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München – Mangelndes Selbstvertrauen kann man Kayvon Thibodeaux ganz sicher nicht unterstellen.

Der Defensive End lässt keine Gelegenheit aus, sein ausgeprägtes Selbstverständnis zu unterstreichen. Immer hart an der Grenze zur Selbstüberschätzung. So wirkt es zumindest, wenn wie bei einem Talent wie Thibodeaux den Worten noch nicht die Taten folgen, der Mund aber etwas zu forsch unterwegs ist.

Dafür eilt ihm auch sein Ruf inzwischen voraus, und dieser Ruf wird immer schlechter. Thibodeaux polarisiert.

Der Ruf wird schlechter

Er hat in den vergangenen Wochen einige negative Schlagzeilen über sich lesen müssen. Mangelnde Liebe zum Spiel wurde ihm rund um den Combine vorgeworfen, auch an seinem Spiel wurde herumgemäkelt.

Fast noch schlimmer: Wie ESPN berichtet, soll er laut einigen Scouts in den Interviews mit Teams eine ganz schlechte Figur abgegeben haben. Für potenzielle Interessenten ist das normalerweise eine "Red Flag".

So kommt es, dass sich der früher als Nummer-eins-Pick gehandelte Pass Rusher in einigen Mock Drafts so gerade noch in den Top Ten halten kann, bei manchen fällt er sogar schon heraus.

Ein Top-Talent im freien Fall?

Schlechte PR ist besser als gar keine PR

Das wird letztendlich der Draft (28. bis 30. April) in Las Vegas zeigen, allen Unkenrufen zum Trotz reicht ja theoretisch die Zuneigung der Detroit Lions (an Nummer zwei) oder der Houston Texans (an drei), und der 21-Jährige wird zum Top-Pick. Und wenn jemand entspannt ist, dann ist es Thibodeaux. Getreu dem Motto: Schlechte PR ist besser als gar keine PR. 

Denn seinem Selbstvertrauen können solche Analysen nichts anhaben. Das Lächerlichste, das er zuletzt über sich gelesen hat?

"Das Lächerlichste, was ich je gehört habe, ist, dass ich nicht der beste Spieler in diesem Draft bin", sagte Thibodeaux Reportern beim Pro Day der Oregon Ducks. "Das ist für mich ungeheuerlich."

Alles andere liebt er, wie er erklärt. "Solange die Leute über mich reden und ich konsequent der bleibe, der ich bin, und ich weiß, dass ich alles in meiner Macht stehende tue, um die Dinge richtig zu machen, lasse ich den Medien freien Lauf", sagte er und meinte: "Ihr könnt es machen, wie ihr wollt. Das bringt mir einfach mehr Follower."

Er lässt die Kritik nicht an sich heran, sagt er. Es sei nur schwer, es nicht persönlich zu nehmen, wenn man sich selbst nicht kenne, sagte Thibodeaux. "Wenn man weiß, wer man im Inneren ist und was man dem Spiel gegeben hat und welche Opfer man bringt, dann glaube ich nicht, dass man sich darüber Sorgen macht". 

Thibodeaux kündigt spezielles Outfit an

Deshalb wird es ihm auch egal sein, dass er auch am Draft-Abend Schlagzeilen schreiben wird, und nicht nur sportliche. Sondern auch modische, wie er ankündigte, denn Thibodeaux wird sich in Schale werfen.

"Ich habe etwas in Arbeit, das gut aussehen wird und über das man reden kann", sagte Thibodeaux. "Hoffentlich sagen sie nicht, dass ich mir mehr Sorgen um meine Mode als um den Draft mache. Aber sie werden sich etwas einfallen lassen."

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