München - Die Cincinnati Bengals gewinnen nach einem kuriosen Ende mit 20:16 gegen die Tennessee Titans. Joe Burrow führte sein Team mit 270 Yards und einem Touchdown zum knappen Sieg, Gegenüber Ryan Tannehill warf zwar sogar 291 Yards, fand aber keinen Receiver in der Endzone.

Defense dominiert auf beiden Seiten

Mit dem ersten Drive tastete sich Joe Burrow mit seiner Offense erst einmal langsam ins Spiel. Eine Offensive Pass Interference von Chris Evans sorgte für ein langes Third Down und die Bengals mussten punten. Aber auch die Titans-Offensive um Star-Running-Back Derrick Henry ging ohne Punkt vom Feld.

Auch im Anschluss dominierten auf beiden Seiten vor allem die Defenses. Auffällig zudem: Beide Teams setzten im ersten Viertel hauptsächlich auf Passspiel. Das erste Highlight folgte quasi mit Ablauf der Uhr: Nick Westbrook-Ikhine schnappte sich einen Pass über 25 Yards im zweiten Stock aus der Luft. Mehr als ein Field Goal sprang im Anschluss aber nicht heraus. Das erste für den neuen Titans-Kicker Caleb Shudak.

Im Gegenzug sorgte Evan McPherson für den ersten Scoring-Drive der Bengals und glich aus 47 Yards zum 3:3 aus. Dann wurde es wild. Henry fumblete nach einem Monster-Lauf after Catch den Ball kurz vor dem Ziel in die Endzone. Tennessees Treylon Burks schmiss sich geistesgegenwärtig auf den Ball und besorgte dennoch den ersten Touchdown des Spiels.

Cincinnati im Schiedsrichter-Glück?

Damit war das Scoring eröffnet. Cincinnati entdeckte zudem das eigene Laufspiel und Samaje Perine glich kurz vor der Pause mit einem Neun-Yard-Touchdown aus. Die Titans ließen mit einem verschossenen Kick mit Ablauf der Uhr die Chance auf die erneute Führung aus.

 

Nach der Pause drehten die Bengals zunächst per Field Goal das Spiel, ehe Tennessee in einem erneut defensiv geprägten Viertel das 13:13 erzielte. Die Entscheidung fiel im nächsten Drive. Burrow warf das Ei für 29 Yards auf Tee Higgins. Der schob seinen Verteidiger laut Schiedsrichter regelkonform von sich weg und besorgte den Touchdown zum 20:13.

Defense-Bock besiegelt Niederlage

Tennessee konnte nur noch per Field Goal verkürzen und überließ der Defense die Aufgabe, Burrow erneut zu stoppen. Eine folgenschwere Strafe bescherte den Bengals aber das spielentscheidende First Down.

Damit verbessern sich die Bengals auf eine Bilanz von 7-4 und bleiben mit den Baltimore Ravens im Rennen um die Krone in der AFC North. Tennessee rutscht zwar auf 7-4 ab, führt die AFC South aber weiterhin souverän an und liegt auf Playoff-Kurs.

Houston Texans at Miami Dolphins 

Die Miami Dolphins hatten erwartungsgemäß wenig Probleme gegen die Houston Texans und gewannen locker mit 30:15. Bereits zur Halbzeit waren die Verhältnisse mehr als klar - 30:0 führten die Dolphins, die Touchdowns prasselten am Boden, durch die Luft und per Turnover auf die Texans ein.

 

Tua Tagovailoa brachte allein in den ersten 30 Minuten 20 Pässe für 278 Yards an. Am Ende kam er auf 299 Yards, weil aber auch Sein Backup Skylar Thompson noch ran durfte. Gegenüber Kyle Allen erwischte mit 215 Yards, einem Touchdown und zwei Interceptions einen eher mäßigen Tag. Die meisten Yards erzielte er zudem erst im zweiten Durchgang.

Die Dolphins liegen mit dem Sieg nun bei einer Bilanz von 8-3 und bleiben mit den Buffalo Bills gleichauf. Houston hat nun eine Bilanz von 1-1-9 aufzuweisen und steuert auf den ersten Pick im kommenden Draft zu.

Tampa Bay Buccaneers at Cleveland Browns

Beim vielleicht vorerst letzten Start von Jacoby Brissett zeigte er für die Cleveland Browns nochmal sein Können. Ab der kommenden Woche könnte Deshaun Watson sein Debüt feiern. Mit 210 Yards, einem Touchdown und einer Interception führte er die Browns zu einem 23:17-Overtime-Sieg gegen die Tampa Bay Buccaneers. 

 

Nick Chubb steuerte starke 116 Rushing Yards bei und erzielte den spielentscheidenden Touchdown in der Overtime, nachdem zuvor Tight End David Njoku wenige Sekunden vor Schluss erst den Ausgleich in der regulären Spielzeit erzielte. Tom Brady steuerte 246 Yards und zwei Touchdowns bei, auf dem Boden waren die Buccaneers aber quasi kein Faktor.

Cleveland verbessert die Bilanz mit dem Sieg zwar auf 4-7, hat in der AFC North aber dennoch kaum noch Chancen auf die Playoffs. Tampa Bay ist wieder negativ, führt mit 5-6 aber dennoch weiterhin die NFC South an und stünde damit aktuell in den Playoffs.

Denver Broncos at Carolina Panthers

Sam Darnold hat seine Chance genutzt und die Carolina Panthers zu einem 23:10-Sieg über die Denver Broncos geführt. Der Quarterback warf 164 Yards und einen Touchdown. Unterstützung bekam er vor allem vom Rushing-Duo D'Onta Foreman und Chuba Hubbard, die mit 41 Carries 178 Yards beisteuerten.

 

Russell Wilson kam auf 142 Yards und einen Touchdown, ging aber auch drei Mal zu Boden und bekam nur zwei Scoring-Drives zustande. Denver bleibt mit 3-8 eines der schlechtesten Teams der Liga, Carolina verbessert sich immerhin auf 4-8 - in der NFC South ist damit sogar noch alles möglich.

Atlanta Falcons at Washington Commanders

Die Washington Commanders lassen in der NFC East einfach nicht abreißen und feiern den nächsten Sieg. Bei den Atlanta Falcons gewannen Taylor Heinicke und Co. mit 19:13. Der Quarterback erzielte zwar nur 138 Yards durch die Luft, brachte aber auch zwei Touchdowns an den Mann - bei einer Interception.

 

Auf der anderen Seite warf Marcus Mariota zwar 178 Yards, führte die Falcons aber nur zu einem Touchdown und hatte ebenfalls eine Interception in der Statistik. Damit verpasste es Atlanta zudem, den Patzer der Tampa Bay Buccaneers zu nutzen, die Falcons haben mit einer Bilanz von 5-7 aber immer noch Chancen auf den Division-Sieg. Die Commanders bleiben mit 7-5 zwar Vierter in der NFC East, haben aber dennoch die Playoffs im Blick.

Baltimore Ravens at Jacksonville Jaguars

Das Spiel begann mit einem Knall und endete fast mit einem. Aufgrund eines Unwetters begann die Partie verspätet, dann konnte aber doch noch im TIAA Bank Stadium in Jacksonville gespielt werden. Justin Tucker hätte mal wieder zum Helden werden können, verpasste das Rekord-Field-Goal über 67 Yards mit Ablauf der Uhr. Das besiegelte gleichzeitig die überraschende 27:28-Niederlage.

Lamar Jackson legte mit 254 Passing Yards und 89 Rushing Yards eine Show hin, musste sich seinem Gegenüber Trevor Lawrence heute aber geschlagen geben. Der brachte 321 Yards an seine Receiver - allein 145 an Zay Jones - und fand seine Mitspieler drei Mal in der Endzone. Erst 14 Sekunden vor Schluss erzielte Marvin Jones Jr. den Touchdown zum 26:27 - statt Overtime wollten die Jaguars aber den Sieg, den Zay Jones mit der erfolgreichen Two-Point-Conversion besorgte.

 

Baltimore kassiert damit eine schmerzliche Pleite und rutscht in der NFC North auf 7-4 ab, Jacksonville fährt den zweiten Sieg in den vergangenen drei Partien ein und steht jetzt bei 4-7.