind klar: Wird gepfiffen, ist der Spielzug eigentlich beendet. Trotzdem werteten die Offiziellen den Passfang als Touchdown.

Mit dem Touchdown erhöhten die Bengals auf 20:6, am Ende stand ein 26:19-Erfolg und der erste Playoff-Sieg für Cincinnati seit 31 Jahren zu Buche.

 

Nach Einsätzen benotet

Die NFL sagt zu den Vorkommnissen nichts, wird laut "ESPN" aber trotzdem reagieren.

Der Hintergrund: Die Referees werden nach ihren Einsätzen benotet, und im Normalfall dürften Boger und Co. für die Leistung abgestraft werden. Mit einem überzeugenden Auftritt hätte sich das Referee-Team theoretisch sogar für den Super Bowl ins Gespräch bringen können.

Wie es in dem Bericht heißt, kommt die schwache Leistung Bogers für eine Liga-Quelle nicht überraschend. Auch die Tatsache, dass die Schiedsrichter-Teams für die Playoffs neu zusammengesetzt werden, sorgte für Kritik. 

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