München - Football-Deutschland darf sich freuen! Mit Marcel Dabo hat es wieder mal ein deutscher Spieler ins 2022er NFL International Pathway Programm geschafft. Das gab die NFL bekannt.

Der Cornerback des ELF-Teams Stuttgart Surge bekommt damit die Möglichkeit, sich als einziger deutscher Spieler an der IMG Academy in Florida für NFL-Teams zu beweisen. 

Die Nominierung freut sein aktuelles Team besonders. "Marcel Dabo ist ein talentierter junger Athlet. Er hat alle Attribute, die man für Top-Leistungen auf höchstem Niveau benötigt", gab Surge Head Coach Martin Hanselmann an. "Ich bin davon überzeugt, dass Marcel jetzt im Camp und auch in Zukunft eine hervorragende Leistung abgeben wird. Er wird mental alles tun, was nötig ist, um seine Leistungen zu steigern. Natürlich hätten wir ihn auch gerne hier wieder in Stuttgart bei Surge im Kader. Aber die Aussicht auf eine Karriere in der NFL ist natürlich etwas Besonderes und ich freue mich für Marcel, dass er diese Möglichkeit hat."

Der Cornerback selbst bleibt bescheiden. "Ich habe den ersten Schritt gemacht. Noch ist es ein langer Weg zu meinem Ziel, aber durch die European League of Football habe ich eine gute Basis dafür geschaffen. Die Liga hat mir geholfen, die bestmögliche Reichweite zu bekommen und macht da einen super Job. Ich denke, dass ich die Reife mitbringe, um auf dem Level mitzuhalten. In die NFL zu kommen, ist ein Riesending für jeden Athleten in Europa", erklärt Dabo vor seinem Antritt zum IPP-Programm.

ELF-Commissioner Patrick Esume ist nicht überrascht 

Dabos Leistungen sind für die ELF von großer Bedeutung. "Die Auswahl von Marcel zeigt genau das, wofür die European League of Football steht. Die Spieler haben bei uns die beste Möglichkeit, um sich für die NFL zu empfehlen. Gerade Marcel hat sich in den letzten Monaten enorm weiterentwickelt. Deswegen freut es uns sehr, dass er den Sprung geschafft hat. Wir wünschen ihm viel Erfolg und hoffen, dass er wie Jakob Johnson den Sprung in die NFL schaffen wird", sagte Surge-Geschäftsführer Timo Franke über Dabos Chance.

Neben Dabo bekommt auch Defensive End Adedayo Odeleye von den Berlin Thunder eine Chance im Pathway Programm. ELF-Commissioner Patrick Esume zeigt sich von der Entwicklung der Defensiv-Asse begeistert. "Wer Marcel Dabo und Adedayo Odeleye im Training und in der Liga gesehen hat, der weiß, welche Fähigkeiten beide mitbringen. Es wäre verrückt gewesen, sie nicht in das International Player Pathway Programm mitzunehmen. Wir sind sehr stolz auf die beiden und hoffen, dass weitere Spieler diesen Schritt machen werden."

Jakob Johnson feiert Marcel Dabo

Dabos Auswahl ist keine Überraschung: Während des NFL International Combine im Oktober 2021 in London machte Dabo erstmals vor zahlreichen NFL-Scouts auf sich aufmerksam. "Jakob Johnson kommt ja genauso wie Marcel aus Stuttgart. Also hat Jakob mir eine WhatsApp geschickt und geschrieben: 'One word. One name: Marcel Dabo'", erklärte Will Bryce, der "NFL International Head Of Development", damals mit einem Augenzwinkern. 

Und weiter über seine Eindrücke: "Marcel ist ein top Athlet, sehr talentiert und hat auch einen überragenden Charakter. Er weiß, was er will."

Jetzt ist klar: es blieb nicht nur bei den Lobeshymnen. Dabo bekommt als einer von 13 Spielern die Chance, sich einen Platz in der NFL über das Pathway Programm zu erkämpfen. Dass das nicht unmöglich ist, bewies Jakob Johnson bei den New England Patriots bereits eindrucksvoll. Der Fullback hat sich mittlerweile in Foxborough als Starter etabliert.

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