Nicht begeistert von Carson Wentz: Chris Ballard - Bildquelle: ImagoNicht begeistert von Carson Wentz: Chris Ballard © Imago

München/Indianapolis - Die allgemeine Laune in Indianapolis ist seit Sonntag auf dem Tiefpunkt. Die dort ansässigen Colts verspielten ihren sicher geglaubten Playoff-Platz beim Division-Rivalen aus Jacksonville, deutlich verlor "Indy" mit 11:26 bei den Jaguars, dem schlechtesten Team der Liga.

Dabei machte vor allem Carson Wentz keine gute Figur, der fünf Mal gesackt wurde und zwei einfache Turnover verursachte.

GM Ballard zählt Wentz an

Nachdem einen Tag nach der Partie Head Coach Frank Reich zögerte, sich vor seinen Spielmacher zu stellen ("Ich denke, er bleibt unser Quarterback"), schlug General Manager Chris Ballard einen härteren Ton an. Von "The Athletic" wird er so zitiert: "Ich werde nicht überreagieren. Aber das kotzt mich immer noch an. Wir haben uns völlig blamiert."

Ballard weiter: "Wir haben Mist gebaut. Und wir werden alles und jeden hinterfragen." Damit meint der 52-Jährige auch Wentz: "Ich gebe keinen Kommentar ab, ob er nächstes Jahr noch bei uns ist. Wie gesagt, wir werden uns alles anschauen und dann entscheiden."

Die Colts hätten auch schon in Woche 17 die Postseason klar machen können, verloren da aber gegen die Las Vegas Raiders.

"Unsere Passoffensive muss besser sein. Es muss einfach besser werden", fährt Ballard fort. Der General Manager hatte in der Offseason einen Erst- und einen Drittrundenpick zu den Philadelphia Eagles geschickt, um Wentz trotz des schweren Vertrages loszueisen. Sollte der Quarterback entlassen werden, wäre das also ein Schuldeingeständnis an sich selbst.

Keine Kritik an Reich

Bei seinem Rundumschlag nahm Ballard seinen Head Coach Reich jedoch explizit aus der Schusslinie. "Er ist ein großartiger Coach. Er hatte nur einmal eine negative Bilanz und das war meine Schuld, nicht seine", erklärt der 52-Jährige.

"Niemand hier wird ihn hinterfragen. Schaut ihn euch an, er ist aggressiv, hat einen Plan, einfach ein guter Coach. Wir können sehr froh sein, Frank zu haben", beendet Ballard sein Plädoyer.

Sollten die Colts Wentz tatsächlich vor die Tür setzen, würden 15 Millionen Dollar ihres Cap Spaces wegfallen. Dass jemand für den Quarterback tradet, scheint ebenfalls unwahrscheinlich, angesichts seiner enormen Kosten und seines in Relation überschaubaren sportlichen Werts.

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